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Deutschland Rundreise


Tagesprogramm der Rundreise


1.Tag: München - Rothenburg o. d. Tauber - Würzburg - Heidelberg

Unsere Fahrt führt uns über Ulm nach Rothenburg ob der Tauber. Mit einer vollständig erhaltenen, mittelalterlichen Altstadt ist Rothenburg eine weltbekannte Sehenswürdigkeit mit vielen Kulturgütern und Baudenkmälern. Der historische Stadtkern ist von einer begehbaren Stadtbefestigung umgeben und in die weitgehend unverbaute Landschaft des Flusstals der Tauber eingebettet. Von 1274 bis 1803 war Rothenburg eine Reichsstadt, verlor nach dem 30-jährigen Krieg an Bedeutung, blieb jedoch kultureller Mittelpunkt, wodurch das alte Stadtbild überwiegend erhalten blieb. Rothenburg ist nicht nur einer der bedeutendsten Zielorte des Tourismus in Deutschland, sondern dient auch häufig als Filmkulisse. Weiter geht es zu einer der schönsten deutschen Städte, nach Würzburg. Im Jahre 704 wurde Würzburg erstmals als Befestigungsanlage urkundlich erwähnt. Sie war bereits im Mittelalter ein bedeutendes wirtschaftliches, geistliches und hoheitliches Zentrum. Durch den Bombenangriff am 16. März 1945 wurde Würzburg schwer beschädigt. Kirchen und Denkmäler wie einige Bürgerhaus-Ensembles wurden wieder rekonstruiert. Die restaurierte Würzburger Residenz mit Hofgarten wurde 1981 in das UNESCO-Weltkulturerbe aufgenommen. Sie war nach dem Aachener Dom und mit dem Speyrer Dom das dritte deutsche Bauwerk auf dieser Liste. Anschließend Fahrt nach Heidelberg und Übernachtung.

2. Tag: Heidelberg - Speyer - Köln

Besichtigung der Stadt am Neckar mit der schönsten Schlossruine Deutschlands. Die mächtige Schlossruine und die gedrängt im Tal liegende Altstadt lockten bereits Anfang des 19. Jahrhunderts Schriftsteller der Romantik in die Stadt, die bis 1720 den Kurfürsten von der Pfalz als Residenz diente. Die städtische Kultur wird von der Ruprecht-Karl-Universität (1386) und ihren Studenten geprägt. Zudem beherbergt Heidelberg bedeutende Forschungseinrichtungen. In der Heiliggeistkirche befand sich lange Zeit die von Kurfürst Ottheinrich (1556 - 1559) aufgebaute „Bibliotheca Palatinate“, eine der berühmtesten Handschriften und Drucksammlungen der Welt. Dann geht es zu einer der ältesten Städte Deutschlands, nach Speyer. Von den Römern gegründet wurde sie um 600 Zentrum des Speyergaues. Im Mittelalter war sie als freie Reichsstadt eine der bedeutendsten Städte des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation. Weithin bekannt ist Speyer durch den größten noch erhaltenen romanischen Kaiser- und Mariendom. Entlang des Rheins geht es bis Goarshausen. Hier unternehmen wir eine Bootsfahrt auf dem Rhein zur Loreley. Weiterfahrt nach Köln

