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Expeditionsreise Äthiopien I 2017


Äthiopien nimmt in Afrika eine kulturhistorische Sonderstellung ein. Wir sehen und erleben während dieser Expeditionsreise auf der Historischen Route eine Fülle von Kunstschätzen und Baudenkmälern des seit dem 4. Jahrhundert durch christlich-orthodoxe Kultur geprägten Landes. Die einzigartigen Landschaftspanoramen, die außergewöhnliche Vegetation und die traditionsgebundene Lebensweise der Bewohner üben auf uns Besucher eine Faszination von nachhaltiger Eindringlichkeit aus.

  • Übernachtung in freier Natur im Awash Nationalpark
  • Felsenkirchen von Lalibela
  • Alte Hauptstadt Axum
  • Eine Übernachtung in freier Natur im Semien Gebirge
  • Gondar, ehemalige Residenzstadt der Könige
  • Bootsfahrt auf dem Tanasee mit Besuch der Klosterkirche Narga Selassie auf der Insel Dek
  • Faszinierende Landschaften: Semien Gebirge, Wasserfälle des Blauen Nils,
  • Afrikanischer Grabenbruch

>> Blogbeitrag zur Reise

Tagesprogramm der Rundreise


1. Tag: Flug nach Addis Abeba

Wir fliegen mit einer planmäßigen Linienmaschine nach Addis Abeba in Äthiopien. Der Treffpunkt und die Abflugzeit werden Ihnen 6 bis 8 Wochen vor Reisebeginn bekannt gegeben.

2. Tag: Addis Abeba - Ziwaysee

Die Fahrt führt durch die fruchtbaren Ackerbau- und Viehzuchtregionen in den Südwesten der ehemaligen Provinz Shoa. Besichtigung des Stelenfeldes von Tiya, dessen Entstehungszeit in die vorchristliche Zeit zurückreicht. Weiterfahrt nach Butajira durch das Land der Gurage gekennzeichnet durch malerische Einzelgehöfte inmitten von Enseteplantagen. Nach der Mittagspause erreichen wir das bekannte Vogelparadies am Ziwaysee.

3. Tag: Ziwaysee - Awash Nationalpark

Auf der Rift Valley Road geht es Richtung Norden entlang des Ostafrikanischen Grabenbruchs und vorbei am Kokastausee nach Nazret, eine der größeren und modernen Städte des Landes. Auf der Weiterfahrt zum Awash Nationalpark durchqueren wir eine eindrucksvolle Vulkanlandschaft mit zahlreichen Kratern in der Umgebung des Fantaleberges mit seinen gut sichtbaren Lavaströmen. Pirschfahrt durch den für seine Oryxantilopen und endemischen Soemmering-Gazellen bekannten Awash Nationalpark. Aufenthalt an den breiten, schäumenden Wasserfällen des ganzjährig wasserführenden Awash Flusses. Besuch des kleinen Feldmuseums.

4. Tag: Awash Nationalpark - Harrar

Fahrt nach Mieso. Hier verlassen wir das Rift Valley und fahren auf dem Hochplateau mit weiten Ausblicken über die abwechslungsreiche Gebirgslandschaft der Provinz Harrar. Sie wird von den moslemischen Oromo, der zahlenmäßig größten Volksgruppe Äthiopiens bewohnt.

5. Tag: Harrar

Ganztägiger Aufenthalt in Harrar. Im 16. Jh. von einer Stadtmauer umbaut, ist die Stadt das bedeutendste islamische Zentrum des Landes. Spaziergang durch die engen, verwinkelten Gassen der Innenstadt. Besichtigung einiger typischer Häuser der alteingesessenen Harrari: Rimbaud Haus, ehemaliger Palast von Haile Selassie, Palast seines Vaters Ras Makonnen. Der Nachmittag steht zur freien Verfügung. Empfehlenswert ist ein Besuch des geschäftigen Moslemmarktes, auf dem die buntgeschmückten Somali- und Oromofrauen ihre Waren anpreisen. Abends besteht die Möglichkeit, dem „Hyänenmann” bei der Fütterung zuzuschauen.

6. Tag: Harrar - Nazret

Auf der Rückfahrt nach Nazret haben wir eine Überlandfahrt voll wechselnder Eindrücke. Am Wegesrand sehen wir umherziehende Kamelherden der Afar und der Somalis und wir befinden uns im Bereich der Dschibuti-Bahn.

7. Tag: Nazret - Debre Berhan

Über Mojo, Debre Zeit, vorbei an Addis Abeba führt unsere Reise nun in das nordäthiopische Hochland, dem historischen Kernland der staatstragenden, christlichen Völker der Amharen und Tigray. Die Straße verläuft durch eine nahezu baumlose Hochebene mit zahlreichen kleinen Dörfern und bietet immer wieder grandiose Ausblicke in tief eingeschnittene Schluchten.

