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Rundreise Turkmenistan - Usbekistan I 2020


Tagesprogramm der Rundreise


1. Tag: Flug nach Taschkent

Linienflug nach Taschkent in Usbekistan. Der Treffpunkt und die Abflugzeit werden Ihnen etwa 12 Wochen vor Reisebeginn bekannt gegeben. 

2. Tag: Taschkent - Samarkand

Entlang der alten Seidenstraße und durch das Tal des Seraschan fahren wir nach Samarkand.

3. Tag: Samarkand

Die 2.700 Jahre alte Stadt an der legendären Seidenstraße hat schon immer Reisende in ihren Bann gezogen. Die „Perle der Seidenstraße“ ist vor allem wegen ihrer türkisblauen Kuppeln, den hohen Minaretten und der mit Gold verkleideten Decken in den Moscheen eine Legende. Hier begegnen sich Vergangenheit und Gegenwart. In Samarkand besichtigen wir den Registan (Sandplatz), das bekannteste Symbol Usbekistans und Weltkulturerbe der UNESCO, mit der Sherdor- und Ulug Bek-Medrese. Weiter geht es zum Gur Emir-Mausoleum der Timuriden, zu der wegen ihrer Größe berühmten Bibi-Chanym-Moschee und zu der beeindruckenden Nekropole Schah-i-Sinda mit ihrer unvergleichlichen islamischen Kunst der Ornamentik.

4. Tag: Samarkand - Buchara

Auf der Alten Seidenstraße fahren wir durch die Wüste Kysylkum. Über Kattagurgan, Kamana und durch die Serowniederung kommen wir nach Buchara.

5. Tag: Buchara - Mary

Wir verlassen Buchara, um über Korakul an die Grenze zwischen Usbekistan und Turkmenistan zu kommen. Nach den etwas langwierigen Formalitäten auf beiden Seiten ist es vom Grenzort Farap nicht mehr weit bis zum Amudarja-Fluss, dem antiken Oxus, den schon Alexander der Große auf seinem Weg nach Samarkand überschritt. Wir passieren Turkmenabad, das alte Tscharchou und zweitgrößte Stadt des Landes. Die Straße folgt einer alten Handelsroute durch eine Halbwüstenzone mit Sanddünen, bis wir den Karakum-Kanal überqueren und am späten Abend die Oasenstadt Mary am Murgab Fluss erreichen.

6. Tag: Mary - Merw - Ashgabat

Die Alte Seidenstraße führt uns zur 2000 v. Chr. einst so bedeutenden Stadt Merw, die als eine der ältesten und größten Städte Zentralasiens neben Baktra (Afghanistan) der wichtigste Seidenhandelsplatz für die Parther war. Bei der Besichtigung von Merw wenden wir uns in dem fast unüberschaubaren Gewirr von Lehmmauern und alten Stadtteilen zunächst dem Mausoleum von Sultan Sanjar aus dem 12. Jahrhundert zu. Weiter entfernt liegen die Ruinenfelder von drei ineinander geschachtelten Stadtgebieten: Ruinenfeld Erk Kala, gewaltige Lehmbauten der Großen und Kleinen Kyz Kala. Zuletzt bietet sich noch der Besuch des Mausoleums von Muhammad ibn-Said an, der als direkter Nachfahre des Propheten hier verstorben sein soll. Nach der Rundfahrt durch Merw fahren wir weiter in die Hauptstadt Ashgabat.

