Rotel Tours Reiseblog

Mit Rotel Tours auf großer Safari durch Tansania und Kenia

Mit einem herzlichen „Jambo“, das man in jeder Ecke Tansanias und Kenias hört, wurden wir von Tansania freundlich in Empfang genommen. „Jambo“ ist Kisuaheli und heißt so viel wie „Hallo“. Michael und mir standen 22 einzigartige Rotel Tours Reisetage voller unvergesslicher Erlebnisse bevor. Angefangen bei der traumhaften Insel Sansibar, über den beeindruckenden Kilimandscharo bis hin zur eindrucksvollen Serengeti.
Link zu dieser Rotel Reise: Große Safari durch Kenia und Tansania – Insel Sansibar

Gestartet haben wir unsere Reise in Dar-es-Salam, wo wir von unserer Reiseleiterin Katrin Haas vom Flughafen abgeholt wurden. Sofort lernten wir den Verkehr in Tansania kennen, der sich ziemlich von dem Verkehr in Deutschland unterscheidet. Vorfahrt hat derjenige, der die lauteste Hupe hat und das Anhalten an einem Zebrastreifen ist auch nur lediglich ein Vorschlag.

Unser erstes Ziel war die Insel Sansibar. Dort besuchten wie die quirligen Märkte in Stone Town mit ihrer breiten Vielfalt an Gewürzen und Früchten. Das erste Highlight unserer Reise war eine Gewürztour. Wir durften sehen, fühlen und schmecken, wie Vanille, Zimt, Kaffee, Kardamom und vieles mehr angebaut wird. Die Tour endete mit einem gemeinsamen fröhlichen Tanz mit den Plantagenarbeitern.
Aber auch an die traurige Geschichte von Sansibar als Sklaveninsel wurde an vielen Stellen mit Denkmälern erinnert.

Weiter ging es auf dem Festland von Tansania über Bagamoyo, der ehemaligen Hauptstadt von Deutsch-Ostafrika zum Kilimandscharo. Bei unserer Wanderung zur ersten Hütte des Kilimandscharos lernten wir auch den Regenwald kennen, der an diesem Tag seinem Namen Regenwald alle Ehre machte: Es regnete acht Stunden in Strömen. Zufrieden, aber pitschepatschenass kehrten wir ins Camp zurück; duschen mussten wir an dem Tag jedenfalls nicht mehr. In der Nähre des Camps befand sich eine Kaffeeplantage, ein weiteres Highlight der Reise. Dort haben wir unter Anleitung unseren eigenen Kaffee geröstet und getrunken. Dabei haben wir uns lange mit unserem Guide über das Leben in Tansania und seinen Alltag unterhalten.

Die Reise ging weiter zum Ngorongoro Krater. Nun war es endlich soweit! Unsere erste von vielen Safaris stand bevor. Das Gefühl, wenn einem fünf Giraffen neugierig kauend aus nächster Entfernung in die Augen schauen, ein Löwe scheinbar gelangweilt neben dem Jeep gähnt, ein Strauß empört wegrennt, der mitten auf dem Weg liegt, während eine Elefantenmutter auf ihr schlafendes Junges aufpasst, ist unbeschreiblich. Wir haben vier der „Big 5“ gesehen, nur der Leopard hatte wohl keine Lust auf uns.
Nach zwei weiteren Safaris ging es weiter nach Kenia. Auch dort unternahmen wir zahlreiche Safaris und begegneten vielen Tieren. Eine Nacht bauten wir unseren Bus sogar unter dem Sternenhimmel eines Nationalparks auf. In der Nacht bekamen wir Besuch von unseren Nachbarn, zwei Gnus und hörten später auf einmal das Lachen von Hyänen, die direkt vor unserem Bus nach Fressen suchten.

Doch nicht nur die Tiere in den Nationalparks waren beeindruckend, sondern auch die atemberaubende Weite der Landschaft. Bei geschlossenen Augen fühlte man nichts als inneren Frieden. Soweit der Blick reichte, schaute man in eine schier unendlich grüne Landschaft, da die Regenzeit schon zwei Wochen früher eingesetzt hatte.

Unsere Route führte weiter, vorbei an dem gigantischen Viktoriasee, der größer ist als Österreich, zu vielen kleinen Massaidörfern. Bei den Massai handelt es sich um eine traditionelle ostafrikanische Volksgruppe, die durch ihre Größe und bunten Gewändern beeindrucken. Zur Begrüßung zeigten sie uns einen ihrer vielen Tänze, den traditionellen Kriegertanz, bei welchem sie unglaublich hoch springen. Bei dem anschließenden gemeinsamen Tanz wurden dann auch unsere Tanzfähigkeiten herausgefordert. Zum Glück beschränkten sich die Bewegungen aber auf ein Hin- und Herwiegen des Oberkörpers.

Nach weiteren Safaris und einer Übernachtung an den Thomson Falls ging es weiter zu einem Frauendorf der Samburus. Auch die Samburu sind eine traditionelle Volksgruppe, die sich durch ihren bunten Schmuck auszeichnen. Beschneidungen bei Männern und Frauen, sowie arrangierte Ehen sind bei den Samburu, ebenfalls wie bei den Massai, nach wie vor Tradition. Aus diesem Grund flüchteten einige Frauen der Samburu von ihren Familien und gründeten das Frauendorf. Von dem Besuch dieses Frauendorfes wird uns in besonderer Erinnerung bleiben, wie die Kinder in der Schule uns stolz das Alphabet vorgesungen und für uns getanzt haben.