8. Tag: Debre Berhan - Kambolcha

Auffahrt zu dem 587 m langen Termaber-Tunnel (3.250 m), der von den Italienern unter Mussolini gebaut wurde. Mit etwas Glück sieht man die nur in Äthiopien anzutreffenden Gelada-Paviane. Nach dem kleinen Bergdorf Debre Sina führt die Fahrt steil hinunter auf die Talsohle des Ostafrikanischen Grabens (1.066 m). Den weiteren Weg über Robit, Senbete nach Kambolcha säumen Felder mit Sorghum, Teff - eine einheimische Getreideart- und Gemüse.

9. Tag: Kambolcha - Lalibela

Bis Dese, Hauptstadt der ehemaligen Provinz Wollo, sind es nur mehr knapp 25 km. Die dabei zu überwindende Bruchstufe zählt zu den landschaftlichen Höhepunkten der heutigen Strecke. Die Fahrt führt über ein fruchtbares Hochland, dessen Gebirgszüge immer wieder von Flusstälern durchschnitten werden. Vorbei am Hayksee, dessen Kloster Istefanos in der Geschichte des christlichen Äthiopiens eine bedeutende Rolle spielte, kommen wir über Wichale nach Weldiya. Auf der Weiterfahrt nach Lalibela schraubt sich der von Chinesen ausgebauten Werota Highway zunächst in mächtigen Serpentinen hinauf nach Dilb. Weiter geht es über ein Plateau in 3.000 m Höhe über dem Meeresspiegel, bis wir bei Daschenna die Abzweigung nach Lalibela erreichen. Nach ca. 60 km Fahrt, durch die eindrucksvolle Landschaft der historischen Provinz Lasta, erreichen wir Lalibela.

10. Tag und 11. Tag: Lalibela

Lalibela (2.630 m) liegt am Fuß des mächtigen, weithin sichtbaren Mount Abune Yosef. In dieser abgeschiedenen Bergwelt errichtete im 12./13. Jh. König Lalibela aus der Zagwe Dynastie die weltweit einzigartigen Felsenkirchen, die seit 1978 zum UNESCO-Weltkulturerbe gehören. Sie werden oft als das 8. Weltwunder bezeichnet. Die Kirchen sind in zwei Gruppen angelegt, die voneinander durch den Jordanfluss getrennt sind. Besichtigung aller 11 Kirchen. Freizeit mit Möglichkeit zur Teilnahme an einem halbtägigen Ausflug zu Fuß zu der, auf einem Hochplateau gelegenen, Aschetan - Mariamkirche. Der grandiose Blick über die Bergwelt von Lasta entschädigt für die Anstrengung des Aufstiegs. Am Abend haben Sie die Möglichkeit an einem Folkloreabend teilzunehmen.

12. Tag: Lalibela - Mekele

Wir fahren über Sekota und Abergele nach Mekele, der Hauptstadt der nördlichen Provinz Tigre. Häufig ist auch der berühmte Baobab (Affenbrotbaum) zu sehen. Das christliche Äthiopien zeigt sich in der Vielzahl der Kirchen mit ihren typischen, mit Straußeneiern besetzten Dachkreuzen. Tukuls, die äthiopischen Rundhütten, mit Opuntien und Euphorbien umstanden, prägen die Landschaft.

13. Tag: Mekele - Axum

Durch eine zunächst äußerst karge, baumlose Kalksteinregion gelangen wir nach Adigrat. Mittagspause. Auf dem weiteren Weg nach Axum, durchfahren wir eine grandiose von tief eingeschnittenen Canyons zerrissene Gebirgslandschaft. Wir erreichen das Aduagebirge und die historisch bedeutsame Stadt Adua. Diese Gegend erinnert uns an die siegreiche Schlacht von 1896; dabei besiegten die Truppen von Kaiser Menelik II. die italienische Armee.

14. Tag: Axum

Ganztägiger Aufenthalt in Axum, Residenz der legendären Königin von Saba. Mit Axum begründet Äthiopien seinen Ruf als eines der großen Imperien der Antike. Besichtigung der historischen Sehenswürdigkeiten: die einzigartigen königlichen Grabstelen und die älteste äthiopische Kirche, Maria von Zion, deren Ruinen in das 4. Jh. zurückreichen. Im Schatzhaus der neueren Kirche gleichen Namens aus dem 17. Jh. soll die Bundeslade mit den Gesetzestafeln von Moses aufbewahrt sein. Besichtigung des so genannten „Bades der Königin von Saba”, einer großen, noch heute im Gebrauch befindlichen Zisternenanlage. Fahrt zur Palastruine und dem Grab von König Kaleb aus dem 6. Jh. und zum Steinrelief der Löwin von Gobreda.

15. Tag: Axum - Wolkefit Pass

Einen weiteren landschaftlichen Höhepunkt der Reise bildet die Fahrt durch das Semien-Gebirge mit seinen hochaufragenden Basaltkegeln und bizarr gezackten Felsgraten. Hier befindet sich auch inmitten weiterer Viertausender die höchste Erhebung Äthiopiens, der Ras Dashen (4.620 m). Wir unternehmen eine Wanderung mit herrlichen Ausblicken im Semien-Gebirge. Diese Region gehört zu den größten Bergmassiven in Afrika und bietet idealen Lebensraum für Steinböcke, Semien-Füchse, Hyänen und Schakale. Nach Axum durchqueren wir zunächst die 1.000 m abfallende Schlucht des Tekezeflusses und erreichen den auf 3.000 m ansteigenden Wolkefit Pass.

