640 Rundreise Kamerun - Ganz Afrika in einem Land

Unsere Reise durch Kamerun führt in ein Land voller Kontraste und Vielfalt - nicht umsonst wird es als „Afrika im Kleinformat“ bezeichnet. Wir erkunden tropische Regenwälder, vulkanische Küsten und fruchtbare Hochebenen und stoßen immer wieder auf Spuren aus der deutschen Kolonialzeit. Wir begegnen der lebendigen Kultur der Bamiléké und Bamoun, besuchen Schutzprojekte für Primaten, bewundern spektakuläre Wasserfälle und gleiten in Pirogen durch üppige Flusslandschaften. Begegnungen mit lokalen Gemeinschaften und Dorfbewohnern verschiedener Ethnien vermitteln ein authentisches Bild des Landes und machen diese Rundreise zu einem faszinierenden Abenteuer.

 

  • Deutsche Kolonialgeschichte in Limbe und Buea am Mount Cameroon
  • Spektakuläre Ekom- Wasserfälle, Drehort eines Tarzan-Films
  • Traditionelle Königshöfe von Batoufam und Bandjoun
  • Farbenfrohe Freitagsprozession des Sultans in Foumban
  • Pirogenfahrt durch unberührte Flusslandschaften in Ebogo
  • Primatenschutz im Mefou-Park mit Flachlandgorillas und Schimpansen
  • Einzigartige Lobé-Wasserfälle direkt am Atlantik
  • Besuch bei einer Pygmäengemeinschaft im äquatorialen Regenwald

Leistungen

  • Deutschlandweite Anreise mit der Bahn zum Abflugort und zurück in der 2. Klasse
  • Linienflug mit Turkish Airlines oder einer anderen renommierten Fluggesellschaft von Frankfurt nach Douala und zurück in der Economy-Klasse, alle Transfers 
  • Luftverkehrsteuer, Flughafengebühren, Treibstoffzuschlag
  • Rundreise mit einem gut ausgestatteten einheimischen Reisebus
  • 12 Übernachtungen in einfachen, gut ausgewählten Hotels und Lodges im DZ mit Halbpension (Aufenthalt in Kribi, ohne Verpflegung) 
  • Deutsch sprechende örtliche Studienreiseleitung
  • Eintrittsgebühren, Gebühren für lokale Guides

Reisedaten

Reisenummer: 640
Reiseart: Hotelreise
Dauer: 14 Tage

Aufpreis Einzelzimmer: 670 €

Reiseverlauf

1. Tag: Flug nach Douala
Linienflug nach Douala in Kamerun. Treffpunkt und genaue Abflugzeit erhalten Sie 8 bis 10 Wochen vor Reisebeginn.

2. Tag: Douala - Limbe
Früh am Morgen fahren wir nach Limbe, einer charmanten Küstenstadt am Atlantik. Wir spazieren durch den historischen botanischen Garten, der schon zu deutscher Kolonialzeit angelegt wurde und in dem heute noch geforscht wird. Im Limbe Wildlife Centre erfahren wir, wie bedrohte Affenarten gepflegt und auf ein Leben in der Natur vorbereitet werden. Danach wandern wir am schwarzen Vulkanstrand entlang und sehen die erstarrten Lavaströme des Mount Cameroon, die bis ins Meer reichen.

3. Tag: Limbe - Buea
Heute führt uns die Reise nach Buea, idyllisch gelegen am Fuß des Kamerunbergs, einem 4095m hohen aktiven Vulkan. Ab dem Jahr 1901 entwickelte sich Buea zum Verwaltungszentrum der deutschen Kolonialherrschaft in Kamerun. Zuvor befand sich die Kolonialverwaltung von 1885 bis 1901 in Douala, ehe Gouverneur Jesko von Puttkamer den Sitz in das angenehmere, kühlere Buea verlegte. Noch heute erinnern der ehemalige Gouverneurspalast, der Bismarckbrunnen und ein deutscher Friedhof an diese historische Epoche. Auf einer leichten Wanderung durch die Berglandschaft besuchen wir einen milchwirtschaftlichen Betrieb aus der Kolonialzeit, folgen den Mäandern des Mungo-Flusses und spazieren durch Eukalyptuswälder.

