049c Expeditionsreise Nordnamibia - Angola

Diese außergewöhnliche Rotelreise verbindet die Weite Namibias mit dem ursprünglichen, auf der touristischen Landkarte noch weitgehend unbekannten Angola. Von Windhoeks kolonialen Spuren über intensive Tierbeobachtungen im Etosha-Nationalpark führt die Route in die abgeschiedenen Landschaften des Kaokolands. An den Epupa- und Ruacana-Fällen erleben wir den Kunenefluss als Lebensader, begegnen den Ovahimba mit Respekt und erhalten eindrucksvolle Einblicke in deren traditionelle Lebensweise. Jenseits der Grenze eröffnet sich mit Angola ein faszinierendes Reiseland im Südwesten Afrikas, das mit außergewöhnlicher landschaftlicher Vielfalt, reicher Kultur und bewegter Geschichte beeindruckt. Spektakuläre Pässe, weite Wüstenräume und Küstenabschnitte am Atlantik führen zu portugiesisch geprägten Städten, grandiosen Aussichtspunkten und zunehmend tropischen Regionen. Zu den Höhepunkten zählen der Serra-da-Leba-Pass, Lake Arco, Benguela sowie die imposanten Kalandula-Fälle, eines der eindrucksvollsten Naturwunder des Landes, an denen der Lucala-Fluss aus über 100 Metern Höhe in die Tiefe stürzt. Die Reise endet in Luanda, der pulsierenden Hauptstadt Angolas.

 

  • Hauptstadt Windhoek
  • Wildreicher Etosha-Nationalpark
  •  Begegnung mit den Stammesvölkern der Ovahimba und Ovambo
  •  Wilde Natur im Kaokoland, Epupafälle
  • ​​​​​​​Spektakuläre Gebirge in Angola
  •  Tundavala-Schlucht
  •  Legendärer Serra da Leba Pass
  •  Namibwüste mit Freiübernachtung an der Oase Lagoa dos Arcos
  •  Christo Rei-Statue in Lubango
  •  Mächtige Kalandula-Fälle

Leistungen

  • Deutschlandweite Anreise mit der Bahn zum Abflugort und zurück in der 2. Klasse
    Linienflug mit Ethiopian Airlines oder einer anderen renommierten Fluggesellschaft von Frankfurt
    über Addis Abeba nach Windhoek und zurück von Luanda über Addis Abeba in der Economy Klasse, alle Transfers
  • Luftverkehrsteuer, Flughafengebühren, Treibstoffzuschlag
  • Reise mit dem kombinierten 20-Sitzer-Allradbus einschließlich Pirschfahrt im Etosha N.P.
  • Übernachtung im Rollenden Hotel
  • ROTEL-Frühstück und ROTEL-Abendessen
  • Ein Abendessen in einem landestypischen Lokal
  • Deutsch sprechende  ROTEL-Studienreiseleitung
  • Eintritte in Nationalparks

Gesundheit

  • Malariaprophylaxe empfohlen
  • Gelbfieberimpfung erforderlich

 

Reisedaten

Reisenummer: 049c
Reiseart: Rotel-Reise
Dauer: 17 Tage

Reiseverlauf

Programmhinweis:Mit den imposanten Kalandula‑Fällen erweitert sich diese Namibia‑Angola‑Reise um ein weiteres Naturschauspiel, das echte Abenteurer belohnt und unvergessliche Eindrücke hinterlässt.

1. Tag: Flug nach Windhoek
Mit einer planmäßigen Linienmaschine fliegen wir nach Windhoek in Namibia. Den Treffpunkt und die Abflugzeit werden wir Ihnen etwa 6 bis 8 Wochen vor Reisebeginn bekannt geben.