3. Tag: Köln - Aachen - Köln

Köln liegt zu beiden Seiten des Rheins in der Kölner Bucht. Acht Brücken führen über den Fluss ebenso die einzigartige Rheinseilbahn mit einer Spannweite von 479 m und einem sehr schönen Blick. Köln ist nicht nur eine berühmte Hochburg des Karnevals, sondern ist auch bekannt für seine renommierten Museen, Konzertveranstaltungen und Kunstmärkte. Köln ist ein kulturelles Zentrum, dessen Bedeutung weit über die Landesgrenzen hinaus reicht. Die römische Kolonie „Colonia Agrippinensis“ entwickelte sich bereits im 2. Jahrhundert. Als Hauptstadt Niedergermaniens entwickelte sich Köln zu einem Zentrum des Kunsthandwerks und Handels und besaß seit dem 4. Jahrhundert einen Bischof. Im Mittelalter wurde Köln größte Stadt Deutschlands und der Erzbischof Kölns war Kurfürst und Kanzler von Italien. Wir spazieren durch das Zentrum mit Rathaus, Kölner Dom, Wallraf-Richartz-Museum, St. Aposteln und St. Martin. Der gotische Kölner Dom ist wohl das bekannteste Bauwerk und war einmal als größte Kirche der Christenheit geplant. Vollendet wurde das 144 m lange, 86 m breite und im mittleren der fünf Schiffe 42 m hohe Bauwerk mit seinen westlichen Doppeltürmen (157 m Höhe) 1842-1880. Nun fahren wir zu der von den Ausläufern des waldreichen Hohen Venn umgebenen Universitätsstadt Aachen. Unter Karl dem Großen, der 814 im Dom beigesetzt wurde, entwickelte sich Aachen zum Mittelpunkt des Fränkischen Reiches. Als freie Reichsstadt erhielt sie im Mittelalter das ausgedehnte Hinterland zugesprochen. Heute ist Aachen eine kreisfreie Stadt im Regierungsbezirk Köln und katholischer Bischofssitz. Besichtigung der Bischofskirche, der Aachener Pfalzkapelle, die noch in ihrem Kern den karolingischen Zentralbau enthält. Von 936 - 1531 diente der Aachener Dom als Krönungskirche, in der 32 Könige inthronisiert wurden. Dann geht es zum Rathaus, das auf den Grundmauern der Palastaula Karl des Großen errichtet wurde. Rückfahrt nach Köln.

4. Tag: Köln - Goslar - Hamburg

Die Fahrt führt uns weiter durch das Rheinische Schiefergebirge in den Harz zur ehemaligen Kaiserstadt Goslar. Die Kaiserpfalz wurde 1039-1056 von Kaiser Heinrich III. errichtet und gelangte durch ihre ergiebigen Silber- und Erzvorkommen zu Reichtum. Wir bummeln durch die Stadt mit ihren zahlreichen Fachwerkhäusern und der Kaiserpfalz. Die Altstadt von Goslar sowie das ehemalige Erzbergwerk Rammelsberg zählen seit 1992 zu den Weltkulturerbestätten der UNESCO. Weiterfahrt durch die Lüneburger Heide zur Hansestadt Hamburg.

5. Tag: Hamburg - Lübeck

Die häufig als „Tor zur Welt“ bezeichnete Stadt Hamburg wird wesentlich durch den Hafen geprägt, der zu den bedeutendsten der Welt zählt und den Ruf Hamburgs als Welthandelsplatz begründet. Im Stadtzentrum bildet die schon im 13. Jahrhundert aufgestaute Alster einen Mittelpunkt, um den sich die Kunsthalle, das Rathaus, die Oper und die Gänsemarktpassage gruppieren. Die im November 2016 fertiggestellte Elbphilharmonie (kurz „Elphi“ genannt), ist das neue Wahrzeichen Hamburgs. Das einzigartige Konzerthaus wurde als „Kulturdenkmal für alle“ geschaffen. Die „Fabrik“, eine stillgelegte Maschinenfabrik, bietet seit 1971 verschiedensten künstlerischen Aktivitäten Entfaltungsmöglichkeiten. Die Reeperbahn im Stadtteil St. Pauli ist als Vergnügungsviertel weltbekannt. Die Speicherstadt ist der größte Lagerkomplex der Welt und zugleich der historische Kern des Freihafens. Das 825 entstandene Kastell Hammaburg erhielt 1189 von Friedrich Barbarossa die Zoll- und Handelsprivilegien auf der gesamten Unterelbe zugesichert. Die Fahrt führt uns weiter zu der im 12. Jahrhundert von Heinrich dem Löwen gegründete Stadt Lübeck an der Trave. Die prächtigen Bauten der ganz von Wasser umgebenen Altstadt mit ihren berühmten sieben Türmen zeugen noch heute von der einstigen Machtstellung Lübecks als „Königin der Hanse“, unter deren Führung der Städtebund die Ostsee beherrschte. Nach den Umwälzungen der Reformation und der Niederlage in der dänischen Grafenfehde (1534) büßte die Hanse ihre fast 300jährige Vormachtstellung in Nordeuropa ein. Der Lübecker Dom gehört zu den ältesten Backsteinbauten Norddeutschlands. Das Holstentor ist das Wahrzeichen der Stadt. Das ehemalige Wohn- und Geschäftshaus der Familie Mann wurde Schauplatz von Thomas Manns weltberühmtem Roman „Buddenbrooks“.

