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Expeditionsreise Südmarokko I 2020


Reisebericht
>> Südmarokko - Im Lande der Berber
>> Reisevideo Expeditionsreise Südmarokko

Tagesprogramm der Rundreise


1. Tag: Flug nach Marrakesch
Linienflug nach Marrakesch in Marokko. Der Treffpunkt und die Abflugzeit werden Ihnen 6 bis 8 Wochen vor Reisebeginn bekannt gegeben. 

2. Tag: Marrakesch
In der Königstadt Marrakesch halten wir uns den ganzen Tag auf. Wir beginnen den Tag mit einem Spaziergang durch die exotischen Majorelle Gärten des berühmten Modedesigners Yves Saint Laurent. Wir bummeln durch das Gassenlabyrinth der vielfältigen Souks und Handwerkerviertel, besuchen den ehemaligen Wesirpalast El Bahia und besichtigen die arabischen Mausoleen der Sadier-Dynastie. Danach spazieren wir zur Koutoubia-Moschee mit ihrem berühmten Minarett - das einzig vollendete Minarett aus der Almohadenzeit des 12./13. Jahrhunderts. Anschließend haben Sie Freizeit zum Bummel durch die Souks. „Djema el Fnáa“ bei Nacht: Gaukler, Akrobaten, Schlangenbeschwörer, Geschichtenerzähler und Tänzer zaubern eine einmalige Atmosphäre. Hier, wo sich die Feinschmecker treffen, werden auch wir am Ende dieses erlebnisreichen Tages gemeinsam ein typisch marokkanisches Essen genießen. 

3. Tag: Marrakesch - Ait Benhaddou
Das von mittelalterlichen Mauern bewehrte Marrakesch bleibt zurück, wenn wir auf die Bergtour über den Hohen Atlas fahren. An die Atlashänge geduckte Berberdörfer und tiefe Schluchten wechseln sich ab mit Bergspitzen, der Blick auf atemberaubende Natur begleitet unsere Auffahrt. In 2.260 m Höhe überqueren wir den Tichka-Pass und kommen kurz darauf in das Hochtal von Telouet, der Heimat des berühmten Glaoui-Stammes. „Löwe des Atlas“ hat man ihren Scheich genannt, gefürchtet in allen Tälern und Oasen des Südens. Die Glaoui haben den Handelsverkehr der Karawanenwaren aus dem schwarzen Afrika in die Handelsmetropole Marrakesch geregelt und kontrolliert und sind dabei reich und mächtig geworden. Noch unter dem französischen Protektorat haben sie ihre Stammesburg in Telouet ausgebaut. Hinter unscheinbaren Mauern gehen wir durch künstlerisch gestaltete Räume aus vergangenen Prachtzeiten. Der am Südabhang des Hohen Atlas gelegene Ort Ait Benhaddou ist in die Liste der UNESCO aufgenommen worden. Wir überqueren den Salzfluss und unternehmen einen Rundgang durch die Altstadt, oftmals Drehort von bekannten Hollywood-Filmen. Durch die kleinen, steilen Gassen führt unser Weg zum Speicherturm und über die neue Brücke zurück zum Bus.

4. Tag: Ait Benhaddou - Todra Schlucht - Tinerhir
Nach kurzer Fahrt erreichen wir die Stadt Ouarzazate, den noch relativ jungen, aber eindrucksvollen Hauptort der Südprovinz, Verwaltungszentrum und „marokkanisches Hollywood“ zugleich. Weiter führt unsere Reise auf dem Plateau des unteren Dadesflusses, vorbei am großen Stausee von Ouarzazate und durch Flussoasen, aus denen immer wieder die Türme der Kasbahs der aus Stampferde erbauten Familienburgen aufragen. Durch das Rosental von El Kelaa kommen wir bei Boumalne in das aufregende Schluchtental des oberen Dades mit der schönsten Ansammlung hundertjähriger Burgen und Wehrbauten. Bei der Felsformation der „Affenfinger“ haben wir einen Aufenthalt. Zurück auf der Hauptstraße nach Osten fahren wir über Tinerhir in die Todra-Schlucht. Nach einem Spaziergang in der Todra-Schlucht fahren wir zu unserem Übernachtungsplatz in Tinerhir. 

5. Tag: Tinerhir - Erg Chebbi
In der Morgenstimmung fahren wir durch die Schotterwüste im Hochland des Atlas Gebirges zum Quellenmuseum des Kaligraphen Said „Lalla Mimouna“. Auf der Weiterfahrt über Tinjedad nach Erfoud und Rissani kommen wir an Khettaras vorbei, sehenswerte über 1.000 Jahre alte unterirdische Kanäle zur Wasserversorgung. Anschließend fahren wir nach Erfoud, das Zentrum der Steinmetze und Fossilien. Bei einem Aufenthalt können wir den Steinmetzen und Kunsthandwerkern bei ihrer Arbeit zusehen.  Am Nachmittag erreichen wir die Sanddünen von Erg Chebbi. Etwa 40 km lang bieten diese gewaltigen Dünenkämme, 120 m bis 140 m hoch, wunderbare Fotomotive, besonders abends und morgens bei weichem Licht. Bei einer romantischen Übernachtung - direkt bei den Dünen - kann man auch den herrlichen Sternenhimmel der nordwestlichen Sahara bestaunen. Es besteht neben einer Wanderung in die Dünen auch die Möglichkeit zu einem unvergesslichen Dromedarritt, um den Sonnenuntergang zu erleben.