2. Tag: Windhoek
Windhoek ist die größte Stadt Namibias und zugleich die Hauptstadt des Landes. Die Stadt liegt auf rund 1.650 Metern Höhe malerisch in einem Talkessel, eingerahmt von den Erosbergen im Norden und den Auasbergen im Süden. Nach Westen hin erstreckt sich das Khomas Hochland in Richtung Namib und Küste. Bei einer kurzen Stadtrundfahrt begegnen wir den verschiedenen Facetten Windhoeks. Einerseits ist das koloniale Erbe noch heute deutlich sichtbar – etwa im Wahrzeichen der Stadt, der berühmten Christuskirche, ebenso wie im Regierungsgebäude, dem Tintenpalast, der Alten Feste und dem Bahnhof. Andererseits spürt man überall den Stolz der Namibier auf ihr Land und ihre eigene Kultur. Ein Besuch des Unabhängigkeitsgedenkmuseums, das seit dem 21. März 2014 der Öffentlichkeit zugänglich ist, erinnert an die Geschichte des Kolonialismus in Namibia sowie an den Kampf um die Unabhängigkeit und informiert auf mehreren Etagen über diese prägende Vergangenheit. Vor dem imposanten Gebäude steht die Statue des namibischen Gründervaters Dr. Sam Nujoma.

3. Tag: Windhoek - Etosha-Nationalpark
Unsere heutige Fahrt führt uns über Okahandja, das einstige Stammeszentrum der Herero und eine alte Missionsstation. Hier besuchen wir die Gräber deutscher Soldaten, Siedler, Missionare und Herero-Häuptlinge. Weiter geht es über Otjiwarongo durch die Dornbuschsavanne bis in den Etosha-Nationalpark. Mit einer Fläche von rund 22.000 Quadratkilometern zählt er zu den bedeutendsten Schutzgebieten Afrikas. Am Rand des Kalahari-Beckens gelegen, vereint er Buschwald und Savanne zu einer eindrucksvollen Landschaft. 114 Säugetierarten leben hier, darunter das seltene Spitzmaulnashorn, Elefanten, Gnus, Zebras, Antilopen, Warzenschweine, Hyänen sowie Löwe, Gepard und Leopard. Auch die Vogelwelt ist bemerkenswert: Mehr als 340 Arten wurden bislang nachgewiesen, darunter zahlreiche Zugvögel. Die Übernachtung erfolgt im traditionsreichen Camp Okaukuejo, dessen nachts beleuchtete Wasserstelle hervorragende Möglichkeiten zur Tierbeobachtung bietet.

4. Tag: Etosha-Nationalpark - Otjovasandu
Unsere heutige Wildbeobachtungsfahrt führt uns durch den westlichen Teil des Etosha-Nationalparks. Die Landschaft und Vegetation dieses weniger besuchten Parkabschnitts sind von Dolomithügeln, dichterem Buschwerk und rotbrauner Erde geprägt. Zugleich gilt der Westen des Parks als Lebensraum von Spitzmaulnashörnern, Elefanten, Löwen und den seltenen Hartmann-Bergzebras. Gerade weil dieser Bereich deutlich ruhiger ist als die zentralen Parkteile, bietet er ein besonders ursprüngliches Safari-Erlebnis. Ein Abstecher führt uns zum Märchenwald (Fairy Tale Forest), einem faszinierenden Hain aus Moringa-ovalifolia-Bäumen. Diese markanten „Phantombäume“ wachsen normalerweise an felsigen Hängen und in Hügelregionen Nordnamibias sowie im südwestlichen Angola; im Etosha-Nationalpark kommen sie jedoch in ungewöhnlich großer Zahl in der Ebene vor. Der eigenwillige Kontrast zwischen den skurril geformten Bäumen und der kargen Umgebung macht diesen Ort zu einem besonderen Erlebnis für Naturfreunde und Fotografen. Unterwegs halten wir an mehreren Wasserlöchern, bevor wir schließlich den westlichen Parkausgang am Galton-Tor erreichen. Die Übernachtung erfolgt in einem schön gelegenen Camp außerhalb des Parks.

5. Tag: Otjovasandu - Epupa-Fälle
Heute führt uns die Fahrt weiter nach Norden durch zahlreiche kleine ländliche Dörfer, bis wir Opuwo, den Hauptort des Kaokolandes, erreichen. Hier legen wir einen Einkaufsstopp ein, bevor wir die letzten größeren Siedlungen hinter uns lassen. Anschließend geht es weiter durch das Kaokoland mit seiner rauen, ursprünglichen Schönheit, bis wir unseren heutigen Übernachtungsplatz direkt an den Epupa-Fällen erreichen. Die Epupa-Fälle, ein beeindruckendes Naturjuwel, zählen zu den faszinierendsten Wasserfällen Namibias. Das Wasser des Kunene stürzt hier in mehreren Kaskaden in eine rund 40 Meter tiefe, enge Schlucht – ein ebenso eindrucksvolles wie unvergessliches Naturschauspiel.