Leider neigte sich unsere Reise mit großen Schritten dem Ende zu, doch Kenia zeigte sich uns nochmal von seiner schönsten Seite. Wir besuchten das Samburu Wildreservat. Für meinen Freund und mich war dieser einer der schönsten Nationalparks. Wir kamen uns vor als hätten wir eine Reise zu Disney’s König der Löwen gemacht. Riesige Herden von Springböcken und Zebras sind an uns vorbeigezogen, Elefanten fraßen genüsslich unter einem Baum, um sie herum unzählige Paviane. Einer von ihnen saß auf einem Baum und bewarf die Elefanten mit einem verschmitzten Gesicht Früchte; der andere kuschelte mit seinem noch ganz jungen Baby. Zwei junge Paviane stritten sich, bis ein älterer Pavian energisch eingriff. Von dem Lärm aufgeweckt gähnte ein weiterer Pavian, der nun anfing seinen Freund zu entlausen. Als sei dies nicht schon eine Szene wie aus einem Bilderbuch, gesellten sich zu den Pavianen und Elefanten nun auch Zebras und Warzenschweine.
Wir konnten gar nicht genug von dieser Szene bekommen und hätten am liebsten noch Stunden der weiter zugesehen.

Am letzten Tag der Reise ging es für uns in ein Elefantenwaisenhaus in Nairobi. Dort werden Elefanten, deren Mütter oftmals von Wilderer getötet wurden, aufgepäppelt, um sie später wieder in die freie Natur auszusetzten. Es war eine Freude den Elefantenbabys dabei zuzuschauen, wie sie gierig ihre 3 Liter „Fläschchen“ austranken um sich danach quiekend im Schlamm zu wälzen und ungelenk die Handhabung ihres Rüssels auszuprobieren. Die kleinen Babys dürften wir sogar streicheln!

Nun hieß es endgültig Abschied nehmen. Großartige, eindrucksvolle drei Wochen Tansania und Kenia liegen jetzt hinter uns.
Michael und ich sind uns einig, dass eine der faszinierendsten Erfahrungen, über die wir oft noch reden werden, die Unbeschwertheit und Bescheidenheit der Menschen in Tansania beziehungsweise Kenia ist. Auf den Straßen herrscht das pure Leben. Von überall dröhnt Musik, Leute tanzen in ihren bunten Gewändern, bahnen sich mit ihrem Motorrad – auf dem auch gerne mal ein Sofa oder ein lebendiges Schwein transportiert wird – ihren Weg durch den Verkehr, Frauen tragen auf dem Kopf eine Schüssel mit Wasser und auf dem Arm ihr Baby. Spricht man mit den Leuten, so trifft man auf unfassbar hilfsbereite und lebensfrohe Menschen, die uns neugierig und dabei unheimlich offen kennenlernen und uns zeigen wollten, wie sie leben. Überall heißt es, wie man es aus König der Löwen kennt, „Hakuna Matata“, was so viel bedeutet wie „Kein Stress“. Man hat das Gefühl, die Leute leben oftmals vielmehr im Hier und Jetzt, als die meisten von uns in Deutschland. Wir haben uns vorgenommen, ein Stück dieser Bescheidenheit und Gelassenheit für uns mit nach Hause zu nehmen.

Ein großer Dank gilt unserer Reiseleiterin Katrin Haas und unserem Busfahrer Alfred Pötzl, genannt Freddy. Sie haben unsere Reise unvergesslich gemacht. Katrin zeigte uns ihr geliebtes Afrika mit so viel Energie und Freude, dass es ansteckend war. Dabei verfügt sie über eine unglaubliche interkulturelle Kompetenz. Es war großartig zuzusehen, wie die Menschen ihr strahlend entgegenrannten und sich freuten, sie wiederzusehen, ganz besonders die Kinder. Auch sorgte sie auf der Reise für den ein oder anderen Lacher, als es darum ging mit den Polizisten zu verhandeln, die darauf beharrten, wir seien „zu schnell“ gefahren oder nicht glaubten, dass wir auf dem Weg zum Strand seien, weil Katrin in ihren Augen zu alt zum Schwimmen sei. So etwas lässt sich eine Katrin nicht bieten und lässt ihrer Empörung freien Lauf. Unser besonderer Respekt gilt auch unserem Busfahrer Freddy, der uns stets sicher ans Ziel brachte, trotz schwieriger Straßen, wenn überhaupt welche vorhanden waren. Der sich durch den chaotischen Verkehr von Dar-es-Salam und Nairobi seinen Weg bahnte beziehungsweise hupte. Auch als wir in der Seregeti einen Platten hatten, war auch das kein Problem für ihn. Kurzerhand zog er sich seine Mechanikerarbeitshose an und wechselte bei 40 Grad bei senkrechter Sonne den Reifen. Er ist jedoch nicht nur ein klasse Busfahrer, sondern zugleich ein vorzüglicher Koch. Wir sind froh, dass wir in den Genuss zum Beispiel seines tollen Tomatensalates kommen durften und werden wohl noch lange beim Anblick von Tomatensalat an unserer Reise denken.

Diese Reise mit ihren unglaublichen Eindrücken wird uns für immer in Erinnerung bleiben. Wir hoffen, die Fotos geben wenigstens einen kleinen Eindruck.
Für mich war es die allererste Rotelreise, bin aber jetzt schon Rotel-infiziert und hoffe, noch viele weitere Reisen machen zu können.

Text: Charlotte
Fotos: Michael
 

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