Wissenswertes zu Mittelamerika

Mexiko

Mexiko
Eine Reise nach Mexiko bietet eine Menge kultureller und landschaftlicher Sehenswürdigkeiten. Die einzigartige Kultur der Maya und Azteken offenbart sich in zahllosen Tempelanlagen und Pyramiden.

Mexiko City
Die Hauptstadt Mexiko City ist das kulturelle und wirtschaftliche Zentrum des Landes. Sie liegt in einem von über 2.200 m hohen, gewaltigen Bergzügen umgebenen Talkessel. In unmittelbarer Nähe der Stadt erheben sich eindrucksvoll zwei schneebedeckte Fünftausender: die Vulkane Popocatépetl und Ixtaccíhuatl. Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten des denkmalgeschützten Centro Histórico de la Ciudad gruppieren sich um den Zócalo, den Hauptplatz, an dem der mächtige, 1523 begonnene Nationalpalast, die barocke Kathedrale, die größte Kirche Lateinamerikas mit wertvoller Einrichtung und die Kirche Sagrario Metropolitano stehen. Darüber hinaus gibt es das Azteken-Ausgrabungsgebiet Templo Mayor, die stimmungsvolle Plaza Santo Domingo, die Plaza Garibaldi mit Markt und allabendlicher Mariachi-Musik und den viel besuchten Alameda-Park. Das hochinteressante Anthropologische Museum gilt als eines der schönsten Museen der Welt.

Yucatan
Diese im Osten Mexikos gelegene flache Halbinsel trennt den Golf von Mexiko von der Karibik. Die der Karibik zugewandte Seite ist durch ihre tropische Küstenlandschaft mit traumhaften weißen Sandstränden, Palmen sowie den vorgelagerten Inseln und Korallenriffen ein Paradies. In Yucatan, auch "Land der Maya" genannt, befinden sich viele beeindruckende Maya-Ruinen, darunter die großartige Anlage von Chichén Itzá sowie die Ruinen von Tulum und Cobá.

Baja California
Die 1.300 km lange Halbinsel Baja California, die im Norden Mexikos liegt und im Westen vom Pazifik im Osten vom Golf von Kalifornien begrenzt wird, zeichnet sich durch traumhafte Sandstrände aus. Das Innere der Halbinsel ist sehr karg und beeindruckt mit einer grandiosen Landschaft, die durch Wüste, Kakteen, bizarre Canyons sowie verlassene Missionsorte gekennzeichnet ist. Im Winterhalbjahr können Grauwale beobachtet werden, die hierherkommen, um sich zu paaren und zu kalben.

Oaxaca
Die Kolonialstadt Oaxaca liegt im gleichnamigen Bundesstaat inmitten eines ausgedehnten Hochplateaus zwischen steil aufragenden Gebirgszügen der Sierra Madre del Sur. Sie wurde 1529 von den Spaniern gegründet. Oaxaca ist bekannt für die gut erhaltenen Straßenzüge, die schachbrettartig um den Zócalo, den zentralen Platz der Stadt, angelegt wurden und ihre einstöckigen Patiohäusern aus der Kolonialzeit. Im Museo Regional de Oaxaca, das im ehemaligen Kloster Santo Domingo untergebracht ist, werden eine umfangreiche ethnographische Ausstellung, präkolumbianische Stücke, Exponate aus der Kolonialzeit sowie zeitgenössische Kunst gezeigt. Hier befindet sich auch der berühmte Schatz von Monte Albán. 

