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Auf dem Pamir Highway durch Kirgisistan - Tadschikistan


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Tagesprogramm der Rundreise


1. Tag: Flug nach Bischkek

Linienflug nach Bischkek, die Hauptstadt Kirgistans. Die genauen Flugzeiten erhalten Sie 6 bis 8 Wochen vor Reisebeginn mit einem Rundschreiben.

2. Tag: Bischkek

Bischkek ist das kulturelle und politische Zentrum des Landes. Im Süden liegen in Sichtweite die Viertausender des Kirgisischen-Alatau-Gebirges. Die Stadt ist sehr grün und erscheint stellenweise wie ein Park, auch wenn sie sehr von der sowjetischen Zeit geprägt ist. Ein ausführlicher Stadtrundgang bringt uns zu den großen Sehenswürdigkeiten der Stadt, wie dem Siegesdenkmal, das an eine Jurte erinnert, und zur Oper und dem Dramentheater. Der Präsidentenpalast steht für eine funktionierende Demokratie. Unser Weg führt auch durch schön angelegte Parks und zu einer interessanten Kunstgalerie im Freien. Viel zu entdecken gibt es nach der Mittagspause auf dem quirligen Osh-Basar.

3. Tag: Ausflug in den Ala-Artscha Nationalpark

Im Nationalpark Ala-Artscha im Kirgisischen-Alatau-Gebirge erreichen die höchsten Gipfel fast 5.000 m. Der Park verdankt seinen Namen dem hier wachsenden Wachholderbaum, der bis zu 600 Jahre alt werden kann. Auf dem Weg dorthin eröffnen sich fantastische Ausblicke auf das Tal des Ala-Artscha-Flusses. Allein der Park zählt etwa 20 Gletscher und zeichnet sich aus durch eine unglaubliche Pflanzenvielfalt. Bei einer Wanderung (ca. 4 Std., mittel) tauchen wir in die Schönheit dieser unberührten Gebirgslandschaft. Anschließend fahren wir zurück nach Bischkek.

4. Tag: Bischkek - Cholpon Ata

Wir verlassen heute Bischkek in östlicher Richtung und fahren zunächst durch die kasachische Steppe. Schon bald machen wir einen Stopp und spazieren durch das Dorf Rot-Front, das im 19. Jahrhundert von Russlanddeutschen unter dem Namen Bergtal gegründet wurde. Die typischen kleinen Häuser sind bewegende Zeugnisse der deutschen Siedlungsgeschichte. Die Fahrt führt weiter durch das Siebenstromland, seit alters her Siedlungsgebiet und Machtzentrum nördlich des Tian Shan. Wir besuchen die Ausgrabungen von Burana. Das am besten erhaltene Bauwerk der alten Stadt ist der 24 m hohe Stumpf eines Minaretts. Auf einem 10 m hohen Plateau (etwa 100 m mal 100 m) befand sich einst eine Palast- und Tempelanlage. Eine neue, gut ausgebaute Straße führt uns durch die schroffe Baumschlucht hinauf zum ‚kirgisischen Meer‘. Der See Issyk Kul ist der größte Hochgebirgssee der Welt, elfmal so groß wie der Bodensee. Er hat die beachtliche Ausdehnung von 170 km Länge und bis zu 60 km Breite. Seinen Ruhm verdankt er auch seiner wunderbaren Lage, eingebettet zwischen vergletscherten 4.000ern und einem Mikroklima, das immerhin 2.700 Sonnenstunden pro Jahr bietet. Bereits heute gibt es die erste Gelegenheit, im See zu baden. Das Wasser ist ganz leicht salzig, sollte aber zu dieser Jahreszeit rund 20° erreichen.