4. Tag: Buea - Melong - Bangoulap
Unser Weg führt uns heute durch üppig grüne Plantagen voller Pfeffer, Kakao, Bananen und Ananas. Unser nächstes Ziel sind die imposanten Ekom-Wasserfälle. An diesem spektakulären Ort wurden 1984 Szenen des Tarzan-Films mit Christopher Lambert gedreht. Der Nkam-Fluss stürzt hier rund 80 Meter in die Tiefe und bildet einen gewaltigen Talkessel mitten im tropischen Regenwald. Anschließend besuchen wir eine kleine Käserei in Mbouroukou, wo wir regionale Käsespezialitäten probieren können. Am Nachmittag erreichen wir Bangoulap und lassen den Tag dort ausklingen.

5. Tag: Bangoulap - Batoufam - Bandjoun - Kouoptamo
Nach dem Frühstück besuchen wir die Jean-Félicien-Gacha-Stiftung, die malerisch in den Hügeln des Kameruner Graslands liegt. Die Stiftung wurde gegründet, um Bildung, Kultur und den Erhalt von Traditionen zu fördern. Bei unserem Rundgang lernen wir das Kulturzentrum kennen, das mit Werkstätten, einer Bibliothek und einem Auditorium Raum für Wissensaustausch und Begegnungen bietet. Wir spazieren durch den botanischen Garten mit seinen Heilpflanzen und erfahren mehr über die Bedeutung traditioneller Medizin und über die traditionelle Architektur der Region. Weiterfahrt nach Batoufam, wo wir den traditionellen Königshof und sein Museum erkunden. Die Anlage gehört zu den bedeutendsten Königshöfen der Volksgruppe der Bamiléké und ist ein lebendiges Zentrum für Kultur und Geschichte. Auf dem weitläufigen Gelände mit Palast, heiligem Wald und kunstvoll geschnitzten Türen erfahren wir mehr über die Ahnenreihe der 14 Könige und die Rolle des aktuellen Oberhaupts. Anschließend fahren wir nach Bandjoun, wo wir einen weiteren historischen Königshof erkunden. Der Palast in Bandjoun ist ebenfalls ein bedeutender Königshof der Bamiléké und geht auf ein Reich im 16. Jahrhundert zurück. Entlang der zentralen „Axe de la vie“ gelangen wir zum eindrucksvollen „Haus der Justiz“ aus dem 17. Jahrhundert sowie zu Versammlungshäusern der königlichen Würdenträger. Die traditionellen Gebäude aus Bambus und Lehm, gekrönt von kunstvoll gearbeiteten Strohdächern, sind mit feinen Ornamenten und Schnitzereien versehen. Zum Abschluss besuchen wir das dazugehörige Museum. Über landschaftlich reizvolle Straßen erreichen wir schließlich Kouoptamo.

6. Tag: Ausflug nach Foumban
Den heutigen Tag widmen wir der Volksgruppe der Bamoun, einem weiteren traditionsreichen Königsvolk, dessen Hauptstadt Foumban auf dem Bamun-Plateau liegt. Seit dem 14. Jahrhundert wird die Stadt von einem Sultan regiert wird. Die Bamoun sind bekannt für ihre Kunstfertigkeit, ihre ausgeprägte Palastkultur und die Reformen Sultan Ibrahim Njoyas, der Anfang des 20. Jahrhunderts sogar eine eigene Schrift entwickelte. Wir besuchen den Palast des Sultans, ein markantes Ziegelgebäude mit preußisch inspirierten Elementen, das im frühen 20. Jahrhundert erbaut wurde. Im neuen Königlichen Museum, dessen symbolträchtige Architektur sofort auffällt, besichtigen wir Thronsessel, Masken, Tanzkostüme und Dokumente zur Bamoun-Schrift. Viele dieser Objekte werden bei traditionellen Festen bis heute verwendet. Anschließend besuchen wir das Museum für Kunst und Tradition und die Handwerkerstraße, wo Schnitzer, Bronzegießer und Schmiede ihre beeindruckenden Fertigkeiten demonstrieren. Wenn möglich, erleben wir die farbenfrohe Freitagsprozession des Sultans, ein eindrucksvolles Schauspiel mit Reitern, Musikern und Hofbeamten, was die jahrhundertealte Hofkultur der Bamoun lebendig werden lässt.