Monte Albán
Monte Albán, die wichtigste Stätte der Zapoteken, befindet sich nur neun Kilometer südwestlich von Oaxaca. Um 500 v. Chr. wurde von den Olmeken auf einem eingeebneten Plateau (750 x 250 m) eine Kultstätte angelegt. Später befand sich dort der Tempelbezirk der zeitweise mit rund 35.000 Einwohnern bedeutendsten Stadt der Zapoteken, die bis rund 800 n. Chr. bewohnt wurde. Dann wurde Monte Albán weitgehend verlassen. Die Mixteken nutzen nur noch die alten Grabkammern als Begräbnisstätte für ihre Herrscher. Die ausgedehnte Ruinenanlage, die einen überwältigenden Blick auf das Tal von Oaxaca bietet, gruppiert sich um einen zentralen Platz, der von verschiedenen Gebäuden, Tempeln, einem Observatorium, Gräbern und Ballspielplätzen umgeben wird. 

Teotihuacán
Die Metropole im mexikanischen Hochland, die rund 45 Kilometer nördlich von Mexiko City liegt, war in der Zeit zwischen 100 v. Chr. und 700 n. Chr. die größte und bedeutendste Stadt Amerikas. Die ausgegrabenen Pyramiden, Tempel und Heiligtümer sind sorgfältig restauriert und gehören zu den beeindruckendsten in ganz Mexiko. 

Puebla
Puebla besitzt einen historischen Kern mit spanisch-kolonialer Atmosphäre. Es gibt zahlreiche besuchenswerte Kirchen und Museen. Die Wände der Häuser aus dem 16. bis 18. Jahrhundert sind mit bunten Kacheln verziert. Um den prachtvollen Hauptplatz Zócalo gruppieren sich die interessantesten Bauten, darunter die riesige Kathedrale im Renaissance-Stil und das bischöfliche Palais, beide mit kostbarer Barock-Ausstattung.

Uxmal
Hier kann man den klassischen Stil der Maya (siebtes bis zehntes Jahrhundert) am besten studieren. Die Stadt war knapp einen Quadratkilometer groß und wird heute noch von der 38 m hohen "Pyramide des Wahrsagers" überragt, zu deren Spitze 118 steile Stufen führen. 

Chichén Itzá
Dies ist die berühmteste, meistbesuchte und am besten restaurierte aller Mayastädte auf der Halbinsel Yucatán. Sie wurde von den Maya um 450 n. Chr. gegründet und um 1.000 von den Tolteken übernommen, die aus dem 1200 km entfernten Tollán bei Teotihuacán eingewandert waren. Mehr als hundert Jahre haben die Ausgrabungs- und Restaurierungsarbeiten der acht km² großen Anlage gedauert. Besonders eindrucksvoll sind die Pyramide "El Castillo", die als steinerner Kalender diente, der prächtige, von tausend Säulen umgebene Kriegertempel sowie der 145 m lange und 37 m breite Ballspielplatz, der größte und schönste, der je entdeckt wurde. 

Kupfer Canyon „Barranca del Cobre“
Die "Kupferschlucht" ist eigentlich ein ganzes Netz von Schluchten, das sich durch die Sierra Tarahumara im Nordwesten Mexikos zieht. Mit ihren bis zu 1.500 m breiten und zum Teil mehr als einen Kilometer senkrecht abfallenden Felswänden ist dieses Naturwunder ums Vierfache größer als der weltberühmte Grand Canyon in den USA. 1961, nach neunjähriger Bauzeit, wurde die ungewöhnlich kühn angelegte Streckenanlage der Eisenbahn Chihuahua al Pacífico vollendet. Sie überwindet annähernd 2.500 Meter Höhenunterschied, führt über 39 Brücken und durch 86 Tunnel und bietet atemberaubende Ausblicke. 

Guatemala

Guatemala City
Das Hochland um die Hauptstadt Guatemala City ist dicht besiedelt. Auf 1.500 Meter Höhe entstand hier Ende des 18. Jahrhunderts die neue Hauptstadt. Das Hochplateau ist umgeben von Vulkanen, darunter der Pacaya. Zu den sehenswerten Gebäuden in der Innenstadt zählen die Kathedrale und der Palacio Nacional.

