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Expeditionsreise auf der Alten Seidenstraße durch Zentralasien I 2017


Diese Reise beginnt mit glanzvollen Höhepunkten in Zentralasien mit der islamischen Architektur in den sagenumwobenen Städten Samarkand, Buchara und Chiwa. Durch herrliche Gebirgslandschaften in Tadschikistan und Kirgisistan führt die Fahrt weiter über hohe Pässe bis nach Kashgar in China. Nach einem Abstecher zum spektakulär gelegenen Karakulsee am Karakorum Highway folgen wir der nördlichen Seidenstraße entlang der Wüste Taklamakan. Wir sind im Land der islamisch geprägten Uiguren, kommen aber auch vorbei an alten buddhistischen Klöstern. Schließlich erreichen wir die fruchtbare Turfan-Senke, die bis zu 150 m unter dem Meer liegt, bevor wir noch die sehr moderne Stadt Urumchi besuchen.

  • Usbekistan mit glanzvollem Samarkand und geschichtsträchtigem Buchara
  • Islamische Architektur in der Oase Chiwa
  • Gebirgswelt von Kirgisistan
  • Berühmte Oasenstädte Kashgar und Turfan
  • Pamir-Riese Muztagata (7.546 m)
  • Höhlen von Bezeklik
  • Orientalisches Urumchi

Tagesprogramm der Rundreise


1. Tag: Flug nach Taschkent

Linienflug nach Taschkent in Usbekistan. Der Treffpunkt und die Abflugzeit werden Ihnen etwa 12 Wochen vor Reisebeginn bekannt gegeben. 

2. Tag: Taschkent - Samarkand

Bei unserem Aufenthalt in Taschkent besichtigen wir die Hauptstadt Usbekistans, die erst 1930 Samarkand diese Stellung abgenommen hat. In ihr vereinigen sich architektonische Merkmale von Orient und Okzident. Seit der Unabhängigkeit 1991 zeigt sie eine spürbare Modernisierung. Bei unserer Stadtrundfahrt kommen wir vom Denkmal für die Erdbebenopfer von 1966 in die nur teilweise erhaltene gebliebene Altstadt. Beim Kaffal-Schaschi-Mausoleum aus dem 16. Jahrhundert lässt sich das ursprüngliche Aussehen der Stadt noch erahnen. Vorbei an einem zentralen Markt und der wieder instand gesetzten Kukeldasch-Medrese kommen wir zum Museum für dekorative und angewandte Kunst, wo eindrucksvoll die hohe Qualität unterschiedlichen usbekischen Handwerks zu sehen ist. An dem von der sowjetischen Kultur geprägten Denkmal der Völkerfreundschaft vorbei kommen wir zum Theater für Oper und Ballett von 1947 mit typisch usbekischen Stilelementen. Bei unserer Stadtrundfahrt den sehen wir auch den größten Bau Zentralasiens - das 2009 eröffnete Taschkenter Kongresszentrum.

Anschließend fahren wir entlang der alten Seidenstraße und durch das Tal des Seraschan nach Samarkand. 

3. Tag: Samarkand

Die 2.700 Jahre alte Stadt an der legendären Seidenstraße hat schon immer Reisende in ihren Bann gezogen. Die „Perle der Seidenstraße“ ist vor allem wegen ihrer türkisblauen Kuppeln, den hohen Minaretten und der mit Gold verkleideten Decken in den Moscheen eine Legende. Hier begegnen sich Vergangenheit und Gegenwart. Wir besichtigen den Registan (Sandplatz), das bekannteste Symbol Usbekistans und Weltkulturerbe der UNESCO, mit der Sherdor- und Ulug Bek-Medrese. Weiter geht es zum Gur Emir-Mausoleum der Timuriden, zur wegen  ihrer Größe berühmten Bibi-Chanym-Moschee und zur beeindruckenden Nekropole Schah-i-Sinda. Anschließend haben Sie Freizeit am Basar.

