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Große Iran-Rundreise I 2019


Reisebericht
>> Iran - ein Reisebericht

Tagesprogramm der Rundreise


1. Tag: Flug nach Teheran

Linienflug nach Teheran im Iran. Der Treffpunkt und die Abflugzeit werden Ihnen 6 bis 8 Wochen vor Reisebeginn bekannt gegeben.

2. Tag: Teheran

Moderne, pulsierende Millionenmetropole des Irans zu Füßen des Elbursgebirges: Azadiplatz, Golestanpalast - bis 1979 Sitz des Schahs von Persien. Nationalmuseum, altes und neues Parlamentsgebäude, Sepah Salar-Moschee, prachtvoller Shadabad-Palastkomplex, Spaziergang durch die Parkanlage am Weißen Palast.

3. Tag: Teheran - Hamadan

Heute erwartet uns eine beeindruckende Gebirgsfahrt in die Provinz Hamadan mit der gleichnamigen Hauptstadt, die auf einer Höhe von 1.820 m am Abhang des bis zu 3.580 m hohen Alvand-Gebirges liegt. Wir besuchen das Grabmal des berühmten Mediziners und Philosophen Avicenna (980-1037) sowie das von Legenden umrankte jüdische Grabmal von Esther und Mardochai.

4. Tag: Hamadan - Kermanshah

Unsere Reise führt weiter Richtung Süden. Über den 2.000 m hohen Shan-Pass, der altpersischen Königsstraße folgend über Kangavar halten wir beim historischen Monument von Kangavar, das man lange für einen Tempel zu Ehren der Göttin Anahita hielt. Danach erreichen wir Bisotun. Hier, wo am Fuße eines hohen Felsens eine Quelle entspringt, hat der Perserkönig Darius der Große 520 v. Chr. nach seinem Sieg über den Meder Gaumata ein großes Relief mit dreisprachigem Keilschrifttext einmeißeln lassen. Weiter geht es in die über 1.600 m hoch gelegene, nahe Stadt Kermanshah (Bakhtaran). Die Stadt ist das Zentrum der iranischen Kurden. Nach der Mittagspause fahren wir zum archäologischen Feld Taq-e Bostan: Besichtigung der Felsenreliefs. Am Nachmittag besteht die Möglichkeit zum Besuch des großen Basars von Kermanshah.

5. Tag: Kermanshah - Dezful

Wir reisen weiter durch die hoch gelegene Region Kurdistan in Richtung Pol-e Dochtar. Auf landschaftlich eindrucksvoller Route wird in einer Südostachse das Zagrosgebirge überquert. 1.500 m tiefer wird es wieder deutlich wärmer. Unterwegs halten wir bei einem rund 250 Jahre alten Friedhof mit beeindruckenden Gedenksteinen und bei Pol-e Dochtar sehen wir die Ruinen einer einst gewaltigen Steinbrücke über den Fluss Kaschkan. Nun nimmt der Verkehr wieder deutlich zu. Langsam arbeiten wir uns über Serpentinenstraßen aus den Ausläufern des Zagrosgebirges heraus. Bei Dezful treten wir nun in die nordmesopotamische Tiefebene ein.

6. Tag: Dezful - Behbahan

Weiter geht es zur sehenswerten Stadt Shushtar am Karun-Fluss. Shushtar bestand bereits in elamischer Zeit als Siedlung und zeichnet sich durch die bis in achämenidische Zeit zurückgehenden Bewässerungssysteme aus. Nach dem Sieg des sassanidischen Königs Schapur I. über Kaiser Valerian im Jahre 260 n. Chr. wurden hier Brücken und Staudämme unter Einsatz der römischen Kriegsgefangenen errichtet. Diese Anlagen funktionieren noch heute und sind so meisterhaft gearbeitet, dass sie 2009 von der UNESCO als Weltkulturerbe registriert wurden. Dann geht es weiter durch die Region von Susiana zum Zikkurat von Tschogha Zanbil. Wir besuchen die nahe gelegene ehemalige Palastanlage. Nun fahren wir nach Susa, der ehemalige Hauptstadt von Elam. Zunächst besuchen wir das Grabmal des Propheten Daniel, das heute eine Moscheeanlage ist. Von dort steigen wir hoch zum Burgberg von Susa. Die Hauptstadt des Reiches Elam wurde durch den assyrischen König Assurbanipal 640 v. Chr. zerstört. Auf den Ruinen ließ Darius der Große nach seiner Machtergreifung 520 v. Chr. eine Palastanlage mit gewaltiger Audienzhalle (Apadana) errichten. Weiter führt uns die Fahrt durch die fruchtbare Ebene Chuzestan. Von weitem schon zeigen Pipelines und Ölraffinieren die Stadt Ahwaz an. Die Stadt am Ufer des Flusses Karum ist Mittelpunkt von Handel und Verkehr in dieser - durch die Nähe zum Persischen Golf - deutlich wärmeren Region. Nach der Überquerung des Maruntales, das ebenfalls durch Bewässerung landwirtschaftlich intensiv genutzt wird, erreichen wir bei Behbahan ein weiteres großes Erdölzentrum.

