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Expeditionsreise von Ulan Bator nach Almaty


Tagesprogramm der Rundreise


1. Tag und 2. Tag: Flug nach Ulan Bator
Linienflug nach Ulan Bator in der Mongolei. Die genauen Abflugzeiten geben wir Ihnen etwa 10 Wochen vor Reisebeginn bekannt. Ankunft in Ulan Bator. Wir besichtigen das Gandankloster, das seit dem Jahre 1990 wieder Ausbildungsstätte für Lamas ist. Sie werden von hier aus in die GUS, nach China und in andere Länder geschickt. Wir besuchen das Historische Museum.

3. Tag: Ulan Bator - Karakorum
Wir verlassen Ulan Bator und fahren zur alten Hauptstadt Karakorum. Nach einer Versorgungsmöglichkeit besichtigen wir die 1586 durch Altan Khan errichtete Klosteranlage Erdene Zuu sowie die Baureste der ehemaligen Hauptstadt des mongolischen Weltreiches. Die Pläne für die Hauptstadt und der Baubeginn gehen zurück auf den großen Dschingis Khan. Genutzt wurde sie aber erst von Ögedei Khan und seinem Sohn Mönke Khan. Von der alten Hauptstadt selbst ist außer zwei steinernen Schildkröten, die heute noch von den Bewohnern Karakorums verehrt werden, fast nichts mehr erhalten. Das Kloster Erdene Zuu wird seit der Selbstständigkeit der Mongolei im Jahre 1990 langsam restauriert. 

4. Tag und 5. Tag: Karakorum - Arvaikeer - Bayanhongor 
Auf einer der wenigen asphaltierten Straßen gelangen wir nach Arvaikeer. Endlose hügelige Grassteppe begleitet unseren Weg, der immer wieder Blicke auf bizarre Felsformationen zulässt, die zum zentralmongolischen Granitgürtel gehören. Aufenthalt auf dem Markt der Provinzhauptstadt Arvaikeer, die das Eingangstor sowohl Richtung Süden in die Gobi wie auch nach Westen bildet. Auf Pisten wechselnder Qualität erreichen wir Bayanhongor. Mit etwas Glück können wir unterwegs Vertreter der einheimischen Fauna wie Gazellen, Kraniche und Kamele beobachten.

6. Tag bis 8. Tag: Bayanhongor - Buun Tsagaan Salzsee - Altai
Wie in jeder größeren Ortschaft halten wir uns auch in Bayanhongor auf, um uns für die nächsten Tage zu versorgen. Durch eine herrliche Steppe gelangen wir zum Buun Tsagen Nuur, einem See, der mit 240 qkm zu den 5 großen Seen der Mongolei gehört. Der See liegt in einer Senke, die die Grenze zwischen Changhai-Gebirge und Gobi-Altai darstellt. Seltene Gänse- und Schwänearten sind hier angesiedelt. Die große Biger-Senke, im mongolischen Altai, mit einem salzigen See im Zentrum, hat eine eigene, seltene Flora und Fauna entwickelt. Neben endemischen, weitgehend unbekannten Pflanzen findet man u. a. auch die gobitypischen Saxaul-Bäume/Sträucher. In höheren Lagen kann man mit etwas Glück Steinböcke und Argali-Wildschafe beobachten, die tagsüber den Schatten suchen und sich daher meist in den frühen Morgenstunden oder am frühen Abend beobachten lassen. Halbwüstenhaftes Ambiente der nördlichen Gobi wechselt mit vom Vulkanismus geprägten Schluchten. Zeichen früheren Lebens vermitteln nomadische Höhlenmalereien, die allerdings wegen der oft wechselnden Pistenqualität nicht immer erreichbar sind. In dieser fast menschenleeren Landschaft suchen wir uns oft romantische Übernachtungsplätze in freier Natur. 

