Wissenswertes zu Patagonien

Patagonien ist genau das richtige Land für all diejenigen, die der Enge Europas entfliehen möchten. Mit einer vergleichbaren Größe von Frankreich und Großbritannien leben in Patagonien gerade einmal 2 Millionen Menschen. Große Teile des Westens sind von dichtem Urwald überzogen und in der Unendlichkeit der trockenen Pampa, einer Halbwüste im Osten, liegen Estancias und kleine Versorgungsorte wie Schiffe im Meer verloren. Nur an der Ost- und Westküste bzw. am Fuße der Anden gibt es größere Orte und Städte.

Als der Seefahrer Ferdinand Magellan auf seiner Suche nach der Westpassage immer mehr nach Süden abgedrängt wurde, fand er Spuren der hier lebenden Tehuelcheindianer. Die Größe der Fußabdrücke beeindruckte ihn so sehr, dass er der Region seinen Namen gab, "Land der großen Füße", wovon sich Patagonien ableitet. Heute sind die nomadischen Völker der Pampa verschwunden, nachdem im späten 19. Jahrhundert die weißen Siedler mit ihren Schafen kamen. Dem Boom des weißen Goldes folgte der Boom des Öles ab den 1940er Jahren. Seit 15 Jahren spielt der Tourismus immer mehr eine wichtige Rolle. Während sich die Extrembergsteiger an den „unmöglichen“ Spitzen des Cerro Torre Massivs abmühen, wandern und spazieren „normale Touristen“ durch Südbuchenwälder, beobachten Magellanspechte, bestaunen riesige Moränen und die stille Gletscherwelt, dessen Schweigen hin und wieder ein gellender Donner unterbricht, wenn es im Inneren zu Verschiebungen kommt. 

Bevölkerung

Die wenigen, sehr freundlichen Menschen vor Ort, freuen sich über Besucher und sind Hektik nicht gewohnt. Nur während der Schafschur kann es zu einer gewissen Eile kommen, wenn im Akkord gearbeitet werden muss. Patagonien ist ein sehr sicheres  Reisegebiet. Oft trifft man einen einsamen Gaucho auf einem seiner langen Ritte oder man kann den chilenischen Huasos beim Rodeo zuschauen. Das stolze Volk der indigenen Mapuche bestimmt Teile Nordpatagoniens.

Kulinarisch hat Patagonien bestes Fleisch von Rind und Lamm sowie Fisch und vieles mehr zu bieten.

Klima und Reisezeit

Das Wetter ist launisch und es weht oftmals eine steife Brise. Innerhalb einer guten Stunde Busfahrt kann man aus einer der regenreichsten Regionen (der Nährzone der Gletscher) in die Halbwüste gelangen, während es dort schneit herrschen hier sommerliche Temperaturen. Dieser schnelle Wechsel der Klimazonen ist sicherlich einer der besonderen Reize einer Rundreise durch Patagonien. Die beste Reisezeit für eine Patagonien Reise ist November bis März. Im November und Dezember blüht es überall, und auf der Halbinsel Valdez sind die Wale zu sehen. Januar und Februar ist Hauptsaison und die Temperaturen sind am höchsten und damit am angenehmsten. Die Guanakos und Pinguine haben gerade Nachwuchs bekommen und die Chancen auf ein angenehmes Bad im Atlantik, im Pazifik oder in einem der unzähligen Seen sind groß.

Im März werden die Tage in Patagonien zwar schon kürzer, doch ist es oft windstill und angenehm warm.

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