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Expeditionsreise Südäthiopien - Kenia I 2020


Tagesprogramm der Rundreise


1. Tag: Flug nach Addis Abeba 
Linienflug nach Addis Abeba in Äthiopien. Der Treffpunkt und die Abflugzeit werden Ihnen 6 bis 8 Wochen vor Reisebeginn bekannt gegeben.

2. Tag: Addis Abeba
In der äthiopischen Hauptstadt haben wir einen Aufenthalt mit Stadtrundfahrt und Besichtigungen: Nationalmuseum, Ethnografische Museum, Dreifaltigkeitskirche Haile Selassie, Churchill-Road, Sankt Georgs-Krönungs-Kathedrale. Ein Höhepunkt in Addis Abeba ist der Mercato, Afrikas größter Markt (am Sonntag findet dieser Markt nicht statt).

3. Tag: Addis Abeba - Awasa
Wir fahren in südlicher Richtung entlang des Afrikanischen Grabenbruchs (Rift Valley) an mehreren Seen vorbei durch das Gebiet der Oromo. Anschließend führt die Fahrt durch trockenes und flaches Hochland mit Staatsfarmen und neuen Landarbeitersiedlungen nach Awasa. 

4. Tag: Awasa - Arba Minch
Am frühen Morgen besuchen wir den Fischmarkt von Awasa. Anschließend führt die Fahrt durch eine ursprüngliche Landschaft mit malerischen Rundhütten, die aus Holz und Lehm gebaut sind. Über Sodo erreichen wir den größten See Südäthiopiens, den Abayasee. Tagesziel ist Arba Minch, Stadt der „Vierzig Quellen“. Arba Minch liegt am Fuß der Bergkette, die den Namen Himmelsbrücke trägt und den Abayasee vom Chamosee trennt.

5. Tag: Arba Minch
Am Vormittag begeben wir uns zum farbenfrohen Marktflecken Chencha im Gebiet der Dorze. Dieser Volksstamm ist bekannt für seine Webkunst. Die farbenprächtigen Tücher, die auf den Märkten und am Straßenrand angeboten werden, sind lohnende Souvenirs. Am Nachmittag besteht die Möglichkeit zur Teilnahme an einer interessanten Bootsfahrt auf dem Chamosee im Gebiet des Nechisar-Nationalparks. Krokodile, Nilpferde und eine Vielzahl von Wasservögeln können auf der Bootstour beobachtet werden.

6. Tag: Arba Minch - Konso
Die Fahrt führt entlang des Chamosees in die gebirgige Region der Konso. Die Konso sind für ihren Totenkult und ihre terrassierten Hirsefelder bekannt. Die Dörfer der Konso sind sehr dicht bebaut und mit hohen und massiven Steinwällen umzäunt. Früher dienten diese u. a. zur Abwehr von Feinden oder auch wilden Tieren wie Hyänen und Löwen. Die wenigen Eingänge sind rund um die Uhr von den Männern bewacht worden. Wir besuchen ein Konsodorf. Anschließen führt uns ein Spaziergang zum König der Konso, wo wir die bekannten hölzernen Grabfiguren bewundern können.

7. Tag: Konso - Jinka
Über Key Afer, der Hauptstadt der halbnomadisierenden Ethnie der Bena, fahren wir  nach Jinka. Jinka ist der Ausgangspunkt für die Expeditionen ins Land der Mursi, und liegt am Rand des Omo- und Mago-Nationalparks. Auf verschiedenen Märkten erleben wir buntes Treiben einer ethnografischen Vielfalt. Eine sehr steile Lehmpiste bringt uns zum kleinen, aber sehr schönen Völkerkundemuseum (wetterabhängig). Wir haben einen herrlichen Blick auf Jinka und das umliegende Tal.

8. Tag: Mago-Nationalpark
Durch eine sehr dicht bewachsene Dornbuschsavanne unternehmen wir eine Fahrt durch den Mago-Nationalpark. Mit etwas Glück sehen wir Kudus, Kronenducker, Paviane, Büffel u. a. Hier lebt auch der Volksstamm der Mursi, deren Frauen wegen ihres einmaligen und außergewöhnlichen Schmucks weltweit bekannt sind. Besonders sticht dabei der Unterlippenteller ins Auge, den die Mursi-Frauen tragen („Tellerlippenfrauen“). Am Nachmittag besuchen wir ein Dorf der Aari, wo uns das Töpfern, Schmieden und das Backen des Fladenbrots Inschera gezeigt wird. 

9. Tag: Jinka - Konso - Yabelo
Rückfahrt nach Konso, dem Verwaltungszentrum des gleichnamigen Gebietes. Die Konso leben als sesshafte Feldbauern und haben ihre Felder terrassenförmig mit steinernen Ringmauern umgeben. Anschließend Weiterfahrt nach Yabelo.

