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Rumänien-Rundreise I 2017


Rumänien ist eines der unbekanntesten Reiseländer Europas. Ganz zu Unrecht, denn es ist ein Land mit spannendster Geschichte und überreich an Naturschönheiten. So beeindrucken die als Weltkulturerbe unter UNESCO-Schutz stehenden Klöster der Bukowina ebenso wie die erhaltenen mittelalterlichen Städte der Siebenbürger Sachsen. Der klangvolle Name „Transsilvanien“, der für unendliche Wälder, beschauliche Dörfer und bewahrte Traditionen und Brauchtum steht, ist uns allen ein Begriff. Eine überaus interessante Reise in ein Land an der Schwelle zum neuen Europa. 

  • Wanderungen in der herrlich unberührten Natur der Karpaten
  • Fahrt mit der letzten echten Waldbahn durch die Karpaten
  • Berühmte Moldauklöster mit wunderschönen Außenfresken
  • Kirchenburgen in Siebenbürgen (Transsilvanien)
  • Schiffsfahrt ins Donaudelta
  • Schwarzes Meer mit herrlicher Küste
  • Abendessen bei einer Bauernfamilie
  • Fahrt auf der Transfagarasastraße

Tagesprogramm der Rundreise


1. Tag: Passau - Budapest

Um 8.30 Uhr beginnt die Reise in Tittling bei unserem Hotel Dreiburgensee. Um 9.00 Uhr halten wir in Passau bei unserem Hotel Rotel Inn, 50 m vom Hauptbahnhof entfernt, direkt am Donauufer. Wir fahren auf der Autobahn zur Grenze nach Österreich. Anschließend fahren wir weiter über Linz und Wien zur österreichisch-ungarischen Grenze bei Hegyesalom. Weiter geht es über Raab (Györ) nach Budapest.

2. Tag: Budapest - Sapanta

Auf der M3 führt die Fahrt Richtung Osten zur ungarisch-rumänischen Grenze. Anschließend fahren wir an Satu Mare vorbei und erreichen unseren Übernachtungsplatz in Sapanta.

3. Tag: Ausflug nach Oberwischau (Viseu de Sus)

Mit dem Rotel-Bus fahren wir nach Viseu de Sus (Oberwischau). Dann unternehmen wir mit der letzten echten Waldbahn der Karpaten einen unvergesslichen Ausflug mit Mittagessen. Die Fahrt führt durch das Wassertal (Valea Vaser) und erschließt ein riesiges  weitgehend unberührtes Gebiet in der Maramures, entlang der rumänisch-ukrainischen Grenze. Erst relativ spät, ab 1932 erbaut, ist diese letzte Waldbahn Europas, wenn nicht sogar der Welt, die bis heute voll in Betrieb ist. Ab Viseu de Sus wieder Rückfahrt mit dem Rotel-Bus nach Sapanta. Anschließend Begrüßungsessen umrahmt mit Folklore.

4. Tag: Sapanta - Borsa

Wir besichtigen den „Fröhlichen Friedhof“ von Sapanta. Anschließend geht es über Sighetu-Marmatiei in das Iza-Tal, wo wir mit der einzigartigen Holzarchitektur dieser Gegend vertraut werden. Vor allem die Kirchen mit ihren spitzen Türmen sowie die herrlichen, holzgeschnitzten Tore haben Berühmtheit erlangt. Wir besichtigen das Kloster von Barsana sowie die Holzkirche in Rozavlea. Fahrt nach Borsa. Am Nachmittag unternehmen wir eine Wanderung (ca. 3 Std., mittel bis schwer, Wanderschuhe erforderlich) im Nationalpark Rodna-Gebirge. Die Wanderung führt bis zum „Wasserfall der Pferde“, der höchste Wasserfall Rumäniens (92 m). Alternativ kann auch ein Spaziergang unternommen werden.

5. Tag: Borsa - Campulung Moldovenesc

Die Fahrt führt über den Prisloppass (1.416 m) in die Bukowina bis nach Campulung Moldovenesc. Anschließend besichtigen wir die berühmten Moldauklöstern. Ihre einzigartigen Fresken haben sich, auch an den Außenmauern der Kirchen trotz aller Witterungseinflüsse, über viele Jahrhunderte in leuchtenden Farben erhalten. Wir fahren nach Moldovita und besichtigen das Kloster aus dem 16. Jh. Die Kirche befindet sich in einem durch Gebäude und Verteidigungsmauern gebildeten Viereck. Anschließend geht es weiter über Frumosu und Vama zum Kloster Voronet, einem der berühmtesten Moldauklöster. Die leuchtend blaue Grundfarbe der Fresken dieses Klosters ist unter der Bezeichnung „Voronet-Blau“ in die Kunstgeschichte eingegangen. Von Voronet aus kommen wir über Gura Humorului zum Kloster Humor - einer Bojarenstiftung. Nach der Besichtigung kehren wir zurück nach Campulung Moldovenesc.

