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Große Sizilien-Rundreise I 2019


>> Blogbeitrag zur Reise

Tagesprogramm der Rundreise


1. Tag: Flug nach Catania - Syracus

Linienflug nach Catania auf Sizilien. Die Abflugzeit und der Treffpunkt werden Ihnen 6 bis 8 Wochen vor Reisebeginn bekannt gegeben. Nach Ankunft in Catania fahren wir in die Nähe von Syracus zu unserem ruhig gelegenen Übernachtungsplatz.

2. Tag: Syracus

Heute besuchen wir Syracus. Wir machen einen Spaziergang durch die barocke Altstadt Ortygia mit Apollo-Tempel und Dom. Wir besichtigen den Dom, den zu einer christlichen Kirche umgebauten Athene-Tempel aus dem 5. Jh. v. Chr. und beenden unseren Rundgang an der von Papyrusstauden umgebenen Arethusa-Quelle. Nach einer Mittagspause besichtigen wir die archäologische Zone mit dem größten antiken Theater Siziliens, den berühmten Steinbrüchen - das so genannte „Ohr des Dionysios“ - und der römischen Arena. Ebenfalls sehr sehenswert ist das Archäologische Museum mit seiner reichhaltigen Sammlung zur sizilianischen Frühgeschichte und Antike.

3. Tag: Ausflug nach Palazzolo Acreide

Wir unternehmen einen ganztägigen Ausflug ins Hinterland der Ostküste, in die Hybläer Berge. Unsere erste Station ist Palazzolo Acreide. Die Kleinstadt liegt auf einem Hügel und bietet einen guten Ausblick ins Landesinnere. Bereits die Griechen errichteten hier bemerkenswerte Bauten (Acrai). Am Nachmittag fahren wir in das Gebiet von Pantalica und gewinnen einen Einblick in Siziliens Frühgeschichte: über 5000 in steile Felswände eingehauene Grabkammern der Siculer, Bewohner der Stein- und Bronzezeit, finden sich in der einsamen Gegend. Eine kurze Wanderung (ca. 1 Std., leicht) bietet immer neue Ausblicke, Frühlingsblumen säumen unseren Weg.

4. Tag: Ausflug zum Ätna und nach Catania

Den heutigen Tag widmen wir vor allem dem Ätna, dem größten und aktivsten Vulkan Europas. Wir fahren auf ca. 1.900 m Höhe zur neuen Seilbahnstation. Die alte wurde beim Ausbruch im Juli 2001 durch Lava weitgehend zerstört. Je nach Wetter- und Schneelage besteht die Möglichkeit, mit der Seilbahn, Geländefahrzeugen und einer geführten kurzen Wanderung auf knapp 2.900 m Höhe zu den neueren Lavaströmen oder zuletzt aktiven Nebenkratern zu gelangen. Der Gipfelkrater ist wegen des unberechenbaren Austritts gefährlicher Gase gesperrt. Der Ätna ist ein aktiver Vulkan. Vorgeplante Kratertouren sind wegen der ständigen Änderungen der Vulkanaktivitäten nicht möglich, aber die Ätna-Bergführer bemühen sich, interessante und gleichzeitig sichere Routen auszuwählen. Die Vulkanwanderung gehört zu den landschaftlichen Höhepunkten der Reise. Alternativ kann man auf der Höhe des Beginns der Seilbahn die Krater Monti Silvestri, entstanden 1892, umrunden. Am späteren Nachmittag besichtigen wir Catania. Die Stadt ist eine spröde Schönheit, sie wurde nach mehrmaligen Zerstörungen immer wieder mit dem dunklen Lavagestein neu aufgebaut, meist prunkvoller als davor. Wir machen einen Spaziergang durch das Zentrum zum Dom. Dabei können wir auch Reste aus der Antike (Odeon und Theater, falls geöffnet) sehen. Wenn zeitlich möglich, gehen wir auch zum Castel Ursino, einem Festungsbau des Staufers Friedrich II., um den sich ein gewaltiger Lavastrom gelegt hat. Den erlebnisreichen Tag beenden wir mit einem sizilianischen Essen an unserem Übernachtungsplatz bei Syrakus.

5. Tag: Syracus - Noto - Ragusa - Falconara

Wir verlassen die Ostküste und fahren ins Hinterland zur Kleinstadt Noto, einem Juwel der Barockarchitektur Siziliens. Barocke Kirchen und Adelspaläste bestimmen das Stadtbild. Anschließend geht es Richtung Ragusa, wo wir die Altstadt Ragusa-Ibla, mit einem Rundgang besichtigen. Die Domfassade gilt als Meisterwerk von Rosario Galiardi, einem der berühmtesten sizilianischen Architekten der Barockzeit. Am Nachmittag geht es vorbei an Comiso, Vittoria und Gela an die Südküste, auch als „Afrikanische Küste“ bezeichnet, zu einem Campingplatz am Strand bei Falconara.