6. Tag: Epupa-Fälle - Kunene-Fluss
Heute steht der Besuch eines Ovahimba-Dorfes auf dem Programm. Seit vielen Jahren pflegen wir zu den Bewohnern desselben Dorfes vertrauensvolle Beziehungen, sodass eine besondere Begegnung auf Grundlage gegenseitigen Respekts möglich wird. Die Ovahimba sind ein teilnomadisch lebendes Hererovolk und haben wesentliche Elemente ihrer traditionellen Lebensweise, ihrer Kultur und ihrer sozialen Ordnung bis in die Gegenwart bewahrt. Sie leben vor allem von der Rinder- und Kleinviehzucht. Charakteristisch sind ihre traditionelle Körperpflege sowie Haartracht, Schmuck und Kleidung, die zugleich Ausdruck kultureller Identität sind und Hinweise auf Alter und sozialen Status geben. Anschließend führt uns die Fahrt durch unberührte Naturlandschaft, vorbei an einzelnen Ovahimba-Dörfern, bis zu unserem Camp direkt am Kunene-Fluss.

7. Tag: Kunene-Fluss - Ondangwa
Entlang des Kunene-Flusses mit seinem eindrucksvollen Galeriewald erreichen wir Ruacana, wo wir einen Abstecher zu den Ruacana-Fällen unternehmen. Wie auch die Epupa-Fälle haben sie ihren Ursprung im Kunene, dem Grenzfluss zwischen Namibia und Angola. In der Regenzeit stürzt der Fluss hier in eine über 100 Meter tiefe und beeindruckend breite Schlucht – ein gewaltiges Naturschauspiel. Nach einem kurzen Aufenthalt setzen wir unsere Fahrt durch das Ovamboland fort, das von unzähligen Makalani-Palmen geprägt ist. Schließlich erreichen wir Olukonda bei Ondangwa, wo wir an einer ehemaligen finnischen Missionsstation übernachten. Dort besteht die Möglichkeit, das Nakambale-Museum zu besuchen, das anschaulich über die Geschichte der finnischen Mission und die lokalen Kulturen informiert. Im traditionellen Ngonga Homestead können wir zudem Handwerksvorführungen erleben, etwa beim Getreidestampfen oder Korbflechten; je nach Gelegenheit werden auch Tänze und Musik dargeboten.

8. und 9. Tag: Ondangwa - Cahama / Lubango
Früh am Morgen brechen wir zum Grenzübergang nach Angola bei Oshikango–Santa Clara auf. Je nach Dauer der Grenzformalitäten führt unsere Fahrt über Ondjiva weiter nach Cahama oder bereits bis nach Lubango. Unterwegs wandelt sich die Landschaft allmählich: Gewaltige Affenbrotbäume säumen die Straße, und immer wieder begegnen uns am Wegesrand alte, verrostete Militärfahrzeuge – stille Zeugnisse einer bewegten Vergangenheit, als Angola durch den blutigen Bürgerkrieg weltweit in den Schlagzeilen stand. In Lubango, der Hauptstadt der Provinz Huíla, besuchen wir das Wahrzeichen der Stadt. Weithin sichtbar erhebt sich auf einem rund 300 Meter hohen Hügel die Christusstatue, die als kleineres Pendant zur berühmten Christusfigur von Rio de Janeiro gilt und heute als Symbol der Hoffnung und des Friedens verstanden wird. Das etwa 30 Meter hohe Denkmal aus weißem Marmor und Kalkstein prägt das Stadtbild auf eindrucksvolle Weise. Ein weiterer Ausflug führt uns zur spektakulären Felsformation Fenda da Tundavala, einem der bekanntesten Naturdenkmäler der Region. Die gewaltige Landschaftskulisse und die beeindruckenden Ausblicke machen diesen Ort zu einem besonderen Höhepunkt.

