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Polen - Baltikum - Russland I 2019


Tagesprogramm der Rundreise


1. Tag: Flug nach St. Petersburg

Linienflug nach St. Petersburg in Russland. Der Treffpunkt und die Abflugzeit werden Ihnen 6 bis 8 Wochen vor Reisebeginn bekannt gegeben.

2. Tag und 3. Tag: St. Petersburg

In St. Petersburg, der ehemaligen Hauptstadt des Russischen Reiches, halten wir uns zwei Tage auf. Wir beginnen mit einer großen Stadtrundfahrt: Schlossplatz mit Winterpalais, Admiralität, Eherner Reiter, Isaaks-Kathedrale, Theaterplatz, Jussupow-Palais, Moika- und Fontankafluss, Strelka mit der alten Börse, Peter- und Pauls-Festung, Smolny-Kloster, Alexander Newski-Kloster, Kasaner Kathedrale, Christ-Auferstehungs-Kirche, Platz der Künste, Newski-Prospekt. Dann steht ein Besuch der weltberühmten Eremitage im ehemaligen Winterpalais Katharinas der Großen auf dem Programm. Als die Zarin in den Palast eingezogen war, hat sie einen Teil der Räume in ein Privatmuseum verwandelt und hat Agenten und Botschafter beauftragt, ihr die besten Kunstwerke aus aller Welt zu beschaffen. In 120 Sälen sind Werke der Malerei und Bildhauerkunst ausgestellt, darunter Meisterwerke von Leonardo da Vinci, Michelangelo, Raffael, Tizian und vieler anderer. Die Rembrandt-Sammlung gehört zu den reichhaltigsten der Welt. Wir besichtigen den Großen Katharinen-Palast mit dem wieder neu geschaffenen Bernsteinzimmer in Zarskoje Selo, rund 30 km südlich der Stadt. Wir machen einem Ausflug zum Schloss Peterhof - einem der schönsten Lustschlösser der Welt am finnischen Meerbusen: Besuch der großartigen Parkanlage Peters I. mit den berühmten Wasserspielen. In der Freizeit haben wir die Möglichkeit zu einer Bootsfahrt durch die Kanäle der Stadt. Unser Übernachtungsplatz liegt an der Ostsee: Bademöglichkeit.

Die Reihenfolge des Besichtigungsprogramms an den beiden Tagen in St. Petersburg richtet sich nach den örtlichen Gegebenheiten (Öffnungszeiten usw.)

4. Tag: St. Petersburg - Tallinn

Die Fahrt führt ans Ufer der Narva, den mächtigen Grenzfluss zwischen Russland und Estland. Die beiden Festungen - die litauische Hermannsfeste und die russische Iwangorod - thronen hoch oben und bilden ein eindrucksvolles, imposantes Ensemble. Durch weite Wälder führt die Reise über Kohtla-Järve an den Finnischen Meerbusen nach Tallinn, der Hauptstadt von Estland.

5. Tag: Tallinn

Vormittags machen wir einen Stadtrundgang in Tallinn (Reval): Die Tallinner Altstadt hat sich ihr mittelalterliches Gesicht bewahrt. Angesichts der mächtigen, grauschiefrigen Befestigungsanlagen mit ihren vielen Wehrtürmen, der winkligen, gepflasterten Gassen, der hoch aufragenden Kirchtürme und der historischen Bauten fühlt man sich in die Zeit des livländischen Ordens versetzt. Auf dem Programm der Stadtbesichtigung stehen: Altstadt oder „Obere Stadt“ mit dem Schloss Toompea und dem 50 m hohen Bergfried „Pikk Hermann“, „Untere Stadt“ mit dem mittelalterlichen Raekoja-Platz, dem gotischen Rathaus und der 500 Jahre alten Rathausapotheke. Die älteste Straße Tallinns „Pikk Jalg“ verbindet über den Torturm die Obere mit der Unteren Stadt. Nachmittags können wir in der Freizeit das Mittelalter auf eigene Faust entdecken. Anschließend führt eine kurze Fahrt entlang der Tallinner Bucht. Wir spazieren durch das ethnografische Parkmuseum Rocca-al-Mare in herrlicher Natur mit Exemplaren bäuerlicher Baukunst des 18.-20. Jh.: Häuser, Ställe, Mühlen, Schmieden, eine Dorfkirche, Sauna u. a. Nach dem Abendessen haben wir von unserem zentral gelegenen Campingplatz aus noch die Gelegenheit, die Stadt individuell zu erkunden.

6. Tag: Tallinn - Riga

Wir verlassen Tallinn und fahren die nächsten 130 km im Landesinneren über Marjamaa nach Pärnu (Pernau): Aufenthalt und Mittagspause im bekanntesten Badeort Estlands. Entlang der Rigaer Bucht führt die Reise nach Ainazi (Hainasch), wo wir die Grenze zwischen Estland und Lettland passieren. Weiter der Küste der Rigaer Bucht folgend, erreichen wir Riga, die Hauptstadt Lettlands und Kulturhauptstadt 2014. Erstmals ist Riga als Ansiedlung der Liven im 10. Jh. erwähnt worden. Die Stadtgründung wird mit dem Jahr 1201 angegeben, als Riga eine deutsche Faktorei geworden ist. Anschließend führt die Fahrt zu unserem Übernachtungsplatz in Jurmala bei Riga an der Ostsee: Bademöglichkeit.