Antigua
Die ehemalige Hauptstadt Guatemalas wurde 1542 gegründet. Im 18. Jahrhundert erlebte Antigua ihre Blütezeit, bevor die Stadt 1773 durch ein schweres Erdbeben zerstört wurde. Nach dem Beben wurde die Hauptstadt in die nur eine Autostunde entfernte Guatemala City verlegt. Heute leben in Antigua ca. 30.000 Menschen. Durch die Kolonialbauten gilt Antigua als eine der schönsten Städte des Landes, die ein fast geschlossenes Bild kolonialer Stadtarchitektur bietet. Mittelpunkt der Stadt ist die Plaza Mayor. 

Tikal
Guatemala ist mit seinen über 3.000 archäologischen Stätten das wichtigste Zentrum der Maya-Forschung. Besonders beeindruckend sind die den Urwald überragenden Pyramiden von Tikal im Norden des Landes. Tikal ist zwischen 200 v.Chr. und 869 n.Chr. erbaut worden. Der Tempel der zweiköpfigen Schlange ist mit seinen 70 Metern das höchste Bauwerk der Maya. Nur die Tempel auf dem sogenannten Hauptplatz von Tikal sind vollständig ausgegraben. Viele andere der Pyramiden sind noch vom Urwald überwuchert. Dies macht aber auch den besonderen Reiz Tikals aus. Tikal wurde von der Unesco zum Kultur- und Naturerbe der Menschheit ernannt.

Quiriguá
In Quiriguá, das ebenfalls von der Unesco geschützt ist, stehen beeindruckende massive Tierkörper und große Monolithen. Die Maya-Stätte Quiriguá wurde ca. 500 n. Chr. gegründet.

Chichicastenango
Der Bergort Chichicastenango liegt auf einer Höhe von 2.030 Meter. Dieser Ort ist vor allem durch seinen Markt bekannt, der Händler aus der ganzen Umgebung anlockt. Jeden Donnerstag und Sonntag werden hier Teppiche, Stoffe, Holzschnitzereien und andere Waren von farbenprächtig gekleideten Indígenas verkauft. Die Kirche Santo Tomás ist Mittelpunkt der Stadt. Auf den Treppen der Kirche und zum Teil auch im Inneren feiern Quiché-Indianer. 

Lago Atitlán
Der Atitlán-See bietet ein einmaliges Panorama mit den ihn umgebenden Vulkanen. Gerade hier am Lago Atitlán kleiden sich besonders die Frauen noch traditionell und farbenprächtig. Bei einer Bootsfahrt über den See können Indianermärkte besucht werden.

Honduras

Copan
Heute ein verwinkeltes Dörfchen, war Copán einst mit 200.000 Einwohnern eine Großstadt, die südlichste der großen Maya-Städte, und ein geistiges Zentrum der Maya-Hochkulturen. 
Für Honduras ist es die wichtigste archäologische Ausgrabungsstätte. Neben dem einzigartig gut erhaltenen Ballspielplatz, dem größten seiner Art, sowie den eindrucksvollen Tempeln und Plazas wurden ganze Wohnbezirke freigelegt, die Auskunft über das soziale Leben der Mayas geben.

Nicaragua

Managua
Die Hauptstadt Nicaraguas wurde 1972 durch ein Erdbeben zerstört. Da erkannte man erst, dass der Kern der Stadt sehr ungünstig gebaut wurde: genau auf einer Erdbebenfalte. Beim Wiederaufbau Managuas hat man im Kreis um das Gebiet des alten Zentrums herumgebaut, was zu einem ungewöhnlichen Stadtplan geführt hat. Die mächtige Kathedrale von Managua mit ihrer breiten, von zwei Türmen flankierten Westfassade, die im 18. und 19. Jahrhundert in klassizistischen Formen entstand, hat das Erdbeben überstanden.

Granada
Granada, am Lago de Nicaragua gelegen, wurde 1524 gegründet und ist somit eine der ältesten Städte in Amerika. Die Kirche Merced, die um 1781 als dreischiffige Basilika gebaut wurde und eine große Kuppel sowie eine klassizistische Fassade hat, ist eine der ältesten Kirchen in Mittelamerika.