6. Tag: Lübeck - Rostock - Stralsund - Berlin

Rostock, ist der größte Überseehafen der ehemaligen Deutsche Demokratischen Republik. Rostock war bereits im Mittelalter eine bedeutende Universitäts- und Hansestadt. Der Schiffsbau ist auch heute noch der wichtigste Wirtschaftszweig. Weiter geht es nach Stralsund. Die 1234 gegründete Stadt, die vor den Ostseeinseln Hiddensee und Rügen liegt, besitzt eines der schönsten deutsche Stadtzentren des Mittelalters. Es bezeugt, dass Stralsund einst neben Lübeck das mächtigste Mitglied der Hanse war. Das Katharinenkloster ist die größte mittelalterliche Klosteranlage im Ostseeraum und wurde 1251 gegründet. Wichtigster Wirtschaftsfaktor ist die Werft.

7. Tag: Berlin

Die moderne Metropole und Brennpunkt kultureller Trends avancierte 1871 zur Hauptstadt des neu gegründeten Deutschen Reichs und entwickelte sich zur führenden Industriestadt. 1920 wurde Berlin zusammen mit den umliegenden Städten und Dörfern bereits zur 4-Millionen-Stadt Groß-Berlin. Wir besichtigen die Stadt überwiegend mit öffentlichen Verkehrsmitteln und zu Fuß: Brandenburger Tor, Dom Museumsinsel, Alexanderplatz usw.

8. Tag: Berlin - Dessau - Leipzig

Wir besuchen auf unserem Weg Dessau. Hier interessiert uns der Bauhausstil in Dessau-Roßlau. Der Gebäudekomplex entstand von 1925 bis 1926 nach Plänen von Walter Gropius als Schulgebäude für die Kunst-, Design- und Architekturschule Bauhaus. Zum anderen interessiert uns das weitläufige Gartenreich Dessau-Wörlitz. Er ist nicht nur UNESCO Welterbe, sondern auch eine bedeutende Kulturlandschaft bestehend aus mehreren Bauten und Landschaftsparks nach englischem Vorbild. Unser Übernachtungsplatz ist heute bei Leipzig.

9. Tag: Leipzig - Meißen - Dresden

Am Morgen spazieren wir durch die 1165 gegründete Universitätsstadt Leipzig. Hier studierten u.a. Gottfried Wilhelm Leibniz, Johann Wolfgang von Goethe und Friedrich Nietzsche. Namhafte Verlage machten die Stadt am Zusammenfluss von Weißer Elster und Pleiße bis 1945 zum Zentrum von Buchdruck und Buchhandel. 1989 wurde Leipzig mit den „Montagsdemonstrationen“ ein wichtiges Zentrum der Demokratiebewegung. Spaziergang durch das Stadtzentrum mit Altem Rathaus, Kaffeebaum (ältestes Kaffeehaus Leipzigs), Thomaskirche mit dem Grab des Komponisten J. S. Bach und der Heimstätte des Thomanerchors, Russische Gedächtniskirche und Besuch des Völkerschlachtdenkmals, das 1913 anlässlich der 100-Jahr-Feier der Völkerschlacht bei Leipzig eingeweiht wurde. Anschließend fahren wir nach Meißen. Nach einem Aufenthalt in der international berühmten Stadt der Herstellung des Meißner Porzellans (seit 1708) geht die Fahrt weiter nach Dresden. Jedes Jahr läuten am Abend des 13. Februar in Dresden die Glocken und erinnern an die verhängnisvolle Nacht von 1945, als die Stadt in Schutt und Asche gelegt wurde. Nach dem Wiederaufbau und Restaurierungen der Bauwerke ist die Stadt wieder ein kulturelles und industrielles Zentrum. Sie ist außerdem eine bedeutende Theater- und Musikstadt. Unter August dem Starken erlebte die Residenzstadt der Wettiner und Albertiner ihre größte Blütezeit. Spaziergang zur  Brühlschen Terrasse, dem Balkon Europas, wie die Terrasse wegen ihrer überwältigenden Aussicht auf Stadt und Elblandschaft genannt wird. Wir sehen die wieder aufgebaute Frauenkirche - Wahrzeichen der Stadt, den Zwinger, die Semperoper usw.