4. Tag:Samarkand - Buchara

Über Kattagurgan, Kamana, durch die Serowniederung und auf der alten Handelsstraße gelangen wir durch die Kysylkum Wüste nach Buchara Scharifa, aristokratisches Buchara, wie diese sagenhafte Stadt auch genannt wird. Auf den Basaren und in den Karawansereien haben sich hier Menschen aus aller Welt getroffen. 

5. Tag: Buchara - Oase Chiwa

Die Fahrt führt uns heute durch die Wüste zur Oase Chiwa, die zwischen der Roten und der Schwarzen Sandwüste liegt. Ihre Vegetation verdankt sie dem Amu-Darja-Fluss mit seinem weitverzweigten Kanalsystem, das sogar den Anbau von Baumwolle in diesem Umfeld möglich macht. 

6. Tag: Oase Chiwa

In der Oasenstadt Chiwa halten wir uns einen ganzen Tag auf. Hier sind bedeutend mehr islamische Baudenkmäler erhalten geblieben als in Samarkand. Wir fühlen uns hier ins Mittelalter versetzt, denn die Altstadt ist als Ganzes erhalten geblieben.  Erstmals ist Chiwa im 9. Jahrhundert in arabischen Schriften erwähnt worden. Die alten usbekischen Kulturdenkmäler zeichnen sich vor allem durch besonders reiches Verwenden von glasierten Platten, Marmor und Holzschnitzereien aus. Das Zentrum der alten Innenstadt Itschan Kala bilden die Dshuma-Moschee und das Minarett Islam Hodscha, der höchste und schönste Bau Chiwas, den Ringe aus grün-, braun- und blauglasierten Ziegeln schmücken. Besonders sehenswert sind ferner das Mausoleum von Pahlawan Mahmoud und Sejid-Alauddin, der Harem Tasch-Chawli mit seinen 163 Gemächern und die Medrese Allakuli-Chan. 

7. Tag: Oase Chiwa - Buchara

Auf gleicher Fahrtroute geht es wieder nach Buchara zurück. 

8. Tag: Buchara

Inmitten der Wüste liegt die Oase Buchara, die dem Sand und den Wanderdünen der Kysylkum Wüste trotzt. Hier scheint die Vergangenheit Dschingis Khans und Timurs zum Greifen nah zu sein. Wir besichtigen das Mausoleum aus der Samanidendynastie (10. Jahrhundert), das Mausoleum Chashma-Ayub (12. Jahrhundert), die Moschee und das Minarett Kalan - eines der ältesten islamischen Gotteshäuser, die Medrese und die Zitadelle. Anschließend haben Sie Freizeit für eigene Entdeckungen. 

9. Tag: Buchara - Termiz

Von Buchara geht unsere Fahrt weiter auf der alten Handelsroute nach Karsi, das soviel bedeutet wie Palast. In Karsi sollen 1.320 Paläste der Jagatai-Khane gebaut worden sein. Die Route führt über Derbent und es wird zunehmend bergiger. Vorbei am berühmten Eisernen Tor und entlang des Roten Flusses erreichen wir Termiz. Termiz ist die südlichste Stadt Usbekistans und ist vor allem durch ihr buddhistisches Erbe historisch bedeutsam.

10. Tag: Termiz - Duschanbe

Unsere Fahrt führt durch das Surchandarja-Gebiet nach Norden zur Grenze nach Tadschikistan, das „Land am Fuß der Sonne“. Das Pamir-Gebirge besticht mit seinen Ausläufern und seinen wunderschönen, glasklaren Gebirgsbächen. Anschließend fahren wir über Tursunzade zur historischen Festung Hissar, die im 19. Jahrhundert dem Emir von Buchara als Residenz gedient hat. Nun erreichen wir Duschanbe, die einladende Hauptstadt von Tadschikistan mit großzügig angelegten Parks, Platanen- und Pappelalleen.