9. Tag und 10. Tag: Altai - Khovd
Aufenthalt in Altai, der mit 2181 m höchstgelegenen Stadt der Mongolei. Wir machen einen Abstecher zum Naturreservat Scharga. Das Reservat ist das Hauptrückzugsgebiet der Saiga-Antilopen. Die Senke rund um den Ort Scharga wird in vielen Liedern und Epen der Mongolen wegen ihrer Schönheit gepriesen. Auf unserer Fahrt parallel nördlich zum Gobi-Altai gelangen wir zur Tsenkher Agui-Höhle, die mit etwa 15.000 Jahre alten Malereien verziert ist. Auf der Fahrt zur Provinzhauptstadt Khovd machen wir einen kleinen Abstecher zum Schwarzwassersee Khar Us, der vom über 500 km langen Khovd-Fluss gespeist wird. Übernachtung in der Halbwüste in der Nähe von Khovd.

11. Tag: Khovd - Ölgii
Aufenthalt auf dem Markt der Provinzhauptstadt Khovd. Besuch des Provinz-Museums (falls geöffnet) mit seiner interessanten geologischen und ethnographischen Sammlung. Auf der Weiterfahrt nach Nordwesten erreichen wir bald hinter Khovd die ersten kasachischen Nomadenjurten. Beim Dorf Tolbo lernen wir die kasachische Minderheit (eine von 15 mongolischen Minderheiten) näher kennen. Bei einem Jurtenbesuch zeigen uns die sehr gastfreundlichen Nomaden, was sich alles aus der Milch von Pferd, Rind, Schaf oder Ziege herstellen lässt. Die meisten Nomaden sind Moslems. Sie sprechen nicht Mongolisch sondern Kasachisch. Sie pflegen andere Feste und Traditionen. Anschließend fahren wir weiter nach Ölgii. Ölgii ist die Hauptstadt der Provinz Bayan-Ölgii im äußersten Westen der Mongolei. 90 % der Einwohner sind Kasachen. Die Stadt Ölgii ist einen Besuch wert und hat unter anderem ein interessantes Museum zu bieten. 

12. Tag und 13. Tag: Ausflug in den Nationalpark Altai Tavan Bogd 
Zwei Tage nehmen wir uns Zeit für einen Abstecher in den Nationalpark. Auf staubiger Piste nähern wir uns dem Park an. Im Park liegen die höchsten Gipfel des Mongolischen Altai mit bis zu 4374 m. Majestätische Bergmassive mit teils ewigem Eis und Schnee beherrschen die unendlich erscheinende Landschaft. Wir unternehmen eine Wanderung am Hochgebirgssee Khoton Nuur. Auch eine weit in die Vergangenheit zurückreichende Geschichte finden wir hier: Felszeichnungen, sogenannte Hirschsteine und Kurgane (Grabhügel). Vor einigen Jahren wurde etwas südlich von hier von einem Forscherteam im Permafrostboden ein 2500 Jahre altes perfekt erhaltenes Grab eines Skythenkriegers mit wertvollen Grabbeigaben entdeckt. 

14. Tag: Ölgii - Russische Grenze
Durch die westliche, kasachische Provinz fahren wir über Tsaganuur Richtung Grenze nach Russland. Eventuell langwierige Grenzabfertigung auf beiden Seiten. Übernachtung nach der Grenze in der Steppe des russischen Altai.

15. Tag und 16. Tag: Russische Grenze - Katun-Fluss
In Kosch-Agatsch füllen wir wieder unsere Vorräte auf. Im Unterschied zur Mongolei ist die Straße zum fast 1000 km entfernten Nowosibirsk recht gut asphaltiert. Nach einer etwa 80 km langen steppenartigen Hochebene tauchen wir ein in eine großartige Landschaft mit einer Mischung aus Bergen, Wäldern und Flüssen. Immer wieder sieht man alte zerzauste Bäume mit bunten Stoffstreifen, ein Hinweis darauf, dass hier Schamanen leben und ihre kultischen Traditionen pflegen. Übernachtung in herrlicher Landschaft am Fluss.