10. Tag: Lubango - Lake Arco
Heute überqueren wir den spektakulären Serra-da-Leba-Pass, der sich in zahlreichen Serpentinen auf rund 1.845 Meter Höhe hinaufschraubt. Die Passstraße gilt als eine der schönsten Panoramastrecken Afrikas und eröffnet grandiose Ausblicke auf die umliegende Busch-, Fels- und Gebirgslandschaft. Allmählich wird die Umgebung karger, und wir erreichen die Namib-Wüste. Schließlich gelangen wir nach Namibe, einer stillen Hafenstadt mit Bauten aus der portugiesischen Kolonialzeit. Nach einem Aufenthalt in der Stadt fahren wir weiter durch die Wüste zu unserem heutigen Übernachtungsplatz in freier Natur am Lake Arco. Der kleine Binnensee liegt verborgen inmitten eindrucksvoller Sandsteinformationen und bildet in dieser abgelegenen Landschaft einen besonders stimmungsvollen Ort.

11. Tag: Lake Arco- Namibe
Wir verlassen diese eindrucksvolle Landschaft und machen unterwegs noch Halt bei den Welwitschia mirabilis, jener außergewöhnlichen endemischen Urpflanze, die in Angola auch Tombwa genannt wird. Anschließend erreichen wir unseren heutigen Übernachtungsplatz am Atlantik. Der Nachmittag steht zur freien Verfügung, sei es für ein Bad im Meer oder für einen entspannten Spaziergang am Strand.

12. Tag: Namibe - Benguela
Die heutige Route führt durch eine stark reliefierte Landschaft mit eindrucksvollen Berg- und Talfahrten. Weit und nahezu endlos wirkt diese raue Region mit ihrer bizarren Vegetation, bis wir schließlich Dombe Grande erreichen, eine kleine Oase mit intensiver Landwirtschaft. Anschließend geht es weiter nach Benguela. Benguela war über lange Zeit ein bedeutendes Handelszentrum der Region und ist bis heute eng mit der Geschichte der Benguelabahn verbunden, die den Atlantik mit dem afrikanischen Binnenland verknüpft. Vor allem in der Kolonialzeit spielte die Stadt eine wichtige Rolle im Handel, darunter auch im Sklavenhandel nach Brasilien und Kuba. Sollte die vorgesehene Strecke witterungsbedingt nicht befahrbar sein, wählen wir eine alternative Route durch das Landesinnere.

13. und 14. Tag: Benguela - Quibala - Kalandula-Fälle
Für uns verändert sich heute das Landschaftsbild, und wir erreichen zunehmend tropisch geprägte Regionen. Entlang des Atlantiks eröffnen sich immer wieder schöne Ausblicke. Begegnungen mit den Menschen vor Ort, neue Eindrücke und eindrucksvolle Landschaften begleiten uns während dieser beiden Tage. Wir legen einen kurzen Stopp an den Binga-Wasserfällen ein, einem malerischen Naturhöhepunkt in der Provinz Cuanza Sul. Anschließend setzen wir unsere Fahrt durch eine üppige, von Inselbergen geprägte Landschaft fort und erreichen Gabela. Rund um den Ort erstreckt sich ein historisches Kaffeeanbaugebiet, in dem sich einst weitläufige Plantagen ausbreiteten. Vor der Unabhängigkeit Angolas im Jahr 1975 zählte das Land zu den bedeutenden Kaffeeproduzenten der Welt. Weiter geht es durch einige der fruchtbarsten Regionen Angolas, bis wir schließlich ein außergewöhnliches Naturwunder erreichen: die Kalandula-Fälle am Lucala-Fluss. Mit rund 105 Metern Höhe und etwa 400 Metern Breite zählen sie zu den eindrucksvollsten Wasserfällen des Landes und erinnern in ihrer gewaltigen Erscheinung an eine kleinere Schwester der Viktoriafälle. Je nach Ankunftszeit erkunden wir die Fälle noch am späten Nachmittag oder am nächsten Morgen nach dem Frühstück.

15. Tag: Kalandula-Fälle- Luanda
Heute führt uns die Fahrt durch abwechslungsreiche Landschaften und vorbei an kleinen Dörfern, bis wir schließlich Luanda erreichen, die Hauptstadt Angolas. Die Stadt zählt zu den größten Metropolen Afrikas und ist nach São Paulo und Rio de Janeiro die drittgrößte portugiesischsprachige Stadt der Welt. Zugleich gehört Luanda zu den ältesten Kolonialstädten des Kontinents und befindet sich seit Jahren in einem tiefgreifenden Wandel. Die Übernachtung erfolgt in einem schön gelegenen Camp.

16. und 17. Tag Rückflug