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033 Rundreise Südmarokko
Der Süden Marokkos bietet eine außergewöhnliche Vielfalt an Landschaften und Kulturen. Zwischen Hohem Atlas, Atlantikküste, Oasen und den ersten Ausläufern der Sahara erleben wir ein Land voller Kontraste. Die Reise führt durch eindrucksvolle Gebirgslandschaften, zu alten Lehmsiedlungen, wehrhaften Kasbahs, lebendigen Medinas und in stille Wüstenräume. Dabei wechseln sich kulturelle Höhepunkte und landschaftliche Erlebnisse in ausgewogener Weise ab. Mit dem kombinierten 20-Sitzer Rotel-Allradbus lassen sich auch abgelegenere Regionen intensiv erkunden. Kleine Spaziergänge und Wanderungen ergänzen das Programm und geben Gelegenheit, die Landschaften und Orte besonders unmittelbar zu erleben. Begegnungen mit den Menschen in den verschiedenen Regionen vermitteln zudem ein anschauliches Bild der marokkanischen Lebensweise. So entsteht eine abwechslungsreiche Rundreise, die den Süden Marokkos in seiner ganzen Eigenart und Schönheit erschließt.
Leistungen
- Deutschlandweite Anreise mit der Bahn zum Abflugort und zurück in der 2. Klasse
- Linienflug mit Lufthansa oder einer anderen renommierten Fluggesellschaft von Frankfurt nach Marrakesch und zurück in der Economy-Klasse, alle Transfers
- Luftverkehrsteuer, Flughafengebühren, Treibstoffzuschlag
- Rundreise mit unserem kombinierten 20-Sitzer-Allradbus
- Übernachtung im Rollenden Hotel
- ROTEL-Frühstück und ROTEL-Abendessen
- Vier Abendessen in landestypischen Restaurants
- Ein Abendessen auf dem Platz Djemaa el Fna in Marrakesch
- Deutsch sprechende ROTEL-Studienreiseleitung
- Örtliche Führer
Reisedaten
Reisenummer: 033
Reiseart: Rotel-Reise
Dauer: 14 Tage
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Reisebericht
>> Südmarokko - Im Lande der Berber
Reiseverlauf
Programmhinweis:
Aufgrund der durchgeführten Reisen, haben wir das Programm angepasst. Wir bitten um Kenntnisnahme!
1. Tag: Flug nach Marrakesch
Linienflug nach Marrakesch in Marokko. Der Treffpunkt und die Abflugzeit werden Ihnen 6 bis 8 Wochen vor Reisebeginn bekannt gegeben.
2. Tag: Marrakesch
Marrakesch, die „Perle des Südens“, liegt am Fuße des Hohen Atlas inmitten einer weitläufigen Palmenoase und zählt neben Meknès, Fès und Rabat zu den vier Königsstädten Marokkos. Umgeben von bis zu 14 Kilometer langen roten Lehmmauern, fasziniert die Stadt mit ihrer lebendigen Medina, ihren farbenfrohen Souks und einer Fülle bedeutender Bauwerke. Bis heute hat sie sich den unverwechselbaren Charakter einer alten Wüstenstadt und einstigen Königsresidenz bewahrt. Nach dem Frühstück besuchen wir zunächst den berühmten Majorelle-Garten, eine grüne Oase von besonderem Zauber, die eng mit dem Namen Yves Saint Laurent verbunden ist. Anschließend widmen wir uns den großen kulturellen Höhepunkten der Stadt: Wir bestaunen das vollendete Minarett der Koutoubia-Moschee aus der Zeit der Almohaden, besichtigen den prachtvollen Bahia-Palast, einst Residenz eines Großwesirs, und besuchen die eindrucksvollen Saadier-Gräber, die an die Glanzzeit dieser Dynastie erinnern. Ein weiterer Höhepunkt des Tages ist die kunstvoll gestaltete Medersa Ben Youssef, die über Jahrhunderte hinweg, von 1340 bis 1960, als Koranschule diente und zu den schönsten Bauwerken Marrakeschs zählt. Danach schlendern wir durch die verwinkelten Souks mit ihren traditionellen Handwerksvierteln, in denen bis heute nach altem Brauch gearbeitet wird. Auch der Besuch einer traditionellen Kräuterapotheke vermittelt interessante Einblicke in die marokkanische Heil- und Kräuterkunde. Im Anschluss bleibt Zeit, die Stadt auf eigene Faust weiter zu erkunden. Am Abend erleben wir das unvergleichliche Flair des berühmten Djemaa el Fna, wo Gaukler, Händler und Geschichtenerzähler den zentralen Marktplatz in eine Bühne orientalischen Lebens verwandeln. Den Tag lassen wir bei einem gemeinsamen marokkanischen Abendessen stimmungsvoll ausklingen.