7. Tag: Behbahan - Persepolis

Die sich nun anschließende trockene Region um Do Gonbadan und Nurabad besticht durch ihre ursprüngliche Schönheit. An einst wichtigen Handelsstraßen der Sassanidenzeit liegt das Ruinenfeld von Bishapur, wo wir die an einem Flusslauf in die Felsen gehauenen Reliefs besichtigen. Bedeutend ist vor allem das Relief von Schapur I. (242 - 271), der sich rühmte, gleich drei römische Kaiser besiegt zu haben. Danach gehen wir zum gegenüberliegenden Ruinenfeld der ehemaligen Stadt Bishapur. Wir übernachten in der Nähe der Ruinen von Persepolis.

8. Tag: Persepolis

Vorbei am früheren nördlichen Eingang zur Stadt, dem Korantor, fahren wir über die Hochebene von Marvdascht nach Persepolis. Mit dem Bau des religiösen Zentrums der Achämeniden wurde bereits 520 v. Chr. unter Darius dem Großen begonnen. Durch das von seinem Sohn Xerxes I. erbaute „Tor aller Länder“ steigen wir hoch zum Grab von Artaxerxes II. (404-358 v. Chr.). Von hier ergibt sich ein guter Blick über die gesamte Anlage, die 330 v. Chr. von Alexander dem Großen durch einen Brand zerstört wurde. Wir gehen hinunter zum 100-Säulensaal. Nach einer kurzen Pause am Museum geht es zur weltberühmten Reliefwand am Apadana, dem Empfangssaal des Darius I. mit seinen gewaltigen Säulenbasen. Nach den Palästen von Darius des Großen und Xerxes I. bietet sich noch der Besuch eines in Originalruinen eingebauten Museums an. Nach einer Freizeit fahren wir zum nahe gelegenen Ort Naqsch-e Rostam. Hier befinden sich die Felsengrabkammern der altpersischen Großkönige mit darunter eingelassenen Reliefs aus der sassanidischen Zeit. Mittelpunkt sind zweifelsohne das hoch liegende Grab Darius des Großen sowie der einzige gut erhaltene Feuertempel aus der Zeit der Achämeniden.

9. Tag: Persepolis - Shiraz - Estahban

Am Vormittag besichtigen wir Shiraz, die Stadt der Rosen und Nachtigallen. Sie ist auch bekannt als die Stadt der Dichter. Wir besuchen die Grabanlagen von Hafis und Saadi und flanieren durch den blühenden und erholsamen Eram Garten. Anschließend besuchen wir den Basar und haben Freizeit. Nach der Mittagspause fahren wir nach Estahban zu unserem Übernachtungsplatz.

10.Tag: Estahban - Shahdad

Heute fahren wir in die Provinz Kerman, die im Südosten des iranischen Hochlandes liegt. Von Nordwesten nach Südosten ist sie von einigen Gebirgsketten begrenzt und der östliche Teil wird von der Wüste Lut geprägt. Sie zählt zu den großartigsten Wüsten der Welt, gilt zugleich aber auch als eine der lebensfeindlichsten. Nach einer beeindruckenden Fahrt durch das Zagrosgebirge erreichen wir die Wüste Lut. Am Rande der Wüste übernachten wir in einem Wüstencamp und werden von einer Nomadenfamilie mit traditionellen Gerichten verköstigt. Wir erleben die Wüste hier hautnah.

11. Tag: Wüste Lut

Der heutige Tag steht zur freien Verfügung. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, den Tag zu verbringen: *Kamelritt zum Sonnenauf- oder Sonnenuntergang, verschiedene Wanderungen zu verlassenen alten Karawansereien und Dörfern oder in die Wüste. Außerdem besteht die Möglichkeit zu einer *Tagestour mit einheimischen Fahrzeugen u. a. zu den imposanten Kalutformationen der Lutwüste - längliche Erosionsbildungen, die durch in eine Richtung wehende Winde aus dem Sedimentgestein herausgeschliffen wurden. Zweite Übernachtung im Wüstencamp.

12. Tag: Shahdad - Kerman

Wir fahren nach Mahan zu einer noch sehr gut erhaltenen Sufi-Grabanlage. Dann geht es weiter zu der musealen Festungsstadt Rayen. Die ganz aus Lehmziegeln erbaute Stadt mit Basar, Wohnhäusern, Verwaltungsgebäuden, Gebetshalle und Zitadelle, umringt von einer wuchtigen Stadtmauer mit Stadttor und elf Bastionen ist am ehesten mit dem alten Bam vor dem Erdbeben vergleichbar. Anschließend fahren wir nach Kerman. Kerman, die Stadt der Zarathustra, liegt auf 1.760 m Höhe und ist eine sassanidische Gründung. Noch heute erhebt sich die Ruine einer sassanidischen Festung im Osten der Stadt. Wir besuchen den Ganj Ali Khan Komplex mit Moschee, Medrese, Badehaus und Teehaus. Außerdem besuchen wir den Vakil Basar.