6. Tag: Campulung Moldovenesc - Sighisoara (Schäßburg)

Über den Mestecanis-Pass (1.096 m) erreichen wir den Kurort Vatra Dornei und kommen anschließend in das Tal des Bistritza Flusses. Durch dieses malerische Tal der Ostkarpaten gelangen wir zum Stausee Izvorul Muntelui. In zahlreichen Kurven am Ostufer des Sees entlang erreichen wir die grandiose Bicaz-Klamm. Hier ist die Grenze zwischen der Moldau und Siebenbürgen. Anschließend machen wir einen kurzen Stopp beim Roten See, im Volksmund auch „Mördersee“ genannt. Über Gheorgheni geht es ins Hochland von Siebenbürgen, das bereits im 12. Jh. durch die Siebenbürger Sachsen besiedelt worden ist. Auf dem so genannten „Königsboden“ haben sie über Jahrhunderte hinweg ihre Autonomie bewahrt. Anschließend führt die Fahrt zu unserem Übernachtungsplatz in Sighisoara.

7. Tag: Sighisoara - Brasov (Kronstadt)

Besichtigung der Altstadt in Sighisoara. Die Siebenbürger Kleinstadt Sighisoara ist ein lebendiges Freilichtmuseum mittelalterlicher Baukunst. Anschließend führt die Fahrt nach Prejmer/Tartlau: Besuch der wunderschönen Kirchenburg, UNESCO Weltkulturerbe. Weiter fahren wir nach Rasnov (Rosenau) und steigen hoch zur Rosenauer Burg. Nach der Besichtigung geht es weiter zum Ort Bran und zur Törzburg. Diese wird dem Besucher auch als die Burg des Grafen Dracula präsentiert, obwohl Vlad Tepes, die historische Figur des blutrünstigen Grafen, nie hier gewohnt hat.

8. Tag: Die Umgebung von Brasov

Mit dem Leihbus fahren wir nach Brasov. Besichtigung der Altstadt mit Marktplatz, Rathaus, „Schwarze Kirche“ - Wahrzeichen der Stadt und Katharinentor. Ein besonderer Höhepunkt ist eine Führung mit Professor Oletan im Museum der ersten rumänischen Schule. Nach einer Freizeit fahren wir nach Sinaia, wo wir uns das Schloss Peles, die Sommerresidenz der rumänischen Könige, ansehen. Das Schloss ist ein klassisches Beispiel für die Architektur des Historismus.

9. Tag: Brasov - Mamaia-Sat

Wir verlassen Siebenbürgen und fahren durch das malerische Prahovatal in südlicher Richtung weiter in die Walachei. Bei Ploiesti zweigen wir ab und gelangen in die Baraganebene. Bei Giurgeni überqueren wir eine der wenigen Donaubrücken, bevor wir am frühen Nachmittag Mamaia, den wohl berühmtesten Urlaubsort an der Schwarzmeerküste, erreichen. Wir übernachten direkt am Schwarzen Meer mit der Möglichkeit, zu baden.

10. Tag: Ausflug ins Donaudelta

Wir fahren nach Tulcea, den Ausgangspunkt für die Schiffsfahrten ins Donaudelta. Hier besteigen wir unser Ausflugsschiff und machen einen 5 Std.-Ausflug in die amphibische Urlandschaft und in das Labyrinth von Wasseradern. Das Donaudelta gehört zu den größten Flussdeltas der Welt und ist nach dem Wolgadelta das Zweitgrößte Europas. Nach der Bootsfahrt haben Sie die Möglichkeit Fisch zu essen. Anschließend fahren wir zurück zu unserem Übernachtungsplatz in Mamaia.

11. Tag: Mamaia-Sat - Bukarest

Der Vormittag lädt noch einmal zum Schwimmen im Schwarzen Meer ein. Nach der Mittagspause fahren wir über Medgidia entlang dem Donau-Schwarzmeer-Kanal in Richtung Bukarest. Bei Cernavoda überqueren wir die Donau und bei Fetesti den Donauarm Borcea. Am späten Nachmittag erreichen wir die rumänische Hauptstadt Bukarest.