11. Tag: Duschanbe

Heute spazieren wir durch die Hauptstadt Tadschikistans. Wir beginnen auf unserem Rundgang mit dem Ajni-Platz entlang dem Rudaki-Prospekt, vorbei am Opernhaus und dem Präsidentenpalast, der Somonistatue, dem Wahrzeichen Duschanbes. Weiter geht es zur Chodza-Jakub-Moschee und dem lebendigen Grünen Basar. Wir kehren in dem bekanntesten und kunstvoll verzierten Teehaus Rochat ein. Anschließend besuchen wir das Museum der Antike, mit der 12 m langen und fünf Tonnen schweren Buddhastatue.  Nach dem Mittagessen machen wir einen Ausflug ins Varzobtal, wo wir einen guten Einblick in das Leben und Arbeiten der Bevölkerung in dieser Region bekommen. Bei einer Wanderung (ca. 1-2 Std.) entlang des Flusses, erleben wir eine wunderschöne Landschaft. Am Abend essen wir eines der traditionellen Gerichte in einem typischen Restaurant. 

12. Tag: Duschanbe - Khujand

Wir verlassen Duschanbe nach Norden und kommen in karge, immer steilere Berge mit atemberaubenden Blickpunkten auf langgezogene Bergketten und unzählige Seitentäler. Wir erreichen schließlich den Anzob Pass, der in 3.337 Metern Höhe die Grenze zwischen Nord- und Südtadschikistan bildet. Den überschreiten wir durch einen spektakulären Tunnel, bevor es steil hinunter geht in die wunderschöne Varzobschlucht. Wir durchqueren das Zerafshantal mit dem Städtchen Ayni und fahren noch über den Sachristanpass, bevor es wieder hinunter ins Tal und in das wirtschaftlich bedeutende Khujand geht. Die Stadt am Syr-Daria Fluss bietet eine schöne Stimmung, geprägt von alter russischer Kolonialarchitektur. 

13. Tag und  14. Tag: Khujand - Osch - Sary-Tash

Wir verlassen heute Khujand ostwärts, dabei fahren wir erst entlang dem riesigen  Kajrakum-Stausee, dem Khujaner Meer, und dann dem fruchtbaren Ferghana-Tal entlang in Richtung Osch. Wir überschreiten die Grenze nach Kirgistan und erreichen dort eine schöne Übernachtungsstelle in freier Natur. Die weitere Fahrt führt vorbei an Osch, eine der ältesten Städte Zentralasiens. Erst danach wird die Landschaft typisch Kirgisisch: grüne Hochtäler, hohe Berge. Wir überschreiten nacheinander zwei hohe Pässe und begegnen öfters Nomaden, die in Jurten leben und hier oben im „Jailoo“ (die Alm) den Sommer mit ihren Pferden verbringen. Wir genießen die großen Gebirgslandschaften und die hübschen Dörfer der Kirgisen.  Wir erreichen Sary-Tash, wo uns eine beeindruckende Übernachtung in 3.200 Metern Höhe bei einem Jurtencamp mit Blick auf die vergletscherten 7000er Gipfel des Pamirs erwartet. 

15. Tag: Sary-Tash - Kashgar

Die Route führt über einen 3.450 m hohen Pass zum Grenzort Irkeshtam und wir reisen nach China ein. Eine neu ausgebaute Gebirgsstraße führt uns zur berühmten Oasenstadt Kashgar, dem geistigen Zentrum und „Hauptstadt“ der muslimischen  Uiguren. Die westlichste Stadt Chinas ist umgeben von Wüsten und Hochgebirgen. In seiner über 2.000jährigen Geschichte entwickelte sich Kashgar von einem wichtigen Kultur- und Handelsknotenpunkt an der alten Seidenstraße zur strategischen Drehscheibe zwischen islamischen und chinesischen Machtinteressen. 