3. Tag: Marrakech - Essaouira
Auf einer sehr gut ausgebauten Schnellstraße geht unsere Fahrt zur wunderschön am Atlantik gelegenen Hafenstadt Essaouira. Wir spazieren durch die attraktive Medina, die zum UNESCO Weltkulturerbe gehört. Essaouira wird als Stadt der Winde bezeichnet und gehört zu den ältesten Städten Marokkos. Am charmanten Hafen gibt es eine große Auswahl an Fischrestaurants. Sie haben hier ausreichend Zeit, nicht nur Fisch zu essen, sondern auch die hier so begehrten Süßigkeiten zu probieren. Essaouira hat einen sehr schönen Strand, den Sie in ihrer Freizeit genießen können.
4. Tag: Essaouira - Tafraoute
Wir fahren erst auf einer sehr schönen Strecke entlang der Küste mit einem Panoramablick auf den Atlantik. Wir sehen hier bereits immer wieder die Arganbäume, deren Öl (Arganöl), das aus den Früchten gepresst wird, sehr gesund und begehrt ist. Vorbei an der modernen Bade- und Urlaubsstadt Agadir verlassen wir die Küste und fahren in den Antiatlas. Geologisch gesehen beginnt mit dem Antiatlas die aus dem Präkambrium entstandene Afrikanische Platte und ist somit erdgeschichtlich älter als die europäische Kontinentalplatte. Auf dieser Fahrt bekommen wir einen unvergesslichen Einblick in die faszinierende Natur-und Kulturlandschaft Marokkos. Am späten Nachmittag erreichen wir das etwa 15 km lange Tal der Ammeln, das nach diesem Berberstamm benannt ist. Beeindruckend sind die an den Hängen gelegenen Dörfer.
5. Tag: Tafraoute - Legzira
Kurzer Aufenthalt in der Dattelpalmoase Tafraoute. Die Stadt liegt in einer unwirtlich wirkenden Gegend mit steilen Berghängen und zersplitterten Granitfelsen. Dann führt uns unsere Route zu den „Les Peintures“, zu den sogenannten Blauen Steinen, die ehemals der belgische Künstler Jean Vérame 1984 mit leuchtend bunten Farben anmalte. Mittlerweile wurden sie von anderen Künstlern übermalt. Nach wie vor finden wir hier eine ganz besondere Kulisse mit eigener Atmosphäre vor. Weiter fahren wir über den Kerdous Pass zur Silberstadt Tiznit. Nach einem Aufenthalt in der Medina geht es wieder ans Meer. Wir übernachten bei Legzira.
6. Tag: Legzira - Icht
Nach einer kurzen Strecke erreichen wir die Fischerstadt Sidi Ifni. Nach einem Aufenthalt hier verlassen wir den Atlantik und ziehen ins Landesinnere. Wir erreichen Amtoudi, ein kleines unbewehrtes Berberdorf. Hier besichtigen wir den auf einem Felsen erbauten Agadir. Es handelt sich um einen ungewöhnlichen „Hofagadir“, dessen Alter auf 800 Jahre geschätzt wird. Wir erklimmen die burgartige Befestigung mit herrlichen Ausblicken auf Amtoudi und Umgebung. Dann geht es weiter nach Icht, einem kleinen Oasenort, der aus einem alten Ksar und einem neuen Ortsteil besteht.
7. Tag: Icht
Freier Tag in der kleinen Oasen Icht. Icht liegt direkt am Fuße des über 900 m hohen Djebel Beni. Die Oase ist ein überraschend grünes Schmuckkästchen, umgeben von den letzten kargen und trockenen Ausläufern des Antiatlas, die hier immer sandiger werden und somit den Beginn der Sahara markieren. Der Ort beherbergt eine beispiellose architektonische Kuriosität: ein unterirdisches Dorf. Wir spazieren durch das interessante, fast immer ausgetrocknete Flussbett zum unterirdischen Ksar. Der Ksar ist ein Labyrinth aus unterirdischen Gassen, das die einzelnen bis zu drei Stockwerken hohen Häuser miteinander verbindet - eine unvergleichliche architektonische Meisterleistung. Die Oase bietet Möglichkeiten zu weiteren Spaziergängen, zum Beispiel zu interessanten Felsgravuren (ca. 7 km hin und zurück) oder die Möglichkeit, auf dem schön gelegenen Campingplatz mit kleinem Swimmingpool zu relaxen.
8. Tag: Icht -Taliouine
Die Fahrt führt uns heute zunächst durch die Geröllfelder am Rande der Hamada Draa, dann kommen wir durch spektakuläre Gebirgsformationen, Verwerfungen und Gebirgsauffaltungen, die einen Einblick in die Entstehungsgeschichte der Erde bietet. Wir erreichen Taliouine, die Stadt des Safrans. Sie liegt am Fuße des Gebirgsmassives Jbel Sirwa am Ufer des Flusses Zagmouzen, der später die fruchtbare Souss-Ebene bewässert. Wir besuchen das Safran-Museum „L‘ Or Rouge“, das „rote Gold“. Hier im Reizklima der Bergwelt gedeiht der Aroma-Krokus in allerbester Qualität. Bei einer Erklärung rund um diese traditionelle Heil- und Gewürzpflanze erfahren wir viel Lehrreiches über den Safran-Krokus.