5. Tag: Cholpon Ata - Karakol

Cholpon-Ata bedeutet „Hüter des Morgensterns“ - so nennen die Kirgisen den Schutzgeist ihrer Schafe. Das charmante Städtchen war schon zu Sowjetzeiten ab 1938 ein berühmter Kurort, der viele bekannte Persönlichkeiten wie auch den Kosmonauten Juri Gagarin anzog. Nach Jahren des Niedergangs ist heute der Badetourismus wieder im Aufwind und schafft hier am Nordufer des Sees viele Arbeitsplätze. Nördlich des Städtchens sind Felszeichnungen erhalten, die vermutlich von den Skythen (8. - 3. Jh. v. Chr.) stammen. Wir besuchen gemeinsam das örtliche Heimatkundemuseum, das interessante Einblicke in die Welt der Nomaden bietet. Es zeigt aber auch, wie entscheidend die russische Kolonialzeit den Städtebau, die Wirtschaft und die Kultur des Landes geprägt hat. Anschließend machen wir eine Bootsfahrt auf dem See und genießen von der riesigen Wasserfläche aus den Blick auf die verschneiten Gebirgsketten. Danach geht es den See entlang durch hübsche Dörfer nach Karakol. Die Stadt wurde 1864 von den Kosaken als Garnisonsstadt unter ihrem heutigen Namen, der „Schwarze Hand“ bedeutet, gegründet. Karakol hat mit seinen verzierten und in freundlichen Farben gestrichenen Häusern und der russisch orthodoxen Dreifaltigkeitskirche das typische Aussehen eines russischen Kolonialstädtchens. Eine originelle Sehenswürdigkeit ist die dunganische Moschee. Spaziergang im Nationalpark..

6. Tag: Karakol - Kochkor

Wir fahren weiter in die Landschaft mit dem Namen Jeti Oguz, deren Hauptsehenswürdigkeit eine Gruppe gerillter, roter Felsen ist. Der Sage nach waren dies sieben wilde Stiere, die das Land verwüsteten und zur Strafe in Stein verwandelt wurden. Während unserer Wanderung durch die schöne Schlucht treffen wir auf Nomaden, die hier ihre Yak- und Schafherden weiden lassen. Anschließend fahren wir nach Kochkor. Kochkor bietet Einblicke in das noch sehr traditionelle Leben der Kirgisen. Eventuell können wir eine Familie besuchen. Beim Cuj-Fluss unternehmen wir eine Wanderung (ca. 2 - 3 Std., leicht)

7. Tag: Kochkor - Toktogul Stausee

Weiter geht es durch eine reizvolle Landschaft zum Toktogul Stausee. Die Berge rücken wieder zusammen und das sanfte Kulturland der Ackerbauern geht wieder über in die urwüchsige Heimat der Bergnomaden. Hier wurde der Narynfluss mit einer 215 m hohen Staumauer gebremst und bildet das zweitgrößte Gewässer Kirgisistans. Übernachtung mit Bademöglichkeit am wunderschön gelegenem Stausee.

8. Tag: Toktogul Stausee - Osch

Unsere Fahrt führt uns über die Fergana-Berge in den kirgisischen Teil des fruchtbaren Ferganatals. Aufenthalt und Besichtigung in der alten, orientalischen Stadt Uzgen. Sogar ein Truppenlager Alexander des Großen soll sich hier befunden haben. Nachdem die Karachaniden 990 bis 992 Teile Transoxaniens erobert hatten, wurde Uzgen die Hauptstadt eines ihrer Teilreiche. Hier befinden sich das einzig vollständig erhaltene Minarett des Landes und drei prächtige Mausoleen (11./12. Jh.). Nun geht es zur historisch ebenfalls bedeutsamen Stadt Osch.

9. Tag: Osch

Die Legende sagt, dass König Salomon oder auch Alexander der Große die Stadt gegründet hat. Die früheste urkundliche Erwähnung der Stadt ist in arabischen Dokumenten des 9. Jahrhunderts zu finden. Mitten in der Stadt liegt der heilige Berg Suleiman-Too (Thron des Salomo), eingetragen in die UNESCO-Kulturerbeliste. An diesem Berg soll der biblische König Salomon mit Ochsen gepflügt haben. Schließlich soll er ‚Chosch‘ (genug) gerufen haben. Auf einigen Felswänden sind uralte Felsbilder eingeritzt, die bis zu 4.000 Jahre alt sind. Wir besuchen das dazugehörige historische Museum und anschließend den viel gerühmten Dshajma-(Dzayma)-Basar.