16. Tag: Ausflug zum Kalakulsee

Heute verlassen wir Kashgar in Richtung Shufu, dem Karakorum Highway entlang. In zahlreichen Dörfern und Siedlungen begegnen wir den türkisch sprechenden Uiguren. Vorbei an einer Reihe von Flussoasen verlassen wir das Tarimbecken und kommen durch enge Schluchten hinauf in das Pamirgebirge (das Dach der Welt). Die Fahrt führt über Bulun Köl, wobei wir auf Hochweiden kleine Yakherden und das Treiben um kirgisische Yurten beobachten können. Am Kalakulsee - mit Blick auf eine atemberaubende Bergkulisse mit den Pamir-Riesen Múztagata (7.546 m) und Kongúr (7.719 m) - haben Sie einen freien Aufenthalt zur eigenen Gestaltung. 

17. Tag: Berühmte Oasenstadt Kashgar

Wir verbringen einen ganzen Tag in Kashgar. Mit seinen unterschiedlichen Völkern, Sprachen und Basaren ist die Oasenstadt eine Mischung von altem Orient und modernem China. Zunächst fahren wir zum am Rande der Stadt gelegenen Abakh Hoja-Mausoleum aus dem 17. Jahrhundert, wo sich neben einer Moschee auch ein großes Gräberfeld befindet. Hier ist immer noch die Legende um die schöne Xiang Fei, die „duftende Konkubine“, lebendig. Danach geht es zur restaurierten Id Kah-Moschee, dem geistigen Zentrum der muslimischen Uiguren der Stadt. Mit eindrucksvollem Torbau und 60 m Länge ist sie die größte Moschee Chinas. Anschließend bummeln wir noch durch die sehenswerten Handwerkerstraßen im Zentrum. Hier haben Sie auch Freizeit zur eigenen Gestaltung im Zentrum von Kashgar.

18. Tag: Kashgar - Aksu

 Entlang den Ausläufern des mächtigen Tien Shan-Gebirges mit Gipfeln über 7.000 Metern führt die im Ausbau begriffene Strecke am Nordrand des Tarimbeckens auf den Spuren der alten Seidenstraßen nach Osten. Das Tarimbecken zählt mit rund 530.000 km² zu den großen Trockenräumen der Erde. Es ist in den letzten 40 Jahren durch intensive Landerschließung und Anpflanzung von Millionen von Bäumen in eine intensive Kulturlandschaft verwandelt worden. Doch die südlichen, riesigen Wüstengebiete der Taklamakan sind genauso spürbar wie der Mythos um die hier einst verlaufende nördliche Seidenstraße. Die Karawanenroute hat über Jahrhunderte China über Persien mit fernen Ländern im Westen verbunden. Nach unserem Aufenthalt in Sanchakou - mit mehreren kleinen Restaurants - führt die Straße weiter durch Salztonebenen. Es eröffnen sich eindrucksvolle Blicke auf das schneebedeckte Hauptmassiv des Tien Shan-Gebirges. Erst vor Aksu, wo sich der gleichnamige Fluss mit dem Kashgar-He zum Tarimfluss verbindet, zeigt sich wieder das Bild einer fruchtbaren Oasenlandschaft. Aksu, nur 50 km südlich der Grenze zu Kasachstan, war in den 60er Jahren Zentrum der Landerschließungsprogramme und hat sich inzwischen zu einer modernen Industriestadt entwickelt.