10. Tag: Yabelo - Moyale - Marsabit
Das Landschaftsbild wird von einer Wüstensavanne geprägt. Von Yabelo geht es über Dubuluk nach Soda. Wir haben einen Aufenthalt am Kratersee. Anschließend besuchen wir den „singenden Brunnen“. Hier schöpfen die Borena-Männer das Wasser. Sie stehen auf Stufen und singen, damit sie den Takt zum Weiterreichen der Eimer einhalten. Weiterfahrt vorerst noch auf der Asphaltstraße, über Mega durch Sidamo, die südlichste Provinz Äthiopiens. Hier treffen wir bereits auf Nomaden vom Stamm der Borena, die ihr Vieh beiderseits der Grenze von Äthiopien und Kenia weiden. Nach Erledigung der langwierigen Grenzabfertigung fahren wir über eine staubige Piste durch die Wüste Nordkenias. Die Einsamkeit wird zum besonderen Erlebnis. Vereinzelt treffen wir stolze Nomaden. Wir erreichen Marsabit. 

11. Tag: Marsabit - North Horr
Heute durchqueren wir die Chalbi Wüste, die früher ein riesiger See war und jetzt von Soda-Asche bedeckt ist. Bei North Horr sehen wir das 10 m hoch aufgeworfene Lavafeld, das sich über 100 km nördlich bis Äthiopien erstreckt. Auf unserer Route treffen wir gelegentlich auf kleine Kamelkarawanen der Gabbra. 

12. Tag: North Horr - Loyangalani am Lake Turkana (Rudolfsee)
Auf dem Weg zum Lake Turkana (Rudolfsee) durchfahren wir den Ostafrikanischen Grabenbruch (Great Rift Valley). Beim Aufenthalt am Lake Turkana besteht die Möglichkeit zu einem Ausflug mit einheimischen Booten entlang des Seeufers. Sie können auch ein El Molo-Fischerdorf besuchen oder Zeit zur Erholung oder zu Spaziergängen durch die Oase nutzen. 

13. und 14. Tag: Loyangalani - Baragoi - Maralal Schutzgebiet
Wir verlassen den Lake Turkana und durchqueren auf einer beschwerlichen Piste das „Tal des Todes“, wie es Graf Teleki nannte, und lassen den weithin sichtbaren Mt. Kulal (2.290 m) hinter uns. Durch Dornbuschsavanne gelangen wir zur Oase South Horr, die in einem Talkessel liegt und uns zu einer kleinen Pause einlädt. Durch leicht hügeliges Gelände und offene Trockensavanne erreichen wir die größere Siedlung Baragoi. Wir fahren nach Maralal.

15. Tag: Maralal Schutzgebiet - Samburu Wildreservat
In und um Maralal begegnen wir den mit den Masai verwandten Samburus. Allmählich verlassen wir die Wüste und erreichen Archers Post. Am Rande des Samburu Wildreservats besuchen wir Umoja - „Das Dorf der Frauen“. In diesem Dorf leben ausschließlich Frauen, die uns ihre Kultur und Tradition näher bringen. Übernachtet wird auf dem von den Frauen aufgebauten Camp am Uaso Nyiro Fluss.

16. Tag: Samburu Wildreservat
In der Freizeit besteht die Möglichkeit zu einer ganztägigen Pirschfahrt mit einheimischen Jeeps in diesem für manche Naturliebhaber schönsten Park Kenias. Die halbwüstenartige, offene Landschaft mit vulkanischen Bergrücken beherbergt eine sehr interessante Tierwelt mit einigen äußerst seltenen Arten wie die Netzgiraffe mit herrlichen Zeichnungen, das Grevyzebra, Gerenuk (Giraffengazelle), Spießbock etc. Der Wasserreichtum und der schattige Wald des Uaso Nyiro Flusses ziehen eine große Menge von Tieren wie Elefanten, Löwen und die großen Nilkrokodile an. Einen längeren Mittagsaufenthalt machen wir in der wunderschön gelegenen Samburu-Lodge.

17. Tag: Samburu Wildreservat - Tuchi
Wir fahren nach Isiolo. Kurz nach Meru überqueren wir den Äquator. Die Reise führt durch eine sehr abwechslungsreiche grüne, hügelige Landschaft nach Tuchi bei Embu.

18. Tag: Tuchi - Nairobi
Durch das Kernsiedlungsgebiet der Kikuyu, der größten Volksgruppe Kenias, fahren wir vorbei an Thika nach Nairobi, der Hauptstadt Kenias.

19. Tag: Rückflug

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