7. Tag: Kouoptamo - Makénéné - Yaoundé
Nach dem Frühstück fahren wir nach Süden. In Makénéné legen wir einen Stopp ein und probieren gegrillte Fleischspieße oder frisches Obst, das an Marktständen angeboten wird. Am Nachmittag erreichen wir Yaoundé, Kameruns Hauptstadt, und beziehen unser Hotel für die kommenden drei Nächte.

8. Tag: Yaoundé - Ebogo - Yaoundé
Heute unternehmen wir einen Ausflug in das Naturparadies Ebogo unweit der Hauptstadt. In schmalen, lautlos gestakten Pirogen gleiten wir über den ruhigen Nyong-Fluss und können unterwegs Vögel und zahlreiche Schmetterlingsarten beobachten. Die üppige Vegetation und die Stille des Wassers verleihen dieser Fahrt eine besondere Atmosphäre. Wir erreichen einen jahrhundertealten Sapelli-Baum mit dem beeindruckenden Durchmesser von rund zwölf Metern. Nach einem Mittagessen mit frischem Fisch am Fluss folgen wir einem botanischen Pfad, auf dem uns die Pflanzenwelt des Regenwaldes nähergebracht wird. Auf dem Rückweg besuchen wir den Mefou-Park, ein Schutzprojekt für gerettete Schimpansen, Flachlandgorillas und andere Primaten, die hier in naturnahen Gehegen leben und rehabilitiert werden. Am Abend kehren wir nach Yaoundé zurück.

9. Tag: Yaoundé
Heute erkunden wir die Yaoundé. Yaoundé wurde 1889 während der deutschen Kolonialzeit gegründet. Wir besuchen den zentralen Markt, das Wiedervereinigungsdenkmal, die Basilika Maria Königin der Apostel und das Kunsthandwerkszentrum. Zwischen den modernen Gebäuden entdecken wir auch Spuren der deutschen Kolonialzeit, die bis 1916 dauerte. 1922 bis 1960 war ein Großteil des heutigen Kameruns französisches Kolonialgebiet. Zum Abschluss fahren wir auf den Mont Fébé und genießen den Blick über die Stadt.

10. Tag: Yaoundé - Kribi
Wir verlassen die Hauptstadt und reisen über Edéa an die Atlantikküste. An der Eisenbahnbrücke bei Édéa, die während der deutschen Kolonialzeit gebaut wurde, legen wir einen Halt ein. In Kribi erwarten uns weiße Sandstrände, Kokospalmen und entspannte Küstenatmosphäre.

11. Tag: Ausflug: Lobé-Wasserfälle - Pygmäendorf
Heute besuchen wir die Lobé-Wasserfälle, an denen sich das Wasser des Lobé direkt in den Atlantik ergießt, ein weltweit sehr seltenes Naturphänomen. Mit traditionellen Pirogen fahren wir auf dem Lobé flussaufwärts in den tropischen Regenwald zu einem Dorf der Bagyeli-Pygmäen, einer Gemeinschaft, die seit Jahrtausenden eng mit dem Wald lebt. Vor Ort erfahren wir mehr über ihre Kultur, ihren Alltag und die Bedeutung der Heilpflanzen sowie ihrer Musik. Zurück an den Wasserfällen genießen wir ein Mittagessen mit fangfrischem Fisch und Garnelen, bevor wir den Nachmittag an den Stränden von Kribi ausklingen lassen.

12. Tag: Kribi
Heute haben wir Zeit, das Meer zu genießen und die koloniale Geschichte Kribis kennenzulernen. Wir haben die Möglichkeit, den historischen Leuchtturm und die Kathedrale aus der deutschen Kolonialzeit vor dem Ersten Weltkrieg zu besuchen. Am Pier können wir die für diese Küste typischen Meeresfrüchte kosten.

13. Tag: Kribi - Douala - Rückflug
Wir kehren zurück nach Douala, wo uns Zeit für den Blumen- und Kunsthandwerksmarkt bleibt. Im Hotel steht uns ein Tageszimmer zur Verfügung, sodass wir uns vor dem Abflug noch erfrischen können. Am Abend fahren wir zum Flughafen.

14. Tag: Rückflug