7. Tag: Riga

Von Jurmala fahren wir nach dem Frühstück mit dem Zug in die lettische Hauptstadt Riga und spazieren durch die Altstadt. Vor mehr als 800 Jahren ist Riga durch den livländischen Bischof Alberg gegründet worden. Wir besichtigen den Dom, steigen auf den Turm der Peterskirche und besichtigen das Häuserensemble der Drei Brüder, das einen Querschnitt durch die Rigaer Architektur vom Mittelalter bis zum 19. Jh. gibt. In der angrenzenden Neustadt staunen wir besonders in der Straße Alberta iela über die prachtvollen Jugendstilfassaden. In einem der netten Cafés können wir das Flair der Stadt genießen. Am Abend besteht die Möglichkeit ein Theater oder ein Konzert zu besuchen. Die Rückkehr erfolgt wieder mit dem Zug.

8. Tag: Ausflug in den Gauja Nationalpark

Heute unternehmen wir einen ganztägigen Ausflug in den einzigartigen Gauja Nationalpark, der etwa 50 km nordöstlich von Riga beginnt. Der Gauja Nationalpark ist der älteste und mit etwa 920 qkm zugleich größte Nationalpark in Lettland und besticht durch zahlreiche Naturschönheiten. Das waldige Urstromtal des Flusses Gauja ist ein Paradies für Flora und Fauna. Der Fluss hat sich in Tausenden von Jahren tief in die hügelige Landschaft mit dichten Wäldern und rotgelb leuchtenden Sandsteinfelsen eingegraben. Auf den Höhen thronen stolz ehemalige Ritterburgen. Wir unternehmen unterhalb der Burgruine Turaida (sehr schönes Freilichtmuseum) eine Wanderung auf romantischen Waldwegen von der Teufelshöhle zur Gutmannshöhle, um die sich einige Legenden ranken. Nach einem aktiven und erlebnisreichen Tag kehren wir wieder nach Riga zurück.

9. Tag: Riga - Trakai

Wir fahren zur Grenze nach Litauen. Nach den Formalitäten führt die Reise nach Siauliai (Schaulen) die viertgrößte Stadt in Litauen. In ihrer Nähe befindet sich eine Art Nationalheiligtum der Litauer, der „Berg der Kreuze“. Hier sind zu Ehren hingerichteter, litauischer Aufständischer Kreuze auf dem Berg aufgestellt worden. Der ursprüngliche Sinn eines ohnmächtigen Protestes gegen die Willkürherrschaft des Zarenreiches, hat immer mehr religiösen Charakter erhalten. Der Ort hat sich einer nationalen Pilgerstätte entwickelt. Heute wird zu verschiedensten Anliegen gebetet und weitere Kreuze werden angebracht. So entstand inzwischen eine sehr imposante Anlage auf zwei nebeneinander liegenden Hügeln. Auf der Weiterfahrt passieren wir Panevezys, die fünftgrößte Stadt Litauens. Sie liegt mit seinen 150.000 Einwohnern in der zentrallitauischen Ebene am oberen Lauf des Nevezis. Unser nächstes Ziel ist Ukmerge, eine der ältesten bekannten Ortschaften Litauens, die oft vom Deutschen Orden und vom Livländischen Orden überfallen und belagert worden ist. In Richtung Südosten kommen wir, durch eine liebliche Landschaft mit kleinen Seen und weiten Wäldern nach Trakai bei Vilnius. Unser Übernachtungsplatz liegt direkt am Galvesee: Bademöglichkeit.

10. Tag: Barockstadt Vilnius

Nach kurzer Fahrt wird Vilnius erreicht. Die heutige Hauptstadt Litauens überrascht durch die Vielfalt ihrer Sehenswürdigkeiten: prachtvolle Bauten aus verschiedenen Epochen, exotische Kuppeln russischer Kirchen, bunte Märkte und das turbulente Leben in den wimmelnden Straßen der Altstadt. In der Stadt besichtigen wir: Jesuitenkonvikt, Ruinen des Schlosses des großen litauischen Fürsten Gediminias, Kirche der heiligen Anna im gotischen Stil, bemerkenswertes architektonisches Ensemble der Universität, die im Barockstil erbaute St. Kasimirkapelle in der Kathedrale, Peter- und Paul-Kirche mit 2000 einzelnen Skulpturen und Plastiken. Nach einer Freizeit in Vilnius kehren wir nach Trakai zurück. Die mittelalterliche Hauptstadt des Landes ist im Jahre 1321 vom Großfürsten Gediminas erbaut worden. Auf seine Einladung hin haben sich hier deutsche Handwerker und Händler angesiedelt. Wir haben Freizeit, um die Burgruine der Halbinsel, die herrliche Inselburg und die gut erhaltene Kleinstadt zu erkunden. Am Abend haben Sie die Möglichkeit an einem litauischen Folkloreabend inkl. Essen teilzunehmen.