6. Tag: Ausflug nach Enna

Wir machen eine Rundfahrt ins Inselinnere Siziliens und fahren zunächst nach Caltagirone, dem Zentrum der sizilianischen Keramikkunst. Nach einem kurzen Stadtrundgang geht es weiter Richtung Piazza Amerina zur Villa Casale. Sie ist das eindrucksvollste Zeugnis eines römischen Herrenhauses auf Sizilien mit über 3500 qm gut erhaltenen Fußbodenmosaiken. Am Nachmittag führt uns der Weg vorbei am Pergusasee, zum Zentrum der Insel nach Enna, das oft das Herz Siziliens genannt wird. Das Felsennest liegt nahezu 1.000 m über dem Meer und ist die höchstgelegene Provinzhauptstadt Italiens. In der Antike gab es hier eine berühmte Kultstätte für die Fruchtbarkeitsgöttin Demeter. Den Aufstieg auf einen Wachturm im Stauferkastell belohnt ein weiter Panoramablick. Danach kehren wir wieder zum Campingplatz bei Falconara zurück.

7. Tag: Falconara - Agrigent - Selinunte

Am frühen Vormittag erreichen wir Agrigent. Der griechische Dichter Pindar hat das Antike Akragas als „glanzliebende, schönste der sterblichen Städte“ bezeichnet und besungen. Die Größe der antiken griechischen Stadt kann man heute nur erahnen: nur ein Bruchteil ist ausgegraben, der Rest ruht unter Mandelhainen. Das sogenannte Tal der Tempel hatte im griechischen Mutterland nicht seinesgleichen und wurde von der UNESCO 1997 zum Weltkulturerbe erklärt. Wir spazieren durch das Vale dei Templi vorbei am Hero-, Concordia- und Herakles- zum Zeustempel. Das Archäologische Museum zeigt kostbare Funde der antiken Blütezeit. Besonders sehenswert sind u.a. die griechischen Vasen und die 7 m lange Telamonfigur des Zeustempel. Eine gemütliche Mittagspause im Zentrum des heutigen Agrigents bietet auch Gelegenheit zu einem kurzen Stadtbummel. Am frühen Nachmittag fahren wir nach Selinunt.

8. Tag: Ausflug nach Palermo

Wir fahren nach Palermo, in die quirlige und geschichtsträchtige Hauptstadt Siziliens. Wir besuchen das kunstgeschichtliche Highlight der Stadt, die Capella Palatina, eine künstlerisch vollendete Verbindung byzantinischer und arabischer Stilelemente in der Normannenzeit. Weiteres besuchen wir die Kapuzinergruft, eine Anlage unter dem Kapuzinerkloster, die wegen ihrer zahlreichen Mumien und der 1920 letzten präparierten Mumie der kleinen Rosalia Lombardo als eine der bekanntesten Mumiengräbern der Welt gilt. Im Dom besuchen wir die Gräber von Roger II. und dem Staufenkaiser Friedrich II. Auf einem Spaziergang durch die Altstadt zeigt sich uns die vielseitige Kunstgeschichte Palermos: Kirchen im arabischen Stil, Paläste und Plätze in Barock- und Jugendstil. Nach einer Mittagspause fahren wir in das südlich von Palermo gelegene Monreale. Der Dom von Monreale mit seinen Mosaiken und der berühmte Kreuzgang sind weltbekannte Belege der künstlerischen Blüte während der Normannen- und Stauferzeit. Zurück auf unserem Campingplatz bei Selinunt, laden wir Sie zu einer Pizza ein.

9. Tag: Selinunt

Heute verbringen wir den Tag in und um Selinunt. Selinunt war die westlichste Kolonie der antiken Griechen auf Sizilien. Sie wurde 409 v. Chr. von den Karthagern erobert, völlig zerstört und als karthagische Siedlung wiederbelebt. Heute ist Selinunt das größte antike Ruinenfeld Siziliens. Wir besichtigen die weitläufige archäologische Zone. Wir beginnen bei den teilweise wiedererrichteten Tempeln auf dem Osthügel und spazieren anschließend durch die Akropolis mit ihren Tempel- und Häuserresten sowie Befestigungsanlagen. Der Nachmittag steht zur freien Verfügung: man kann am Sandstrand von Selinunt entspannen, baden oder im kleinen Fischer- und Badeort Marinella di Selinunte bummeln oder zum östlich davon gelegenen Strand im Naturreservat der Belicemündung spazieren.