10. Tag: Osch - Sary Tash

Südlich von Osch beginnt der berühmte Pamir Highway. Der Pamir Highway verbindet auf einer Länge von über 1.000 Kilometern die Stadt Osch mit der tadschikischen Hauptstadt Duschanbe. Die Straße führt mitten durchs Pamir Gebirge. Im östlichen Teil liegt die Straße immer über 3.500 m, der höchste Pass erreicht fast 4.700 m Höhe. Über den Taldyk-Pass (3.589 m) erreichen wir zunächst Sary Tash im Alaj Tal an der alten Seidenstraße. Es erwartet uns eine beeindruckende Übernachtung mit Blick auf das Pamir-Gebirge.

11. Tag: Sary Tash - Karakulsee

Unsere Fahrt führt heute auf einer sehr attraktiven Strecke hinein in die Bergwelt des Pamir. Am Kyzyl-Art-Pass (4.280 m) überqueren wir die kirgisische Grenze und sind jetzt in Tadschikistan. Bei klarer Sicht haben wir einen Blick auf den Gipfel des Pik Lenin (7.134 m). Mit einigen der höchsten Berge der Welt und einem der längsten Gletscher hat der Pamir viel zu bieten. Im Südosten stößt der Pamir auf das Karakorum Gebirge, im Süden an den Hindukusch, im Osten an das Kulun Gebirge und im Nordosten an das Tianshan-Gebirge. Wir fahren entlang am Karakulsee. Er ist mit 380 Quadratkilometern der größte See Tadschikistans. Sein Name bedeutet ‚Schwarzer See‘. Der See liegt in einem riesigen abflusslosen Becken im Badakhshan Nationalpark. Es gibt eine Legende, nach der ein stattliches Pferd im See wohnt. Der See liegt auf 4.020 m, umgeben von wüstenhafter Landschaft und hohen Bergen. Übernachtung im kleinen Ort Karakul am Ostufer des Sees.

12. Tag Karakulsee - Murgab

Wir verlassen heute die Hochgebirgswüste um den Karakulsee und überqueren den Ak-Baital-Pass (4.655 m), den höchsten Punkt auf dem Pamir Highway. Später überqueren wir eine Brücke über den Muzkolfluss und kommen nach Murgab auf 3.630 m Höhe. Die kleinen weißen Häuser liegen in einer weiten Ebene.

13. Tag: Murgab

Murgab ist ein faszinierender Ort mitten in der Einsamkeit. Tereskensträucher sind hier kaum noch vorhanden, da sie in den kalten Wintern zum Heizen benötigt werden. An klaren Tagen hat man den Blick auf den in China liegenden Muztagata (7.509 m), den „Vater des Eises“. In Murgab besuchen wir den kleinen Basar und die weiße Moschee. Abends erleben wir, wie Yakherden von den Weiden heim getrieben werden.

14. Tag: Murgab - Bulunkul

Weiter geht es über die Hochebene und das Tal des Alichur. Die Landschaft wechselt zwischen roten, schwarzen und grauen Bergen, Hochebenen und Yakherden. Nun geht es über den Nejzatas Pass auf über 4.000 m weiter zum kleinen See „Weißer Fisch“. Hier sollen ab und zu weiße Fische zu sehen sein. Viele Legenden umranken den See. Kranke sollen die heilende Kraft des Sees spüren. Auf dem Weg nach Alichur tummeln sich goldbraune Murmeltiere. Am Ende der Yakweiden steigen sanft die Gipfel der Berge auf, so dass man kaum bemerkt, dass man sich auf über 4.000 m befindet. Vorbei am kleinen Salzsee Sassikkul machen wir einen Abstecher zum kleinen Ort Bulunkul. Der Ort befindet sich in einem abgelegenen Tal, umgeben von den bunten Felsen. Bulunkul hat ausreichend Weiden, sodass die Bewohner nicht mit ihren Herden auf die höher gelegenen Sommerweiden ziehen müssen. Wir übernachten ganz in der Nähe des Dorfplatzes und können am Dorfleben teilnehmen. Bulunkul ist über die Grenzen Tadschikistans bekannt. Hier hat man im Winter einmal minus 63° C gemessen, die niedrigste Temperatur Zentralasiens.

