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Rundreise Ostkanada mit Labrador und Neufundland I 2017


Eine neue Straße und Fährverbindung ermöglichen im Hochsommer diese Rundreise durch Labrador und Neufundland. Eine echte Expeditionsreise mit Eisbergen, dramatischen Felsküsten und einsamen subarktischen Wäldern. Im französisch geprägten Québec und am Südrand der Wildnis in den Atlantikprovinzen wo man schmackhaften Hummer genießen kann, ist es zivilisierter als in den zuvor bereisten Gebieten.

  • Labradors unendliche Wildnis
  • Fjordwelt von Gros Morne
  • Französische Lebensart in Montréal und Québec City
  • Panoramastraße Cabot Trail auf Cape Breton Island
  • Wikingersiedlung L’Anse aux Meadows

Tagesprogramm der Rundreise


1. Tag: Flug nach Montréal

Linienflug nach Montréal in Kanada. Der Treffpunkt und die Abflugzeit werden Ihnen 6 bis 8 Wochen vor Reisebeginn bekannt gegeben.

2. Tag: Montréal - Québec City

Montréal ist wohl die wichtigste französisch sprechende Stadt außerhalb Frankreichs und wichtigstes Wirtschafts- und Handelszentrum der Provinz Québec. Der Gründer Jacques Cartiér hat 1535 erstmals das indianische Dorf Hochelaga am Fuße eines Berges, den er Mont Real genannt hat, betreten. 1642 ist die heutige Stadt auf der Flussinsel Ile-de-Montréal entstanden. Das Geschäftsviertel und das Zentrum der Stadt liegen am Fuße des 233 m hohen Mount Royal am Engpass des St. Lorenz-Seeweges. Nach einer großen Rundfahrt zu den Hauptsehenswürdigkeiten haben Sie in der quirligen, lebendigen Stadt Freizeit. Am Nachmittag erreichen wir auf der Interstate 20 etwa nach dreistündiger Fahrt unseren Campingplatz vor der Toren der Stadt Québec.

3. Tag: Québec City

In Québec-City haben wir einen Aufenthalt mit Besichtigungen. Auf einem mächtigen Felsen über dem Fluss gelegen spielt die Stadt seit über 400 Jahren eine wichtige Rolle in der Geschichte Ostkanadas. Die alte Zitadelle und die Stadtmauern - Québec City ist die einzige Stadt Nordamerikas mit einer Stadtmauer! - zeugen von der strategisch wichtigen Lage. Wir halten uns am Place Royale auf, wo Samuel de Champlain, der Gründer von Neu-Frankreich in der Neuen Welt, sein erstes Haus und einen kleinen Handelsposten errichtet hat. Vorbei an den malerischen, alten Häusern im Quartier Petit Champlain führt der Weg hinaus zum alles überragenden, historischen Hotel Chateau Frontenac. Im II. Weltkrieg haben Roosevelt und Churchill hier ihre Kriegsstrategien beraten. Vor den Toren der Stadt liegen die Plaines of Abraham. An dieser Stelle haben im Jahr 1759 die Franzosen eine entscheidende Schlacht gegen die Engländer verloren. Die Kolonie Neu-Frankreich ist dann an die britische Krone übergegangen.

4. Tag: Québec City - Madeleine

Von Quebec geht es nach St.Jean-Port-Joli. Im frühen 20. Jh. ist hier durch die Initiative zweier Familien ein künstlerisches Zentrum entstanden. Der Tradition der Region entsprechend beschäftigt man sich bis heute überwiegend mit dem Schnitzen von Schiffsmodellen und den Szenen aus dem Alltag der Fischer und Landwirte. Freizeit und Bummel durch den Ort. Die Gegend ist  altes französisches Sielungsgebiet. Viele katholische Kirchen in den langen Straßendörfern und die typisch französische Landaufteilung zeugen von der frühen Kolonialzeit. Der klimatisch mildernde Einfluss des Stroms und die Nähe zu den Märkten von Québec-City sorgten dafür, dass sich hier in der sanfthügeligen, sehr reizvollen Landschaft viele Bauern niederließen. Hinter Rimouski erreichen wir die Gaspésie-Halbinsel. Die liebliche und traditionelle Farmlandschaft weicht Fischerdörfern; bei La Matre gelangen wir zum einzigen hölzernen Leuchtturm am Südufer des St. Lorenz-Stroms. Schließlich erreichen wir Rivière de Madeleine.