10. Tag: Selinunt - Segesta - Monte Erice - Selinunt

Wir fahren zum Tempel von Segesta, der einsam im hügeligen Hinterland der Nordküste Siziliens thront. Auch Goethe hatte ihn bei seiner ersten Italienreise besucht und war begeistert. Von dort kann man auf den nahegelegenen Monte Barbaro hinauf wandern oder mit einem Bus hochfahren, um das gut erhaltene antike Theater zu besichtigen und den schönen Ausblick zum Golf von Castellamare zu genießen. Danach geht es weiter auf den Monte Erice, der für die Seefahrer der Antike eine weithin sichtbare Landmarke war. Wir spazieren durch die mittelalterliche Altstadt zum Castello di Venere. Von hier bietet sich ein schöner Blick auf die Hafenstadt Trapani, die südlich davon gelegenen Salinenfelder und bei schönem Wetter auf die der Westspitze Siziliens vorgelagerten Ägadischen Inseln. Anschließend fahren wir zum Campingplatz nach Selinunt zurück.

11. Tag: Selinunt - Cefalu

Wir fahren an die Nordküste zum Eingang des Naturreservats ,dello Zingaro´. Dort haben wir einen freien Aufenthalt. Man kann sich in einer der kleinen Kiesbuchten entspannen und baden oder auf ausgeschilderten Wegen an der Steilküste des ersten Naturschutzgebietes Siziliens spazieren bzw. wandern. Am Nachmittag geht es an der Nordküste entlang Richtung Westen zu einem Campingplatz kurz hinter Cefalu.

12. Tag: Cefalu - Oliveri

Am Vormittag besichtigen wir Cefalu. Wir spazieren durch die Gassen und Gässchen der Altstadt zum Normannendom mit seinem goldschimmernden Christusmosaik. Dabei kommen wir auch an dem öffentlichen mittelalterlichen, arabischen Waschplatz vorbei. Anschließend Freizeit zum weiteren Bummeln durch das liebenswerte Städtchen, zum Baden am nahen Strand oder um auf den Burgberg zu steigen und die schöne Aussicht zu genießen. Nach einer Mittagspause fahren wir entlang der Nordküste nach Oliveri zu einem Campingplatz am Meer.

13. Tag: Liparische Inseln

Ganztägiger, freier Aufenthalt. Man kann die Zeit am Strand verbringen oder selbständig einen Ausflug zu den Liparischen Inseln unternehmen: mit einem Boot bzw. Schnellboot geht es von Milazzo nach Lipari, der größten Insel des Archipels. Die Insel ist seit der Jungsteinzeit besiedelt (4000 v. Chr.), es gibt Siedlungsspuren die zu den ältesten Italiens zählen. Ein archäologisches Museum dokumentiert die Frühgeschichte und Antike. Das malerische Städtchen lädt zum Bummeln ein. Empfehlenswert ist eine Inselrundfahrt. Sie bietet schöne Ausblicke und Einblick in die Obsidian- bzw. Bimssteingewinnung. Auf der Rückfahrt gibt es einen Aufenthalt auf der kleinen Insel Vulcano. Dort kann man entweder im Meer oder in heißen Schwefelquellen baden. Oder man kann zum aktiven Vulkankraterrand hochsteigen, die Schwefeldampfaustritte bestaunen und einen Rundblick über den Archipel genießen. Die Durchführbarkeit des Ausflugs hängt vom Wetter-, der Teilnehmeranzahl- und den Schiffsfahrplänen ab.

14. Tag: Oliveri - Tindari - Taormina - Syracus

Wir fahren zur Wallfahrtskirche von Tindari, in der eine schwarze Madonna verehrt wird. Sie liegt auf einer Anhöhe über Oliveri. Außerdem gibt es dort Ausgrabungen aus der griechisch-römischen Zeit. Anschließend geht es auf der Autobahn vorbei an Messina nach Taormina. Immer wieder öffnet sich der Blick auf die Straße von Messina und zum italienischen Festland. In Taormina besichtigen wir das bekannte sogenannte Griechische Theater, ein römisch-hellenistisches Theater aus dem 1. - 2. Jh. v. Chr. Es bietet einen herrlichen Blick auf den Ätna und das lonische Meer mit der Bucht von Naxos. Anschließend kann man durch die geschäftige Altstadt Taorminas bummeln oder zum über der Stadt gelegenen Kastell hochsteigen. Der Kreis unserer Sizilienrundreise schließt sich wieder in Syracus. Abschiedsessen.

15. Tag: Syrcarus - Catania - Rückflug

Fahrt von Syracus nach Catania und Rückflug.

 

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