15.Tag: Bulunkul - Chorugh

Vorbei an Yakweiden geht es weiter über den langgezogenen Kojtezek-Pass (4.271 m), was so viel wie ‚Schafdung-Pass‘ bedeutet. Im Hochtal von Dzelondi gibt es heiße Quellen. Falls möglich nehmen wir ein Bad. Danach geht es stetig bergab am Fluss Gunt entlang bis nach Chorugh.

16. und 17. Tag: Chorugh - Kalaikhum

Chorugh befindet sich an der afghanischen Grenze und liegt in einem engen Tal des Flusses Gunt auf etwa 2.100 m Höhe. Lehmhäuser, Gärten, Kühe und Ziegen prägen das Stadtbild abseits der Hauptstraße. Ansonsten ist es die wichtigste Versorgungsstation mit Krankenhaus, Schulen, Bibliotheken, staatlicher Universität u. a. Der botanische Garten liegt hoch über der Stadt. Von hier hat man einen spektaklulären Blick. Unsere Fahrt führt uns in den nächsten zwei Tagen durch eines der faszinierendsten Täler. Entlang am wasserreichen Pjandsch-Fluss fahren wir auf dem Pamir Highway durch enge, spektakuläre Schluchten, haben atemberaubende Blicke auf Eis- und Schneeriesen und reizvolle Dörfer auf beiden Seiten des Flusses.

18. Tag: Kalaikhum

Kalaikhum liegt malerisch an der Einmündung des Khumbob in den Pjandsch. Am Vormittag fahren wir mit einheimischen Fahrzeugen zu der hoch auf einem Bergsattel liegenden historischen Stadt Karon: Besichtigung der antiken Siedlungs- und Festungsanlage. Von hier aus hat man einen herrlichen Tiefenblick in das Tal des Pjandsch. Anschließend fahren wir zurück nach Kalaikhum und haben einen freien Aufenthalt.

19. Tag: Kalaikhum - Duschanbe

Heute verlassen wir das Pamirgebirge. Was bleibt sind unvergessliche Eindrücke. Nun geht es oberhalb des Nurekstausees entlang. Der über 300 m hohe Schüttdamm oberhalb des Kraftwerks ist zurzeit der höchste der Welt. Ein zweiter, noch höherer Damm ist gerade im Bau. Wir werfen einen Blick auf die riesige Baustelle. Zusammen mit anderen Fahrzeugen wird unser Rotelbus an einem Waschplatz vom Pistenstaub des Pamir Highway gereinigt. So ist es Vorschrift bei einer Fahrt in die Hauptstadt. So erreichen wir Duschanbe, die einladende Hauptstadt von Tadschikistan mit großzügig angelegten Parks, Platanen- und Pappelalleen.

20. Tag: Duschanbe

Heute spazieren wir durch die Hauptstadt Tadschikistans. Wir beginnen auf unserem Rundgang mit dem Ajni-Platz entlang dem Rudaki-Prospekt, vorbei am Opernhaus und dem Präsidentenpalast, der Somonistatue, dem Wahrzeichen Duschanbes. Weiter geht es zur Chodza-Jakub-Moschee und zum lebendigen Grünen Basar. Wir kehren ein im kunstvoll verzierten alten Teehaus Rochat aus der russischen Zarenzeit. Anschließend besuchen wir das Museum der Antike, mit der 12 m langen und fünf Tonnen schweren Buddhastatue. Der Westen Tadschikistans ist Jahrtausende altes Kulturland. Nach dem Mittagessen fahren wir zur historischen Stadt Hissor, die im 19. Jahrhundert dem Emir von Buchara als Residenz diente und architektonische Ähnlichkeiten aufweist.

21. Tag: Rückflug

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