5. Tag: Madeleine - Bonaventure

Entlang der Küstenstraße 132 geht es weiter auf der nördlichen Gaspésie. Die Straße windet sich abenteuerlich in stetem Wechsel immer wieder zu Vorgebirgen hinauf und führt an schroff abfallenden Felswänden entlang. Kleine Wanderung durch den Forillon Nationalpark. Neben der rauen Naturschönheit vermittelt uns der Park einen Einblick in das Leben der Kabeljau-Fischer des 19. Jh. Unser Weg führt uns zur Spitze der Gaspésie-Halbinsel. Jacques Cartier, der Endecker Kanadas, setzte hier zum ersten Mal seinen Fuß auf den Boden des Kontinents. Entlang der Südküste der Halbinsel geht es in Richtung Percé, wo der berühmte, 100 m hohe, rote Felsen vor der Stadt hoch über dem Atlantik aufragt. Aufenthalt in Percé zum Fotografieren und Souvenirkauf, danach Weiterfahrt nach Bonaventure.

6. Tag: Bonaventure -  St. Louis-de-Kent

Am Vormittag verlassen wir die Gaspésie-Halbinsel. Die Route führt durch die dicht bewaldete Nordregion Neubraunschweigs, dem alten Siedlungsgebiet der Akardier - Siedler französischer Herkunft, die sich bereits im 17. Jh. niederließen. Die Sprache dieser Menschen hat sich durch die Abgeschiedenheit während der Jahrhunderte kaum verändert und ähnelt dem bretonischen Dialekt um 1700. Fischerei und Holzwirtschaft sind nach der intensiv betriebenen Landwirtschaft die wichtigsten Erwerbszweige. Freizeit im Kouchibouguac Nationalpark mit Möglichkeit für kleine Wanderungen. Hier hat die kanadische Regierung eine Landschaft, Vegetation und typische Küstenregion unter Naturschutz gestellt.

7. Tag: St. Louis-de-Kent - Cavendish

Auf der Weiterfahrt durch Neubraunschweig gelangen wir zur Konföderations-Brücke, die Prince Edward Island mit dem Festland verbindet. Nach Überquerung der Northumberland Straße auf der ca. 13 km langen Brücke fahren wir weiter nach Charlottetown, der Hauptstadt der Insel. 1867 wurde hier der Staat Kanada von den „Gründervätern“ ins Leben gerufen. Wir genießen die Freizeit und  Mittagspause. Ein Hauch von Geschichte umweht uns im „Province House“, in dem die Verträge zur Gründung des Staates ausgearbeitet und beschlossen wurden. Mit rund 35.000 Einwohnern ist Charlottetown heute eine quirlige Kleinstadt mit hübschen Wohnstraßen und buntem Geschäftszentrum. Anschließend Fahrt quer durch die Insel nach Cavendish, der Heimat der kleinen „Anne auf Green Gables“ (ein Kinderbuch von Lucy Maud Montgomery).

8. Tag: Cavendish - Antigonish

Bei der Fahrt durch den Prince Edward Island Nationalpark kommen wir zu traumhaften Stränden. Gemütlich kehren wir durch die Kulturlandschaft der Insel zurück zur Konföderations-Brücke, wobei wir uns von den roten Böden, den abwechslungsreich untergliederten Feldern, hübschen Farmhäusern und kleinen Kirchen beeindrucken lassen. Nach Ankunft auf dem Festland führt die Reise an den malerisch schönen Sunrise Trail. Die Strände und das warme Wasser an der Nordküste sind ein beliebtes Ferienziel. Wir gelangen nach Pictou dem Geburtsort Neu-Schottlands, wo 1773 die ersten Schotten mit dem Schiff Hector landeten. Eine originalgetreue Nachbildung ist im Hafen der Stadt zu besichtigen. Anschließend Weiterfahrt nach Antigonish.

9. Tag: Antignosh - Baddeck

Am Vormittag Fahrt nach Louisbourg. Wir besichtigen die mächtige Festung, mit deren Bau die Franzosen 1719 begannen. Sie sollte den Zugang zum St. Lorenz sichern, war aber zugleich ein wichtiger Handelsplatz. Louisbourg ist heute die exakte Nachbildung eines Teils einer befestigten französischen Stadt aus dem 18. Jahrhundert. Die Anlage ist die größte historische Rekonstruktion in Nordamerika. Die dort lebenden Menschen in ihren Kostümen, die Händler und Soldaten vermitteln lebendige Eindrücke vom Leben in jener Zeit und von den erbitterten Kämpfen zwischen Franzosen und Engländern. Die Festung ist die meistbesuchte Sehenswürdigkeit Ostkanadas. Am Nachmittag Weiterfahrt nach Baddeck, einem der beliebtesten Ferienorten im Osten Kanadas - am Nordufer des Bras d’Or-Sees.