13. Tag: Kerman - Yazd

Die Fahrt führt uns durch ihre Windtürme so beeindruckenden Wüstenstadt Yazd. Sie ist noch die zweitgrößte zoroastrische Gemeinde. Auf dem Weg halten wir an einigen Besichtigungen, wie der Moschee Abu al-Fasl, der Karawanserei Zeyn od Din und dem UNESCO Weltkulturerbe Garten Bagh e Pahlevanpur.

14. Tag: Yazd

Wir besuchen die bedeutende Jame-Moschee aus dem 14. Jahrhundert. Nicht weit entfernt sieht man schon die türkisfarbene Kuppel des Mausoleums der Rokn-od Din. Weiter geht es zur beeindruckenden Medrese Kamaliyeh. Ebenso bemerkenswert ist das 1038 erbaute Mausoleum der 12 Imame. In der Nähe befindet sich das Gefängnis des Alexander: Alexander der Große soll hier achämenidische Adelige eingekerkert haben. Nach dem Besuch weiterer Moscheen und dem Nakhl Holzgerüst, das beim Ashura-Fest geschmückt durch die Straßen getragen wird. Anschließend Besuch des Basars, mit seinen zahlreichen Kunsthandwerksgeschäften und Juwelieren. Am Nachmittag besuchen wir das zarathustrische Erbe, den Feuertempel und die Schweigetürme am Stadtrand.

15. Tag: Yazd - Isfahan

Unsere heutige Fahrt führt uns nach Isfahan. Bekannt ist die Oasenstadt wegen der Teppichherstellung und den Abas, warmen mantelartigen Überhängen, die meist aus Kamelhaar gefertigt werden. Wir besuchen die zu den ältesten Sakralbauten des Irans zählende Freitagsmoschee aus dem Jahre 960. Nun geht es Richtung Isfahan. Wir halten auf dem Weg in Gavart bei den aus Lehm erbauten Taubentürmen aus safawidischer Zeit.

16. und 17. Tag: Isfahan

Zweitägiger Aufenthalt in der legendären Stadt Isfahan. Wir besuchen das Armenierviertel im Stadtteil Dschulfa mit seiner im Innern wunderbar ausgemalten Erlöserkirche (Vank-Kathedrale) sowie dem Museum für armenische Kunst und Kultur. Danach fahren wir zur Chadschu-Brücke am Zayandeh Rud, die wir - wie die nahe 33-Bogenbrücke - zu Fuß überqueren. Auf der Hauptstraße der Stadt, die als Tschahar Bag einst durch Parkanlagen geführt hat, kommen wir zum Palast der 40 Säulen. In einer öffentlichen Audienzhalle aus der Glanzzeit von Isfahan haben sich wunderbare Wandmalereien und eindrucksvolle Bilder aus der Geschichte, die zur Herrschaft der Safawiden im 17. Jahrhundert geführt haben, erhalten. An einem der beiden Tage machen wir Mittagspause bei einer im modernen persischen Stil umgebauten alten Karawanserei.

18. Tag: Isfahan - Nain - Anarak

Auf unserer Fahrt  zur bekannten Teppichstadt Nain kommen wir auch zur Wüste Dasht-e Kawir. Sie ist vor allem eine Salz- und Geröllwüste. In Nain spazieren wir durch die Ruinen der Altstadt aus Lehmziegeln zur gut renovierten Freitagsmoschee. Dann geht es zum pittoresken Wüstendorf Anarak.

19. Tag: Anarak - Mesr

Nach einem Aufenthalt und einem Spaziergang durch das beeindruckende Wüstendorf Anarak, fahren wir weiter durch die endlose Leere der Wüste Dasht-e Kawir. Wir erreichen die noch unberührten Sanddünen bei Mesr. Inmitten der Wüste ist dieser Ort eine kleine Oase. Freizeit und Möglichkeit zu einer Dünenwanderung.

20. Tag: Mesr - Damghan

Weiterfahrt durch die Wüste, bis wir an deren Rand die einst bedeutende Handelsstadt Damghan an der Seidenstraße besichtigen. Anschließend besuchen wir die älteste erhaltene iranische Moschee, die Tarikhaneh Moschee. Danach besichtigen wir das Heiligtum des Imamzadeh-ye Jafar und den imposanten Grabturm Pir e Alamdar. Wir übernachten bei einem sehr schönen einfachen Gästehaus. Die Familie verköstigt uns mit einem traditionellen Gericht.

21. Tag: Damghan - Qom

Auf unserer Fahrt auf der Alten Seidenstraße fahren wir über Semnan nach Qom. Der Besuch dieses bedeutenden Wallfahrtsortes bildet den Abschluss unserer großen Rundreise durch den Iran. In der Freizeit haben Sie die Gelegenheit, die Moscheen zu besuchen und das Flair dieser einzigartigen Pilgerstadt zu erleben.

22. Tag: Qom - Teheran - Rückflug

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