19. Tag: Aksu - Kuqa

Wir verlassen die fruchtbare Oase um Aksu, wo mit Hilfe künstlicher Bewässerung hohe landwirtschaftliche Erträge erzielt werden und biegen bei Karayulgun auf die Nebenroute nach Baicheng ab. Durch wüstenhafte Zonen, geprägt von Erosionslandschaft, erreichen wir über einen steilen Absturz das Tal des Muzatiflusses. Hier befinden sich in landschaftlich schöner Lage die buddhistischen Grotten von Kizil. Während Kuqa an der Seidenstraße ein reiches Handelszentrum mit königlicher Residenz der Tocharer war, haben hier zurückgezogen in klösterlicher Abgeschiedenheit buddhistische Mönche gelebt. Sie haben große Gelehrte hervorgebracht, wie Kumarajiva im 4. Jahrhundert. Die noch mit deutlich indischem Einfluss ausgemalten Meditationshöhlen sind Anfang dieses Jahrhunderts unter den deutschen Forschern Grünwedel und Le Coq während der so genannten Turfan-Expeditionen entdeckt worden. Leider sind sie ausgeplündert. Um den erhaltenen Rest zu schützen, sind auf einem Rundgang nur etwa 8 bis 10 Grotten freigegeben (absolutes Fotografierverbot!). Anschließend führt die Straße durch eindrucksvolle Schluchtenlandschaft mit farbigen Sandsteinschichten in die Oasenstadt Kuqa. Ihre Geschichte ist eng mit Aufstieg, Blüte und Verfall der Seidenstraße verbunden.

20. Tag: Kuqa - Korla

Wir fahren zu den 12 km nördlich von Kuqa liegenden Ruinen der alten Klosterstadt Subashi. Sie ist im 4. Jahrhundert erbaut und unter den Mongolen im 13. Jahrhundert zerstört worden. Neben hohen Lehmmauern erheben sich die Reste eines noch erkennbaren buddhistischen Stupas. Auf der Weiterfahrt treffen wir auf Flächen mit versalzenen Böden, aber auch auf ein Gebiet mit regem Kohleabbau. Noch vor der Industriestadt Korla begleitet uns wieder ein Grüngürtel, der sich scharf zur Wüste abgrenzt. Korla ist nicht nur die Hauptstadt des autonomen mongolischen Distrikts Bayingoleng, sondern auch wirtschaftlicher Mittelpunkt neu erschlossener Erdöl- und Erdgasfelder, was sich bereits im modernen Stadtbild zeigt.

21. Tag: Korla - Turfan

Am über 1.000 km² großen Bostensee entlang, der nicht nur der Fischzucht dient, sondern wo auch große Mengen an Schilf gewonnen werden, überqueren wir den Kaidufluss. Ihm verdankt der größte Süßwassersee Chinas seine Existenz. Durch fast unbewohnte, wüstenhafte Gebiete führt die Straße nachmittags durch das Qoltag-Gebirge mit oft eindrucksvollen Bergformationen. Auf einer engen Passstraße durch tiefe Schluchten und entlang eines Flusslaufes erreichen wir schließlich die Oase Toksum, um danach in die Turfansenke abzubiegen. Sie ist als Senkungsfeld mit ca. 78.000 km² Größe und ca. 150 m unter dem Meeresspiegel gelegen die heißeste Region Chinas. Durch künstliche Bewässerung ist hier am Nordostrand der Taklamakanwüste über Jahrhunderte eine einzigartige Oasenlandschaft geschaffen worden. Hier wachsen die berühmten kernlosen Weintrauben in großen Mengen. 