10. Tag: Ausflug über den Cabot Trail

Ganztägige Fahrt über die Panoramastraße Cabot Trail und in den Cape Breton Highlands Nationalpark. Heute besteht die Möglichkeit zu einem gemeinsamen Hummer-Essen.

11. Tag: Baddeck - Argentia

Wir besuchen das Museum von Graham Alexander Bell, der durch die Erfindung des Telefons 1876 Berühmtheit erlang. Seine Tätigkeit und Experimentierfreudigkeit dehnte das Genie auf Lichtstrahlen aus und erfand auch den Vorläufer des Grammofons. Nach der Mittagspause fahren wir weiter nach North Sydney, wo wir uns für die Überfahrt nach Argentia einschiffen. Übernachtet wird auf der Fähre in 4er-Kabinen (ohne Verpflegung).

12. Tag: Rundfahrt Avalon Halbinsel - St. John's

Nach einer ca. 14stündigen Überfahrt erreichen wir den Hafen von Argentia auf Neufundland. Nach der Ausschiffung besuchen wir die alte französische Siedlung Plaisance mit der alten Stadtbefestigung Fort Royal (Castle Hill), dem Vorläufer von Louisbourg in Nova Scotia. Danach führt uns die Fahrt durch die raue Naturlandschaft der Avalon-Halbinsel. Der Südteil der Halbinsel ist geprägt von einsam gelegenen Fischerdörfern und einer im inneren völlig unerschlossenen Wildnis. Die buchtenreiche Küste bot in den vergangenen Jahrhunderten vor allem Piraten und Rumschmugglern Zuflucht. Bei Cape St. Mary´s besichtigen wir eine Basstölpelkolonie, die zu einer der bedeutendsten in Nordamerika gehört. Von weitem schon hört man das Kreischen der Tölpel, Sturmvögel und Möwen. Auf der Weiterfahrt weicht die Tundra allmählich dem Wald, und wir erreichen die Provinzhauptstadt St. John's.

13. Tag: St. John's - Bonavista Halbinsel

Wir fahren zunächst nach Cape Spear unweit von St. John's. Hier befinden wir uns am östlichsten Punkt des nordamerikanischen Kontinents mit dem ältesten Leuchtturm Neufundlands (heute ein Museum) und Verteidigungsanlagen aus dem 2. Weltkrieg. Danach geht es zurück nach St. John's. St. John's ist mit knapp 100.000 Einwohnern die größte Stadt der Insel mit dem wichtigstem Hafen Neufundlands. Hier befindet sich der 0 Meilen Stein des Trans Canada Highway (TCH). Unsere Stadtbesichtigung führt zum Signal Hill National Historic Park, wo alljährlich an die entscheidende Schlacht der Engländer gegen die Franzosen 1762 gedacht wird. Die Waterstreet, eine der ältesten Straßen in Nordamerika liegt im Zentrum der Stadt. Neben zahlreichen Geschäften, Restaurants und Pubs befinden sich hier auch das Handelszentrum Neufundlands, sowie einige historische Gebäude und Denkmäler. Mittagspause und Freizeit mit Gelegenheit für eigene Unternehmungen, z. B. Besuch des neufundländischen Museums und/oder der anglikanischen Kathedrale, eine der besten Beispiele neugotischer Kirchenarchitektur in Nordamerika. Am Nachmittag führt unsere Fahrt weiter auf die Bonavista Halbinsel.

14. Tag: Bonavista Halbinsel - Terra Nova Halbinsel

Die Bonavista Halbinsel ist eine der ältesten besiedelten Regionen Neufundlands mit stark zerklüfteter Küstenlandschaft und kleinen Fischerdörfern. Hier soll John Cabot im Jahre 1497 erstmals die „Neue Welt“ gesichtet und „quel buona vista - welch schöner Ausblick“ ausgerufen haben. Der Hauptort der Halbinsel, Bonavista, wurde im 17. Jh. von Engländern gegründet und war lange ein bedeutender Fischerhafen und Warenumschlagplatz. Im Hafen liegt ein maßstabsgetreuer Nachbau von Cabots Schiff „Matthew“. Eine ca. 5 km lange Straße führt uns zum Kap Bonavista, einer rauen und für Schiffe tückischen Landspitze, die von einem restaurierten Leuchtturm aus dem 19. Jh. bewacht wird. Östlich von Bonavista erwartet uns am Dungeon Ridge eine Steilküste mit spektakulären Felsformationen. Über Port Blandford fahren wir zum Terra Nova Nationalpark.