16. Tag: Wolkefit Pass - Gondar

Nachdem wir die Passhöhe überquert haben erreichen wir am späten Vormittag die mittelalterliche Stadt Gondar. Besichtigung der 7.000 m2 großen Burganlage mit dem Schloss des Stadtgründers Kaiser Fasiladas. Ein Kleinod unter den äthiopischen Kirchen stellt das, auch aus der Blütezeit Gondars stammende Kloster Debre Berhan Selassie dar. Die Wandmalereien der Kirche gehören zu den bedeutendsten Beispielen äthiopischer Ikonografie.

17. Tag: Gondar - Bahir Dar

Nach Besichtigung des kleinen Wasserschlosses von Fasiladas fahren wir mit vielen Fotostopps nach Bahir Dar am Südende des Tanasees. Sie haben Freizeit zu Spaziergängen am Ufer des Tanasees oder zum Erholen.

18. Tag: Bahir Dar

Sie haben die Möglichkeit zu einer ganztägigen, erholsamen Bootsfahrt mit einem einheimischen Veranstalter über den Tanasee, Äthiopiens größtem Binnengewässer. An den Ufern und auf den vielen Inseln des Sees liegen bedeutende Klöster, deren Gründung z. T. in das 13. Jh. zurückgeht. Sie standen vor allem während des 17. und 18. Jh. in voller Blüte und sind von den Gondar-Kaisern reich beschenkt worden. Wir besuchen die Klosterkirche Narga Selassie auf der Insel Dek. Diese Klosterkirche darf auch von Frauen besucht werden, dass keine Selbstverständlichkeit in Äthiopien ist. Die liebenswürdigen Mönche zeigen bereitwillig ihre Schätze an alten Manuskripten und Prozessionskreuzen etc.

19. Tag: Bahir Dar - Debre Markos

Am frühen Morgen Abfahrt zu den ca. 30 km entfernten Tisisatfällen. Vor allem nach der Regenzeit stürzen hier die großen Wassermassen des Abay, des Blauen Nils, von der Höhe des Tanasees etwa 45 m hinunter in das tief eingeschnittene Nilbett. Anschließend Fahrt über kleine Streusiedlungen durch das fruchtbare Hochland der Provinz Gojam, Hauptanbaugebiet der einheimischen Getreideart Teff, nach Debre Markos.

20. Tag: Debre Markos - Addis Abeba

Eindrucksvolle Fahrt hinunter zur canyonartigen Schlucht des Blauen Nils. Eine weitgespannte Brücke überquert den Blauen Nil, der von hier aus noch weit über 1000 km zurücklegen muss, ehe er sich mit dem Weißen Nil im Sudan zum großen Strom vereinigt. Nach vielen Serpentinen erreicht die Straße wieder Hochlandhöhe und führt uns zum berühmten Kloster Debre Libanos. Über der Schlucht eines Seitenflusses des Blauen Nils gelegen wurde dieses Kloster von dem bedeutendsten äthiopischen Heiligen Tekla Haimanot im 13. Jh. gegründet. Es ist auch heute noch das reichste und einflussreichste Kloster des Landes. Wir besuchen das Kloster und das dazugehörige Museum. Über den mit dichten Eukalyptushainen bepflanzten Entoto-Gebirgszug kehren wir nach Addis Abeba zurück.

21. Tag: Addis Abeba - Rückflug

Ganztägiger Aufenthalt mit Stadtrundfahrt und Besichtigungen in Addis Abeba. Äthiopiens Metropole ist eine Hochlandstadt, die zwischen 2.300 und 2.700 m über dem Meeresspiegel in einem weiten Talkessel liegt. Die Fahrt durch die Stadt zeigt, dass die 5 Millionen Einwohner zählende Hauptstadt großflächig und kontrastreich angelegt ist. Moderne Architektur entlang der mit Palmen und Eukalyptus gesäumten Avenuen und Plätze, steht im krassen Gegensatz zu den dazwischenliegenden Wellblechsiedlungen. Die Stadt ist kaum hundert Jahre alt und hat sich aus dem ehemaligen Heereslager von Kaiser Menelik II. entwickelt. „Neue Blume“ bedeutet ihr amharischer Name. Besuch des Nationalmuseums, des Ethnologischen Museums und der Dreifaltigkeitskirche „Haile Selassie“. Dann geht es zum Bahnhof von Addis Abeba, der Endstation der abenteuerlichen Djibouti-Bahn. Die Churchill-Road, die Prachtstraße der Hauptstadt, führt uns von der Unterstadt hinauf zur Stadthalle und zur Sankt Georgs-Krönungs-Kathedrale. Ein besonderer Höhepunkt ist der Mercato, Afrikas größter Markt (am Sonntag findet dieser Markt nicht statt). Er ist der pulsierende Mittelpunkt des wirtschaftlichen Lebens der Stadt. Anschließend Transfer zum Flughafen und Rückflug.

22. Tag: Rückflug

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