6. Tag: Erg Chebbi - Ait Quazik
Wir fahren nach Rissani und besuchen den Markt und einen so genannten Ksar (traditionelles Wehrdorf), das zurzeit mit Unterstützung der UNESCO renoviert wird. Anschließend wirkt die aride Prägung der Landschaft, das Wechselspiel aus Bergen, Wadis und Akazien, auf uns. In einem abgelegenen Tal stoßen wir auf die bis zu 8.000 Jahre alten Steingravuren beim mittelalterlichen Dorf Ait Quazik im Djebel Sagrho. Zoomorphe und ornamentale Ritzungen zeugen von frühgeschichtlicher Kreativität einer längst vergangenen Savannen-Bevölkerung. Übernachtet wird in freier Natur.

7. Tag: Ait Quazik - Agdz
Auf einer neu gebauten Piste fahren wir zur Kreisstadt Zagora. Nach einem Aufenthalt im Zentrum von Zagora führt die Fahrt entlang der Palmengärten des Draatales nach Agdz. Wir machen einen Spaziergang durch die herrliche Palmenoase Othmane. Auf einem Campingplatz in einem Palmenhain übernachten wir.

8. Tag: Agdz - Taliouine
Morgens besichtigen wir die Kasbah Caid Ali, die unter deutscher Leitung komplett renoviert wurde. Weiter geht es nach Tazenakht. Nach der Mittagspause fahren wir nach Taliouine. Wir besuchen das Safran-Museum „L´Or Rouge“, das „rote Gold“. Hier im Reizklima der Bergwelt gedeiht der Aroma-Krokus in allerbester Qualität. Bei einer Erklärung rund um diese traditionelle Heil- und Gewürzpflanze erfahren wir viel Lehrreiches über den Safran-Krokus. 

9. Tag: Taliouine - Icht
Die Fahrt führt weiter durch spektakuläre Gebirgsformationen. Unsere Mittagspause verbringen wir im kleinen Marktort Igherm. Auf unserer weiteren Fahrt quer durch den Anti Atlas bieten Verwerfungen und Gebirgsauffaltungen einen Einblick in die Entstehungsgeschichte der Erde. Wir sehen die Geröllfelder am Rande der Hamada Draa, tief und weitausgehobene Senken, die fein geschliffenen Überreste von Gesteinsformationen unterschiedlicher Struktur und Härte, die Formgebung großartiger Landschaft, beeindruckende Zeichen eines sich stetig verändernden Umfeldes.

10. Tag: Icht - Sidi Ifni
Von der Wüste an die Küste: Nach einer kurzen Fahrt erreichen wir Id Aissa. Hier besichtigen wir den Agadir (Speicherburg auf dem Gipfel eines Berges) von Amtoudi. Der bis vor kurzem noch genutzte Agadir ist der schönste von ganz Marokko. Der Aufstieg zum Agadir erfordert Trittsicherheit und festes Schuhwerk. Anschließend führt unsere Fahrt nach Sidi Ifni an den Atlantik. Anschließend führt eine kurze Fahrt zum Campingplatz direkt am Atlantik. Abends besteht die Möglichkeit zum Fischessen in beschaulicher Umgebung.

11. Tag: Sidi Ifni - Blaue Felsen
Wir fahren zum Felsbogen von Legzira. Nach einer Strandwanderung führt die Fahrt in die Silberstadt Tiznit. Wir machen einen Spaziergang in der Medina. Am Nachmittag fahren wir über den Kerdous Pass und erreichen den Hochkessel von Tafraoute auf einem Plateau von mehr als 1.000 m Höhe. Auf der Piste geht es nun zu „Les Peintures“, den vom belgischen Landartkünstler Jean Verame rot, lila und blau bemalten Felsen. Hier übernachten wir mit herrlichen Ausblicken auf die imposante Bergkulisse. Am Abend genießen wir bei einem romantischen Lagerfeuer den Sternenhimmel.

12. Tag: Blaue Felsen - Tafraoute
Heute besteht die Möglichkeit, mit einheimischen Fahrzeugen an einer unvergesslichen  Rundfahrt durch das Ait Mansur Tal teilzunehmen. Die in einer spektakulären Bergkulisse gelegene Ait Mansur Schlucht ist ein, zwischen hohen rotbraunen Felswänden eingeschlossener, Palmenhain. In den Oasen entlang des Flusses gedeihen Datteln, Oliven, Feigen usw. Gesäumt ist die Schlucht von schönen Dörfern (Ksar). Weiter geht die Fahrt durch ein Qouet (Wadi) zu jahrtausendealten Felsritzungen. Wir nehmen eine typische Berbermahlzeit in einer traditionellen Herberge ein. Dann geht es nach Tafraoute.

13. Tag: Tafraoute - Essaouira
Unsere Fahrt führt über Ait Baha vorbei an Agadir nach Essaouira. Wir machen einen Spaziergang durch die attraktive Hafenstadt, die von Phöniziern, Berbern, Arabern und Portugiesen geprägt wurde. Vorbei an alten Festungsmauern, in deren unteren Teil Handwerker das allgegenwärtige Thujaholz bearbeiten, gelangen wir in den Kern der Medina (UNESCO Weltkulturerbe). Dort und am Fischerhafen haben wir Freizeit. Übernachtet wird im Süden von Essaouira zwischen wunderschönen Arganienbäumen.

14. Tag: Essaouira - Marrakesch
Weiter führt die Reise in östlicher Richtung nach Marrakesch. Unterwegs halten wir bei der Argan-Cooperative und Olivenölmühle „Dahab Soyut“ (flüssiges Gold) bei El Hanchane. In Marrakesch besuchen wir eine traditionelle Kräuterapotheke. Nach der Freizeit in der Medina haben wir unser Abschiedsessen im historischen Restaurant „Dschela Bar“. 

15. Tag: Rückflug

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