12. Tag: Bukarest

Vormittags unternehmen wir eine Stadtrundfahrt in Bukarest, einst „Paris des Ostens“ genannt. Dabei lernen wir die facettenreiche Metropole mit seiner wechselvollen Geschichte kennen: Triumphbogen, Athenäum, Patriarchenkirche, Palast des Volkes, Freilichtmuseum u. a. Anschließend haben Sie Freizeit.

13. Tag: Bukarest - Carta (Kerz)

Wir verlassen Bukarest und kommen auf die Autobahn nach Pitesti und weiter nach Curtea de Arges, wo wir die Bischofskirche besichtigen. Sie ist die Grabstätte der Hohenzollern, der rumänischen Könige. Anschließend fahren wir über Rimnicu Vilcea nach Cozia. Hier befindet sich das Kloster Cozia aus dem 14. Jh. Es ist eines der schönsten Klöster der Walachei. Nach der Besichtigung durchqueren wir durch das malerische Olttal die Südkarpaten. Wir verlassen die Walachei beim Roten-Turm Pass und kommen wieder nach Siebenbürgen. Weiter führt die Fahrt nach Carta. Wir besichtigen die Klosterruinen der Zisterzienser.

14. Tag: Carta - Transfagarasanstraße - Sibiu (Hermannstadt)

Fahrt auf der zweithöchsten befahrbaren Straße Rumäniens (nach Transalpina), in die Südkarpaten bis auf eine Höhe von 2.050 m. Wir genießen eine atemberaubende Landschaft. Wir haben einen Aufenthalt beim Balea Wasserfall (70 m). Die Transfagarasanstraße ist eine der schönsten Bergstraßen der Welt, gebaut von Nicolae Ceausescu vor 40 Jahren (1970-1974). Wir unternehmen eine Wanderung (ca. 2 Std., schwer)  am Balea-See. Alternativ kann auch ein Spaziergang unternommen werden. Anschließend Spaziergang durch das typische rumänische Dorf. Nach der Rückkehr besuchen wir eine Bauernfamilie, bei der wir zum Abendessen bewirtet werden. Rückfahrt nach Carta und weiter zu unserem Übernachtungsplatz in Ocna Sibiului in der Nähe von Sibiu (Hermannstadt).

15. Tag: Sibiu und Umgebung

Wir machen einen Stadtrundgang mit Besichtigung der Altstadt: Großer Ring, Kleiner Ring, katholische Kirche, Fußgängerzone, orthodoxe Kathedrale, historisches Brukenthalmuseum, evangelische Stadtpfarrkirche aus dem 14. Jh., die weit von der Heimat entfernt ihre deutsche Kultur über Jahrhunderte bewahrt hat. Nach der Mittagspause fahren wir nach Heltau und Michelsberg wo wir zwei schöne Kirchenburgen besichtigen werden.

16. Tag: Sibiu - Debrecen

Wir fahren nach Alba Iulia (Karlsburg) und haben einen kurzen Aufenthalt in der Altstadt mit der katholischen Kathedrale aus dem 12. Jh., der Vereinigungskathedrale (Vereinigung Siebenbürgens mit Rumänien 1918) und der Verteidigungsanlage. Wir erreichen die rumänisch-ungarische Grenze bei Bors und fahren zu unserem Übernachtungsplatz in Debrecen.

17. Tag: Debrecen - Budapest

Über Mezokövesd, Gyöngyös und Hatvan fahren wir nach Budapest. Am Nachmittag machen wir eine Stadtrundfahrt in der ungarischen Hauptstadt: Alt-Buda mit türkischem Bad, Varhegy/Burgberg mit Fischerbastei, Mathiaskirche und St. Stephansdenkmal, Gellertberg mit Zitadelle, Kettenbrücke, Parlament, Heldenplatz mit Mileniumsdenkmal und den Statuen der bedeutendsten geschichtlichen Persönlichkeiten.

18. Tag: Budapest - Passau

Um 7.00 Uhr fahren wir ab. Die Heimreise führt über Tatabanya und Raab (Györ) nach Sopron zur ungarisch-österreichischen Grenze. Über die Autobahn fahren wir zurück nach Passau zum Rotel Inn. In Passau kommen wir, je nach Verkehrslage, um ca. 17.30 Uhr an und fahren weiter nach Tittling zum Hotel Dreiburgensee, wo um ca. 18.00 Uhr die Reise endet.

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