Costa Rica

San José
San José ist nicht nur die Hauptstadt, sondern das absolute Zentrum Costa Ricas. Die Stadt ist sehr modern. Zentrum der Stadt ist die Plaza de la Cultura. Hier trifft sich alles: Geschäftsleute und Künstler, Touristen und Straßenmusikanten. An diesem Platz findet man auch zwei Sehenswürdigkeiten. Die eine ist das im neoklassizistischen Stil erbaute Nationaltheater von 1894, das prächtigste und luxuriöseste Gebäude des ganzen Landes. Der Zuschauerraum dieses Theaters, in dem 1.000 Menschen Platz finden, kann in einen Ballsaal verwandelt werden. Die zweite Sehenswürdigkeit an der Plaza de la Cultura ist das Goldmuseum, das die wertvollsten Goldschätze des Landes beherbergt. 

Cartago
In dem nahe der Hauptstadt gelegenen Ort steht die berühmte "Basilica de Nuestra Señora de los Angeles", eine 1926 erbaute Wallfahrtskirche. 

Vulkan Arenal
Die drei Krater dieses Vulkans sind noch heute aktiv und stoßen immer wieder Lava sowie Gesteinsbrocken aus. Das Smithsonian Institute hat eine "Arenal Observatory Station" aufgebaut, eine Überwachungsstation, von der man den besten Blick auf das Naturschauspiel hat. Hier gibt es wunderschöne kleine Wandermöglichkeiten.

Nationalpark Tortuguero
Der Park im Nordosten des Landes ist nur auf dem Wasser- und Luftweg zu erreichen. Diese Abgeschiedenheit führte dazu, dass sich in dem Regenwaldgebiet viele seltene Tiere und Pflanzen erhalten haben. Die Zahl der Tierarten im Nationalpark Tortuguero ist groß (es gibt dort allein über 300 Vogelarten). Man kann Affen wie Wickelbären, Seekühe und Krokodile sehen. Außerdem gibt es auch Reiher und Papageien und natürlich die Schildkröten, von denen der Park seinen Namen hat. Das 19 Hektar große Gebiet ist von Flüssen, Lagunen und Kanälen durchzogen. Am Meer liegt ein Schildkrötenstrand, den die Grünen Schildkröten im Sommer aufsuchen, um Eier zu legen. Außer diesen kommen aber auch die Karett- und die gewichtigen Lederschildkröten hierher.


Nationalpark Vulkan Poás und Nationalpark Vulkan Irazu
Wanderungen inmitten beeindruckender Kraterlandschaften mit farbintensiven Kraterseen.

Panama

Panama City, Ciudad de Panama
Bekannt ist die moderne Skyline von Panama-Stadt. Im alten Teil der Hauptstadt findet man die schönsten Sehenswürdigkeiten, darunter die Plaza de Francia, den Justizpalast und die Kirche Santo Domingo. Ganz in der Nähe sieht man die Ruinen von Panama Viejo, dem alten, ursprünglichen Panama.

Panama-Kanal
Seit 1885 gab es zwischen dem Karibischen Meer und dem Indischen Ozean eine Eisenbahnverbindung. Die funktionierte für die Handelsverbindungen von Ozean zu Ozean so gut, dass man auf die Idee mit dem Kanalbau kam. Das erste Projekt, 1879 begonnen, scheiterte an Geldmangel. Dann griffen die USA wirtschaftlich ein und so wurde der Kanal 1914 fertiggestellt. Am 1.1.2000 wurden die Hoheitsrechte des Kanals von den USA an Panama übergeben. 
Der Kanal ist 64 km lang und wird ohne Pause benutzt. Jedes Jahr passieren ihn über 13000 Schiffe unter den Flaggen von fast 70 Nationen. Es gibt in Miraflores und in Gatun gute Gelegenheiten den Betrieb auf dem Kanal zu beobachten.

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