Rotel Tours Reiseblog

Literaturempfehlungen zur Reisevorbereitung Mongolei

Da wir ja doch noch ein bisschen zu Hause ausharren müssen, hab ich mir gedacht, nochmals ein paar Buchvorschläge zu machen. Aber diesmal nicht für Afrika sondern für die Mongolei – auch ein wunderbares Land. Manche werden sich wundern: Mongolei ?, aber ja, auch dieses Land hab ich ins Herz geschlossen.

Viel Spaß beim Lesen Eure Katrin Haas, Reiseleiterin für Rotel Tours

Einige Bücher soll man kosten, andere verschlingen und einige wenige kauen und verdauen – Francis Bacon

Amelie Schenk: Mongolei

Seit auch in der Mongolei die kommunistische Alleinherrschaft zu Ende ist, wird die zentralasiatische Graslandschaft mit ihren unendlichen Weiten neu entdeckt. Das Buch beschreibt den einzigartigen Natur- und Lebensraum, die faszinierende Kultur der Steppennomaden , die Glaubensvorstellung der Schamanen und des tibetischen Buddhismus, die Mythen und Legenden von Dshingis Khan und Kublai Khan sowie die Probleme einer forcierten Industrialisierung und der Suche nach nationaler Identität zwischen Russland, China und dem Westen.

Amelie Schenk, Galsan Tschinag: Im Land der zornigen Winde

„Alles ,was ich zu sagen habe, erzähle ich dir. Und unterbrich mich nicht, denn einen Nomaden im Redefluss zu unterbrechen, heißt ihn bezwingen ,ihn eindämmern und letztlich erdrosseln.“
Der tuwinische Erzähler Galsan Tschinag mit dem persönlichsten seiner Bücher . Im Austausch mit der Völkerkundlerin Amelie Schenk ist dieses außergewöhnliche Werk entstanden : ein tiefer Blick in die Geheimnisse einer untergehenden Kultur, eine rückhaltlose Bilanz der Wanderungen zwischen Ost und West.
„Worte sind es, die die Geister erwecken“ – Galsan Tschinag

Galsan Tschinag: Die graue Erde

Die Mongolei Anfang der 1950er Jahre – ein Land im Umbruch. Der Nomadenjunge Dshurukuwaa wird im Alter von 6 Jahren von seinem erwachsenen Halbbruder in die weit entfernte Schule mitgenommen. Er kommt in eine fremde Welt ,die ,durchdrungen vom Stalinismus der damaligen Zeit, mit brachialen Mitteln gegen den Aberglauben vorgeht und den vermeintlichen Fortschritt erzwingen will. Er muss eine fremde Sprache lernen, ist dem Neuen gegenüber offen und stellt Fragen – merkt alsbald ,dass man vorsichtig sein muss. Eine auf den ersten Blick harmlose “falsche“ Frage wird beinahe zum Auslöser einer Tragödie.

Galsan Tschinag: Die Neun Träume des Dshingis Khan

Roman
Neun: die heilige Zahl der Nomaden. Galsan Tschinag in diesem außerordentlich historisch-psychologischen Roman mit archaischer Sprachgewalt das Leben des Dshingis Khan: in neun Tag- und Nachtträumen blickt der sterbende Weltherrscher zurück auf seine Erfolge und seine Niederlagen, auf seine Hoffnungen und seine Ängste. Längst ist Dshingis Khan ein Mythos geworden, in der Mongolei wird er „ozeangleiche Khan“ noch heute fast als Gott verehrt. Er starb im Jahr 1227, nicht durch Feindeshand, sondern für einen Reiterfürsten schmachvoll nach einem Sturz vom Pferd. Er, den seine Diener noch zur letzten Schlacht tragen, versinkt in Fieberträume von Krieg, Verrat und Mord Bilder, in tiefes Rot getaucht. Sein Blick geht nach innen, denn „auch die tausendjährige Eiche hat eines Tages mit dem end- und sinnlosen Weiterwuchern in die Ungewissheit aufzuhören“.