7. Tag: Ashgabat

Ashgabat, die Stadt der Liebe, ist das moderne Zentrum Turkmenistans und liegt am Fuße der Kopet Dag Berge. Die weiße Stadt ist geprägt von marmorverkleideten luxuriösen Palästen, Geschäftshäusern und Bürohäusern. Lohnenswert für einen Besuch sind die sehr schön angelegten Parkanlagen mit grandiosen Wasserspielen. Breite Straßen und Prospekte durchziehen die Stadt. Wir erfahren bei unserer Rundfahrt einiges über die Geschichte und Entwicklung der Stadt: Azadi Platz, Präsidentenpalast, Teppichmuseum, Ertogul-Gazi-Moschee von 1998, der Blauen Moschee Istanbuls nachempfunden. Das Unabhängigkeitsdenkmal oder das Denkmal für die Achal-Tekkiner-Pferde stehen auch auf dem Programm. Pferde gehören zur turkmenischen Tradition und so finden wir hier die faszinierende, geheimnisumwitterte Pferderasse der Achal-Tekkiner-Pferde. Schon 1000 v. Chr. wurden diese Pferde hier gezüchtet. Besuch des staatlichen Gestüts. In Kiptschak besuchen wir die 2004 fertiggestellte größte Moschee Turkmenistans. Dann geht es weiter nach Nisa. Dort fanden Archäologen 1930 die Überreste einer parthischen Residenzstadt, aus der Zeit als die Parther die gefährlichsten Gegenspieler des römischen Reichs waren. Die Anlage ist eindrucksvoll und die zum Teil rekonstruierten Ruinen vermitteln einen guten Eindruck der einstigen Macht der Stadt. 

8. Tag: Ashgabat - Turkmenbashi

Die Fahrt führt uns vorbei an der jungen Stadt Balkanabad, ein Zentrum der Ölindustrie. Sie liegt am Fuß der Balkanberge. Weiter geht es zur größten Hafenstadt Turkmenistans, Turkmenbashi am Kaspischen Meer. 

9. Tag: Turkmenbashi - Gözli Ata - Janghy Kala

Fahrt zum bedeutenden Sufiheiligtum Gözli Ata, das inmitten eines Canyons aus orangerotem Kalkstein liegt. Gözli Ata war ein berühmter Sufilehrer im 12. Jahrhundert. Er bereiste viele arabische Länder und gründete hier eine Sufischule. Das Mausoleum seiner geliebten Frau steht direkt neben seinem. Weitere Gräber des Salor-Stammes und neuere der Kasachen befinden sich hier auf dem Friedhof. Auch die Überreste einer alten Medrese sind noch vorzufinden. Auf der Weiterfahrt nach Janghy Kala beeindrucken uns die sich aus dem Nichts erhebenden Kalksteinfelsen. Im unteren Bereich sind die Felsen rötlich gefärbt, darüber fast strahlend weiß. Wahrscheinlich handelt es sich um Überreste riesiger Korallenriffe aus dem Urmeer Tetis. Wir genießen dann einen Wüstenabend unter klarem Sternenhimmel und eine freie Übernachtung inmitten dieses eindrucksvollen rot-weißen Canyons.

10. Tag: Janghy Kala - Nokhur 

Wir machen einen Abstecher zum bedeutenden Paraw-Bibi-Schrein, der populärste in Turkmenistan. Hundert Meter hoch in einem Felsmassiv gelegen, besteht der Schrein aus einem Gebäude, welches einem Mausoleum gleicht. Danach verlassen wir bald den Karakorum Highway und fahren in die Berge ins kleine Dorf Nokhur. Es ist bekannt für seine besonders schöne Umgebung aber besonders dafür, dass es wahrscheinlich von Soldaten Alexanders dem Großen gegründet wurde, was man den Menschen mit oft blauen Augen bis heute ansieht. Heute Abend bekommen wir ein typisches Abendessen in den Häusern der Dorfbewohner serviert, ein besonderes Erlebnis.