9. Tag: Taliouine - Zagora
Es geht auf der Straße der Kasbahs mit vielen schönen Fotomotiven nach Tazenakht, auf 400 m Höhe in einer imposanten Landschaft gelegen. Palmenhaine, die einstige Lebensgrundlage der Bewohner, liegen malerisch in steiniger Berglandschaft, deren Hänge oft wie aufgefaltet wirken. Nach einer Mittagspause führt uns die Straße weiter nach Zagora, einer Oasenstadt im Dràa Tafialet.
10. Tag: Zagora - Erg Chebbi
Unser erster Aufenthalt ist heute das mittelalterliche Dorf Ait Ouazik im Djebel Saghro. In einem etwas abgelegenen Tal finden wir hier bis zu 8000 Jahre alten Steingravuren. Auf dem Weg nach Rissani machen wir einen Abstecher zur Gara Medouar (Jebel Mudawwar), einer hufeisenförmigen Felsenfestung nahe Sijilmassa. Von hier genießen wir einen weiten Blick über die Wüstenlandschaft und erhalten einen anschaulichen Eindruck von der historischen westlichen Transsahara Karawanenroute. Dann geht es zur Wüstenstadt Rissani in der Provinz Errachidia. Sie liegt unweit der Ruinen der ehemaligen Karawanenstadt Sijilmassa. Der Ursprung Rissanis ist eng verbunden mit der Dynastie der Alawiten, die seit dem 17. Jahrhundert in Marokko regiert. Von hier aus wenden wir uns zu den Sanddünen des Erg Chebbi. Es besteht neben einer Wanderung in die Dünen auch die Möglichkeit, zu einem unvergesslichen Dromedarritt zum Sonnenuntergang.
11. Tag: Erg Chebbi - Todra Schlucht - Tinerhir
Wir erleben den Sonnenaufgang in der Wüste und fahren anschließend durch die Hammada nach Erfoud, einem Zentrum für Fossilien und Steinmetzkunst. Nach einem kurzen Aufenthalt setzen wir die Fahrt fort und passieren bei Fezna die Jorf Khettaras. An den unscheinbaren Zugängen erhalten wir einen Einblick in dieses traditionelle unterirdische Bewässerungssystem, das Wasser über Kanäle aus dem Grundwasser zu den Feldern leitete. Senkrechte Schächte dienten der Belüftung sowie dem Materialabtransport bei Bau und Wartung. Weiter geht es nach Tinejdad zum Quellmuseum Sources de Lalla Mimouna, das der Künstler und Sammler Zaid Abbou aufgebaut hat. Aus den Quellen sprudelt klares Wasser direkt aus dem Wüstenboden. Zudem zeigt das Museum Artefakte der Berberkultur in traditioneller Stampflehmbauweise. Am Abend führt uns die Route in eine der schönsten Flussoasen-Landschaften der Reise, zur beeindruckenden Todra Schlucht. Hier spazieren wir in der Abendsonne zwischen den hohen roten Felswänden. Anschließend fahren wir weiter zu unserem Übernachtungsplatz in Tinerhir.
12. Tag: Tinerhir - Ait Ben Haddou
Am Morgen fahren wir in das Dadès-Tal, das für seine eindrucksvollen Burgen und Wehrbauten bekannt ist. Weiter geht es durch das Rosental von El Kelaa in Richtung Ouarzazate. Unterwegs sehen wir schon von weitem den monumentalen Solarturm des Noor-Kraftwerks, der wie ein modernes Wahrzeichen aus der Wüstenlandschaft aufragt. Anschließend erreichen wir die historische Lehmstadt Aït Ben Haddou, eine der beeindruckendsten Kasbah-Siedlungen des Landes. Bei einem Spaziergang durch den Ort erleben wir die einzigartige traditionelle Architektur, die Aït Ben Haddou seit langem zu einer bedeutenden Filmkulisse macht. Besonders im warmen Licht der Abendsonne entfaltet dieser außergewöhnliche Ort seinen ganzen Zauber.
13. Tag: Ait Ben Haddou - Marrakesch
Nach dem Frühstück brechen wir auf und überqueren den eindrucksvollen Hohen Atlas, dessen bunte Felsformationen die Landschaft prägen. Der Weg führt von den kargen Räumen des Südens hinauf in die grüneren Bergregionen des Atlas. Über den mehr als 2.000 Meter hohen Tizi n’Tichka-Pass erreichen wir wenig später das Hochtal von Telouet, die einstige Heimat des mächtigen Glaoui-Stammes. Ihr Scheich wurde als „Löwe des Atlas“ bezeichnet und galt in den Tälern und Oasen des Südens als ebenso einflussreich wie gefürchtet. Die Glaoui kontrollierten über lange Zeit den Handel der Karawanen, die Waren aus Schwarzafrika nach Marrakesch brachten, und gelangten dadurch zu großem Reichtum und erheblicher Macht. Noch während des französischen Protektorats ließen sie ihre Stammesburg in Telouet weiter ausbauen. Hinter den eher unscheinbaren Außenmauern entdecken wir kunstvoll gestaltete Räume, die noch heute eine Vorstellung von der einstigen Pracht dieser Residenz vermitteln. Anschließend fahren wir wieder zurück nach Marrakesch.
14.Tag Rückflug