Carmen Rohrbach: Mongolei

Mongolei allein dem Namen wohnt ein Zauber inne, dem sich auch Carmen Rohrbach nicht entziehen kann. Über eine Familie in Ulaanbaatar bekommt sie den lang ersehnten Kontakt zu Nomaden , die sie hinaus in die unermessliche Weite des Landes führen. An ihrer Seite lernt Carmen Rohrbach das Leben in der Jurte sowie die Sorgen und Freuden ihrer Gastgeber kennen. Schamanen darf sie bei Ritualen , Adlerjäger bei der Arbeit beobachten, und gemeinsam mit den Nomaden fiebert sie dem wichtigsten Fest des Jahres entgegen , dem Naadam. Hingerissen von der grandiosen Natur der mongolischen Gebirgswelt bezwingt sie als erste Frau den heiligen Berg Burchan Chaldun, während die Gobi sie verführt, nach den letzten wildlebenden Eseln der Erde zu suchen . Zu Fuß und auf den Rücken von Pferden und Kamelen, alleine und in Begleitung durchstreift sie die schier endlose Weite der mongolischen Landschaft. Auf ihren oft waghalsigen Touren erlebt sie einzigartige Naturschauspiele und suchte die Nähe derer , die das wahre Wesen eines Landes ausmachen: seine Menschen. Ein Buch von berückender Intensität.

Galsan Tschinag: Der weiße Berg

Der weiße Berg erzählt eindrucksvoll vom Erwachsenwerden eines Nomadenjungen aus der Mongolei, vom Einbruch der Moderne ins archaische Leben und von der Suche nach persönlicher Identität zwischen den Welten. Die weite Steppe der Tuwa-Nomaden in der Mongolei ist seine Heimat, hier wandern und stehen die Jurten seiner Sippe , seiner Vorfahren. Doch Dshurukuwaa besucht die ferne Schule , geht den „Weg des Wissens“. Die moderne, sozialistische Erziehung der Mongolei in den fünfziger und sechziger Jahren will die jahrhundertalten Traditionen zerstören. Der Glaube an Vater Himmel und Mutter Erde gilt als rückständig, Geister und Schamanen werden verdammt. Der jugendliche Dshurukuwaa, zum Schamanen berufen, zum Wissen verurteilt , wird erwachsen. Er verliebt sich , macht erste sexuelle Erfahrungen und trifft schließlich seine große Liebe wieder. Gleichzeitig spürt er Verantwortung gegenüber der Familie und der Vergangenheit und ist, hin-und her gerissen zwischen persönlichem Freiheitsdrang und einem ursprünglichen Leben als Jäger und Hirte , auf der Suche nach seiner ihm eigenen Bestimmung: Wer bin ich , wohin gehöre ich? Wie wollen wir leben?

Byambasuren Davaa und Lisa Reisch: Die Höhle des gelben Hundes

„Die Höhle des gelben Hundes“ erzählt von der Freundschaft des kleinen Nomadenmädchens Nansaa zu einem herrenlosen Hund. Wir erfahren von dem freien Leben in der Steppe von den reichen Traditionen der Mongolen und dem besonderem Bund zwischen Mensch und Tier.

Ian Manok: Der Mongole – Das Grab in der Steppe

Kriminalroman
Sogar in den endlosen Weiten der mongolischen Steppe lauert das Böse – doch manchmal versteckt es sich gut …
Kommissar Yeruldelgger hat selten gute Tage, aber heute ist ein besonders schlechter : Erst wird in der mongolischen Steppe die Leiche eines kleinen Mädchens gefunden, tief in der Erde vergraben auf seinem Dreirad. Kurz danach entdeckt man in der Hauptstadt die entstellten Leichen chinesischer Geschäftsleute. Zwei Fälle , die Kommissar Yeruldelgger vor ein Rätsel stellen. Er ahnt noch nicht, dass die Verbrechen zusammenhängen. Und dass sie Teil eines perfiden Plans sind, der Jahre zuvor sein Leben fast zerstört hat – und ihm jetzt das wenige zu nehmen droht, das ihm noch geblieben ist….

 

1 KommentarHinterlassen Sie einen Kommentar

  • Schaut nach einem interessanten Reiseziel aus….kommt auf meine Liste und bis es wieder losgeht kann ich mich mit den Büchertips super informieren

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