17. Tag und 18. Tag: Katun-Fluss - Barnaul
Es geht weiter entlang am Katunflusses nach Gorno-Altaisk, Hauptstadt der Republik Altai. Nach einem Stadtbummel unternehmen wir einen Abstecher nach Artybash zum wunderschönen langgezogenen Telzker See. Der Telzker See („Goldener See“) ist der größte See des Altaigebirges. Der bis zu 325 m tiefe sehr wasserreiche See liegt in einer geologischen Bruchzone. In der Freizeit haben Sie die Möglichkeit zu einer mehrstündigen Bootsfahrt. Das Wasser ist kristallklar. Am steilen felsigen Ufer gibt es mehrere Wasserfälle. Wir kehren zurück nach Gorno-Altaisk und fahren nach Bijsk. Hier nimmt einer der größten Ströme Sibiriens seinen Anfang - der Ob. Hier fließen aus dem Altai kommend die Flüsse Katun und Bija zum Ob zusammen. Hier entstand 1709 unter Peter dem Großen eine wichtige Festung an der als heidnisches Heiligtum geheimnisumwitterten Mündung der beiden Flüsse. Nach einem Aufenthalt geht es weiter zu der am Ob-Fluss gelegenen Stadt Barnaul.

19. Tag und 20. Tag: Barnaul - Rubzowsk - Grenze Kasachstan - Semei
Barnaul liegt malerisch an einer Biegung des Ob. Die bereits 1730 als Fort gegründete Stadt entwickelte sich sehr schnell durch die reichen Kupfer- und Silbervorkommen. Neben ganzen Straßenzügen sibirischer Holzbauarchitektur findet man Sowjetarchitektur und moderne Hochhäuser. Weiter geht es durch die Altaisteppe über Rubzowsk zur russisch-kasachischen Grenze. Nach einer eventuell längeren Grenzabfertigung führt uns der Weg in die Kasachische Steppe nach Semei. Semei ist ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt. Semei wird auch die geistige Hauptstadt Kasachstans genannt. Viele Denker, Dichter und Persönlichkeiten, auf die Kasachstan heute besonders stolz ist, stammen aus Semei. 140 km westlich liegt das ehemalige Atomwaffentestgelände Semipalatinsk aus sowjetischer Zeit, das 1989 stillgelegt wurde.

21. Tag: Reservetag

22. Tag und 23. Tag: Semei - Ayagöz - Sasykköl - Alaköl
Wir fahren heute in die Ebene des Siebenstromlandes. Auch hier gibt es die verschiedensten Landschaftsformen. Das Delta des Ile ist ein Biotop für eine artenreiche Tier- und Pflanzenwelt. Wir kommen zum wunderschön gelegenen Sassykkölsee. Nach einem Aufenthalt oder einer kleinen Wanderung evtl. Übernachtung hier. Nun kommen wir in die Alaköl-Senke im äußersten Osten Kasachstans. Wir befinden uns an der Dsungarischen Pforte - einem breitem Verbindungstal direkt an der chinesischen Grenze. Über dieses Tal kamen die Horden der westmongolischen Dsungaren zur Zeit Dschingis Khans. Durch weithin sichtbare Feuer auf den Bergrücken warnten sich die kasachischen Stämme beim Anrücken des Feindes. In dieser Senke liegen vier Seen wie an einer Kette aufgereiht.

24. Tag und 25. Tag: Alaköl - Scharyn Nationalpark
Wir fahren weiter durch das Siebenstromland nach Süden. Über Üscharal entlang an der Sarykum-Wüste geht es über Taldykorgan zum Altyn-Emel-Nationalpark. Auch Dschingis Khan soll hier 1219 mit seinen Truppen durchgekommen sein. Der 5200 qkm große Park hat eine vielfältige Tierwelt vorzuweisen. Auch ein Auswilderungsprojekt von Przewalski-Wildpferden ist hier sehr erfolgreich. Die bekannteste Sehenswürdigkeit ist die Singende Düne, 180 m hoch und 3 km lang, aus feinstem gelbem Wüstensand. Nun ziehen wir weiter zum Scharyn Nationalpark mit dem vom Scharyn-Fluss geschaffenen Canyon. Tal der Schlösser und Hexenschlucht heißen die Seitentäler des Canyons. Wir wandern durch märchenhafte turmhohe Sandsteingebilde in den Canyon.

26. Tag: Scharyn Nationalpark - Almaty
Vom Nationalpark geht es nach Almaty, der ehemaligen Hauptstadt von Kasachstan mit ausführlichen Besichtigungen. Hier vor der Kulisse des Tian Shan Gebirges endet unsere Reise auf neuen Wegen und mit sehr vielfältigen Eindrücken. 

27. Tag: Rückflug

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