11. Tag: Trakai - Kurische Nehrung Nationalpark

Die Fahrt führt durch Kaunas, der zweitgrößten Stadt Litauens, entlang der Memel nach Silute (Heidekrug). Durch das Memelland mit seinen Mooren, Wäldern, Heide und Feldern gelangen wir nach Memel, der Stadt mit dem Denkmal für den Dichter Simon Dach. Sein Gedicht „Ännchen von Tharau“ ist bis heute in aller Munde. Mittagspause und Freizeit zum Besuch des Marktes. Mit der Fähre Überfahrt zum Kurische Nehrung Nationalpark. Der weitgereiste Wilhelm v. Humboldt schrieb einst: „Die Kurische Nehrung ist so merkwürdig, dass man sie gesehen haben muss, wenn einem nicht ein wunderbares Bild in der Seele fehlen soll.“

12. Tag: Kurische Nehrung Nationalpark

Die Kurische Nehrung trennt das Kurische Haff von der Ostsee und entstand vor 5.000 bis 6.000 Jahren. Seit dem Jahr 2.000 zählt die Nehrung zum Weltnaturerbe der UNESCO. Heute unternehmen wir eine Wanderung auf der berühmten Großen Düne, erkunden Nida zu Fuß, besuchen das Thomas-Mann-Haus und die Ostseeseite der Nehrung (bei passendem Wetter Bademöglichkeit).

13. Tag: Kurische Nehrung Nationalpark - Kaliningrad/Königsberg

Wir passieren die litauisch-russische Grenze und fahren über Zelenogradsk (Cranz) nach Kaliningrad/Königsberg. Die alte Hauptstadt Ostpreußens heißt seit 1946 offiziell Kaliningrad. Bei einer Rundfahrt besichtigen wir die Stadt, die im Schutz der 1255 erbauten Burg des Deutschen Ordens entstanden ist: Dom aus dem 13. Jh., Schlossteich, Paradeplatz mit Kantdenkmal, Dohnaturm, Sackheimer Tor, Luisenkirche, Theater und Hafen mit den Speicherhäusern.

14. Tag: Kaliningrad/Königsberg - Danzig

Wir verlassen das Kaliningrader Gebiet und fahren zur russisch-polnischen Grenze zwischen Preußisch Eylau (Bagrationowsk) und Landsberg (Bezedly). Nach den Grenzformalitäten Fahrt durch die Landschaft des Ermlandes und Ostpreußens über Osteroder nach Elbing. Sollte zum Zeitpunkt der Reise der Grenzübergang Heiligenbeil - Gronowo für ausländische Busse passierbar sein, nehmen wir die kürzere Route von Königsberg über Braniewo (Braunsberg) und Frombork (Frauenburg) nach Elbing. Über die Weichsel, dem längsten Fluss Polens erreichen wir die Danziger Bucht und die Dreistadt Gdansk-Sopot-Gdynia (Danzig-Zoppot-Gdingen). Wir haben einen Aufenthalt in der alten Hafenstadt Danzig die in ihrer einstigen Pracht neu erstanden ist. Wir machen einen Stadtrundgang: Altstadt, Marienkirche, das Goldene Tor, altes Rathaus, Königsweg und Krantor.

15. Tag: Danzig - Werbellinsee

Durch die faszinierende Landschaft des kasubischen Küstenlandes geht es über Stolp nach Köslin. Wir fahren durch Pommern und erreichen bei Stettin die Oder, den Grenzfluss zwischen Polen und Deutschland. Nach den Formalitäten geht es durch die Uckermark in Richtung Prenzlau zum Werbellinsee.

16. Tag: Werbellinsee - München

7.00 Uhr Abfahrt. Die Fahrt führt auf der Autobahn durch die Uckermark, vorbei an Berlin, über den hohen Fläming, durch die Elbniederung, vorbei an Dessau, Leipzig und durch Thüringen. Über Hof, Rasthaus Frankenwald, Nürnberg/Feucht und Ingolstadt geht es nach München zum Busbahnhof „Messestadt Ost“. Vom Busbahnhof „Messestadt Ost“ besteht mit der U-2 eine Direktverbindung zum Hauptbahnhof. Die Fahrzeit beträgt ca. 25 Minuten. Fahrscheine erhalten Sie an den Schaltern des MVV- (Münchner Verkehrsverbund) oder an den entsprechenden Automaten. Die einfache Fahrt kostet € 2,80. Eine Fahrt mit dem Taxi vom Busbahnhof „Messestadt Ost“ zum Hauptbahnhof kostet ca. € 25,- - 30,-. Ankunft in München, je nach Verkehrslage, um ca. 18.00 Uhr.

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