10. Tag: Dresden - Weimar - Erfurt - Eisenach

Weimar, dies Stadt der deutschen Klassik, am Südrand des Thüringer Beckens gelegen, ist ein „Wallfahrtsort“ für Literaturfreunde: Goethehaus, Schillerhaus, Haus der Frau von Stein, Kirms-Krackow-Haus usw. Weiter geht es nach Erfurt. Erfurt zählt zu den ältesten Städten Deutschlands. Die Stadt wurde 742 gegründet und unterstand bis 1802 den Erzbischöfen von Mainz. Die Bedeutung Erfurts im Mittelalter ergab sich aus dem Anbau von Färberwaid, aus dessen Blättern blauer Farbstoff gewonnen wurde. Wir spazieren zum Anger mit den reichverzierten Bürgerhäusern, zum Dom, der Krämerbrücke und der Severinikirche, einer fünfschiffigen Hallenkirche. In Eisenach, der Geburtsstätte des Komponisten J. S. Bach am Nordwestrand des Thüringer Waldes besuchen wir die Wartburg. Sie erhebt sich auf einen 220 m hohen Felsen und wurde im 11. Jahrhundert zum ersten Mal urkundlich erwähnt. Auch Martin Luther hielt sich hier 1521/22 verborgen und übersetzte hier die Bibel. Am 18./19.10.1817 begingen Studenten auf der Burg das 300-jährige Reformationsjubiläum und das 4-jährige Jubiläum der Völkerschlacht bei Leipzig. Dieses „Wartburgfest“ wurde zur patriotischen und liberalen Manifestation.

11. Tag: Eisenach - Coburg - Bamberg - Nürnberg

Wir kommen heute nach Oberfranken, zur ehemaligen Residenzstadt (16./17Jh. - 1918) der Herzöge von Sachsen-Coburg. Bummel durch die Coburger Altstadt. Danach besuchen wir die 902 erstmals erwähnte Stadt Bamberg. Sie wurde unter Heinrich II. (1002 - 1024) Zentrum des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation. Von den Kriegen unbeschadet geblieben, besitzt das reizende Bamberg noch viele Fachwerkhäuser und den im 13. Jahrhundert errichteten Dom aus der Übergangszeit zwischen Romanik und Gotik (Bamberger Reiter). Weiterfahrt nach Nürnberg, die an der Pegnitz gelegene Geburtsstadt Albrecht Dürers, Stadt der Meistersinger und des Hans Sachs und Standort der ersten Deutschen Eisenbahn (1835). Heute ist Nürnberg eine moderne Großstadt mit hochentwickelter Industrie und konnte sich bei aller Dynamik ihren mittelalterlichen Kern bewahren.

12. Tag: Nürnberg - Regensburg - München

Besichtigung von Nürnberg: Aufenthalt bei der Kaiserburg, am Dürerhaus und am Hauptmarkt. Fahrt in die oberpfälzische Bischofsstadt Regensburg an der Donau mit seinem mittelalterlichen Stadtbild. Das Zentrum Ostbayerns wird wirtschaftlich vom Dienstleistungssektor geprägt. Bereits im 1. Jahrhundert n. Chr. wurde im heutigen Stadtteil Kupfermühl ein Römerkastell errichtet. Karl der Große erhob die Stadt zur Königspfalz und 1663-1806 tagte hier der „Immerwährende Reichstag“.

13. Tag: München

München, die Landeshauptstadt Bayerns, ist wichtiges Wirtschaftszentrum mit Sitz zahlreicher Behörden und Institutionen. 1157/58 gründete Herzog Heinrich der Löwe München als Marktort. Sein Name leitet sich von den dort angesiedelten Mönchen ab. Von der Stadt an der Isar gehen heute wichtige Impulse für das Kunst- und Kulturleben aus. München ist auch bekannt für das Oktoberfest, das größte Volksfest der Welt. Spaziergang durch die Stadt: Feldherrnhalle, Nationaltheater, „Bavaria“, Marienplatz mit Rathaus, Frauenkirche, evtl. Schloss Nymphenburg usw.

 

Stand: Juli 2020

Gültig für 2020

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