11.Tag: Nokhur - Darvaza 

Jetzt geht es ins Zentrum der Karakum Wüste (Schwarzer Sand). 80% der Fläche Turkmenistans werden von der größten Wüste Mittelasiens bedeckt. Es ist eine Kontinentalwüste, aufgrund der geographischen Lage sind weite Teile Mittelasiens von größeren Wettersystemen abgeschnitten. Wegen der enormen Entfernung zum Meer hat die ankommende Luft bereits alle Feuchtigkeit abgegeben. Es ist also eine sehr trockene Wüste. So ist die Vegetation der Karakum eher steppenartig mit Saxaulwald, Selingras, Kameldorn usw. Trotz der extremen Bedingungen leben aber auch erstaunlich viele Tierarten in der Wüste. Käferarten, Spinnen, Schlangen, Eidechsen, zahlreiche Vogelarten, Karakale, Sandkatzen usw. In der Oase Erbent leben die hier siedelnden Tekke noch nach traditioneller Lebensweise. Neben vielen Häusern steht auch noch eine Jurte. Hier werden die von hoher Qualität bekannten Filzprodukte hergestellt. Die Weiterfahrt erlaubt uns noch einige Einblicke in das Leben der Wüstenbewohner und ihrer Traditionen. Weiter reisen wir durch das Herz der Wüste zum Feuerkrater bei Davarza, „das Tor zur Hölle“. Es ist ein ganz einzigartiges Erlebnis, den zirka 50 m tiefen und 200 m Durchmesser großen brennenden Krater zu besuchen. Da wir hier übernachten, können wir dieses Spektakel noch viele Abend- und Nachtstunden genießen. Man hatte hier in den 70er Jahren Erkundungsarbeiten durchgeführt. Das Gestein war instabil und stürzte an der Bohrstelle ein. Aus hunderten Spalten im Gestein tritt nun Gas aus. Besonders in der Nacht bietet der brennende Krater ein gigantisches Schauspiel.

12. Tag: Darvaza - Dashoguz 

Wir befinden uns jetzt im ehemaligen Reich Choresm. Viele historische Monumente zeugen von der großen Vergangenheit des ehemals bedeutenden Reiches. 

13. Tag: Dashoguz - Konya Urgench - Oase Chiwa

Wir besuchen das bedeutende Zentrum der nördlichen Seidenstraße Konya Urgench. Hier beeindrucken uns u.a. einige der gut erhaltenen seldschukischen Gebäude, wie das prächtige Turabeg-Khanum-Mausoleum, das Minarett Kutlug Timur und noch einige weitere Mausoleen. Wir erreichen die Grenze von Turkmenistan nach Usbekistan. Nach den Grenzformalitäten fahren wir zur Oasenstadt Chiwa. 

14. Tag: Oase Chiwa

Hier sind bedeutend mehr islamische Baudenkmäler erhalten geblieben als in Samarkand. Erstmals ist Chiwa im 9. Jahrhundert in arabischen Schriften erwähnt worden. Und noch heute vermittelt diese Stadt wie keine andere das Gefühl, im mittelalterlichen Orient angekommen zu sein. Die alten usbekischen Kulturdenkmäler zeichnen sich vor allem durch besonders reiches Verwenden von glasierten Platten, Marmor und Holzschnitzereien aus. Das Zentrum der alten Innenstadt Itschan Kala bilden die Dshuma-Moschee und das Minarett „Islam Hodsch“, der höchste und schönste Bau Chiwas, den Ringe aus grün-, braun- und blauglasierten Ziegeln schmücken. Besonders sehenswert sind ferner das Mausoleum von Pahlawan Mahmoud und Sejid-Alauddin, der Harem Tasch-Chawli mit seinen 163 Gemächern und die Medrese Allakuli-Chan.

15. Tag: Oase Chiwa - Buchara

Die Fahrt führt uns heute durch die Wüste nach Buchara, die zwischen der Roten und der Schwarzen Sandwüste liegt. Ihre Vegetation verdankt sie dem Fluss Serafscham sowie dem Fluss Amu-Darja mit seinem weitverzweigten Kanalsystem, das sogar den Anbau von Baumwolle möglich macht. In Buchara lädt die schöne Stimmung am zentralen Platz Labi Havuz lädt zum Verweilen ein. Hier herrscht meist eine ausgelassene Stimmung, wenn Einheimische und Touristen vor orientalischer Kulisse den Tag ausklingen lassen.

16. Tag : Buchara - Samarkand

Heute Morgen besichtigen wir gemeinsam die Highlights dieser charmanten alten Stadt. Wir besichtigen das Mausoleum aus der Samnidendynastie (10. Jahrhundert), die 40-Säulen Moschee, das Minarett Kalon und die Kuppelbasare. Nach der Mittagspause machen wir uns auf den Weg nach Samarkand.

17. Tag: Samarkand - Taschkent

Die letzte Reiseetappe führt uns und auf der alten Handelsstraße nach Taschkent, der modernen Hauptstadt von Usbekistan.

18. Tag: Rückflug

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