22. Tag: Turfan

Der an Besichtigungen reiche Tag führt uns zunächst an den Ostrand der 10.300 km² großen Turfanoase. An den so genannten Flammenbergen, die in Legenden um die Pilgerfahrt Xuangzangs im 7. Jahrhundert erwähnt werden, liegen im landschaftlich schön gelegenen Tal des Murtukflusses die berühmten buddhistischen Höhlen von Bezeklik. Die meisten der erhaltenen Grotten stammen aus der Tangzeit (618 - 907) und sind wie die Grotten der Tocharer von Kizil ein Zeichen dafür, dass vielfältige religiöse Strömungen über die damals noch buddhistischen Uiguren bis China gelangt sind. Deutlich tritt aber gegenüber Kizil der von China geprägte Malstil hervor, aber auch der von der deutschen Turfan-Expedition zurückgelassene Schaden ist sichtbar. Anschließend führt die Route in das nahe Gaochang, das vom 3. - 5. Jahrhundert den chinesischen Fronttruppen als Hauptstadt gedient hat. Vom 7. - 9. Jahrhundert war es eng mit dem Reich der Mitte verbunden. Wir kommen beim Rundgang bis zu einem zentralen Klosterbezirk, wobei die gewaltigen Stadtmauern und das enorme Ausmaß der Stadt beeindrucken. In nächster Nähe befindet sich das Gräberfeld von Astana, das zu Gaochang gehört hat. Hier sind drei unterirdische, chinesische Grabkammern aus dem 5. - 6. Jahrhundert mit interessanten Wandmalereien zu sehen. In der Nekropole, in der man fast 600 Jahre lang Menschen aus allen sozialen Schichten bestattet hat, sind viele Mumien und Grabbeigaben gefunden worden. Auf dem Rückweg in die Stadt besuchen wir die inzwischen restaurierte Eminmoschee, die mit ihrem interessanten Minarett 1776 erbaut worden ist. Nach kurzer Mittagspause fahren wir in den Westen der Oase. In einem kleinen Ort hat sich ein typisch unterirdischer Bewässerungskanal (Karez) erhalten, wie er in dieser Form auch im Südosten des Irans zu finden ist. Wir besuchen ein kleines Museum. Beim Rundgang überrascht die Menge des unterirdisch fließenden Wassers. Zum Schluss fahren wir zu den Ruinen der einst mächtigen Stadt Jiaohe (Yarkhoto), die auf einem natürlichen Lösshügel gut 30 m über einem Flusstal liegt. Das bis ins 3. Jahrhundert mächtige Königreich hat nach seiner Eroberung rasch an Bedeutung gegenüber Gaochang verloren. Geblieben ist ein weites Ruinenfeld mit großen, buddhistischen Tempelanlagen. Nach dem Besuch eines kleinen Museums folgt der Aufstieg mit einem weitläufigen Rundgang. 

23. Tag: Turfan - Urumchi

Die Straße führt zurück durch wüstenähnliche Landstriche, bis sie zwischen dem Bodga Shangebirge und dem Borohoro Shangebirge langsam durch einen so genannten Windkanal aufsteigt. Durch ihn strömt kalte Luft aus dem Norden in die tief liegende Turfansenke, was zu einem stets stark wehenden Wind führt. Inzwischen wird der Wind für moderne Windkraftanlagen genutzt. Nach den Ruinen der alten Sperrfestung von Dabancheng erreichen wir die Hochebene und auf guter Straße Urumchi, die Hauptstadt der Provinz Xinjiang Die Millionenstadt, zwischen der Jungaraiebene und dem Tarimbecken gelegen, ist das Tor zu China. Die Stadt ist durch die reichen Bodenschätze (Eisen, Kohle und Erdöl) wirtschaftlich nicht so stark isoliert wie das von der uigurischen Kultur geprägte Kashgar.

Die Rundfahrt durch die moderne Stadt Urumchi beginnt nachmittags mit dem Besuch des historischen Museums mit Funden aus einst bedeutenden Orten entlang der Seidenstraßen. Der anschließende Aufstieg auf den so genannten Roten Berg mit einer Pagode, dem Wahrzeichen der Stadt, bietet einen interessanten Blick. Der Weg in das alte Zentrum von Urumchi führt zum großen Theater, das 1950 im uigurischen Stil erbaut worden ist. Von dort kommen wir zu Fuß zur Shaanxi Da Si-Moschee, die von der muslimischen Hui-Minderheit 1875 im typischen chinesischen Pagodenstil errichtet worden ist und damit einen sichtbaren Unterschied zu den Moscheen in Kashgar aufweist. Sie haben Freizeit für einen Bummel. 

24. Tag: Rückflug 

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