15. Tag: Terra Nova Nationalpark - Gander

Der Terra Nova N.P. umfasst ca. 400 qkm und erfreut sich vieler Besucher. Insbesondere die Einwohner von St. John´s kommen gerne zum Baden und zum Entspannen hierher. Auf einer kleinen Wanderung werden wir die eindrucksvollen Panoramablicke und die großartigen, vom Eis geformten Landschaften mit bewaldeten Hügeln und zerklüfteten Küstenabschnitten kennen lernen. Auch die Tierwelt hält einiges parat: Elche, Schwarzbären, Rotfüchse, Biber, Luchse u. a.  Freizeit mit Möglichkeit an einer Bootsfahrt teilzunehmen. Am Nachmittag Weiterfahrt nach Gander. Der Ort entstand um einen einstmals bedeutenden Flughafen. Dieser ist in den dreißiger Jahren auf Drängen von Churchill angelegt worden. Im 2. Weltkrieg hat er sich zum wichtigsten Drehkreuz der alliierten Luftstreitkräfte auf dem Weg von Amerika nach Europa entwickelt. Heute wird Gander auf nahezu allen Atlantiküberquerungen überflogen und dient als Notlandeplatz. Wir halten für ein Foto von der Besucherterrasse aus.

16. Tag: Gander - Gros Morne Nationalpark

Wir verlassen Gander in Richtung der alten Robbenfänger-Siedlung Twillingate. Nach vielen Protesten in den 70er und 80er Jahren ist es mit der Robbenjagd vorbei. Auch der Kabeljaufang ist in den Gewässern um Neufundland seit 1992 immer noch nahezu verboten. Wir fahren bis zum Ende des Landes, wo ein Leuchtturm die Schiffe warnt. Auf dem Weg nach Gander können wir mit etwas Glück einen Blick auf einen Eisberg werfen. Wir passieren Grand Falls Windsor, einen der bedeutendsten Standorte der Papierindustrie Kanadas und erreichen den Gros Morne Nationalpark.

17. Tag: Gros Morne Nationalpark

Im Besucherzentrum informieren wir uns über die Naturschönheiten des Nationalparks, der 1987 von der UNESCO zum Weltnaturerbe erklärt worden ist. Auf kürzeren Spaziergängen begegnen uns immer wieder die typisch kleinen Beeren, die Bakeapples und der Labradortee. Die Balsamtanne gedeiht hartnäckig bis unmittelbar an die Ufer des Meeres. Zusammen mit den Krüppelfichten bilden sie das verfilzte Unterholz, das sogenannte Tuckamore. Sie haben Freizeit mit Möglichkeit zur Bootsfahrt durch die herrliche Einsamkeit der Fjordlandschaft, die alles, was einen Fjord sehenswert macht, bietet: 600 m hohe, steile Wände, Felszinnen, Spalten und Klüfte, Wasserfälle und jede Menge blau getönte, präzise hintereinander aufgereihte Bergsilhouetten. Zugleich erfahren wir von der wirtschaftenden Tätigkeit der Menschen in diesem rauen Land.

18. Tag: Gros Morne Nationalpark - Hawkes Bay

Bevor wir diesen wunderschönen Nationalpark verlassen, fahren wir noch zu den Tablelands. Eine weite, ockerfarbene Ebene aus Geröll und Fels wird begrenzt von rostbraunen Tafelbergen. Sie sind bekannt wegen der einzigartigen geologischen Formationen, deren Besonderheit auch den Nichtgeologen beeindruckt. Auf einer kleinen Wanderung erhalten wir einen Einblick in die Erdgeschichte und treffen immer wieder auf die Nationalblume Neufundlands, die fleischfressende Pitscher Pflanze. Wir fahren weiter auf dem Viking-Trail Richtung Norden. Die Route führt uns durch bewaldete Täler, über Berge und entlang der windgepeitschten Küste West-Neufundlands. Heute wird dieser Küstenabschnitt als französische Küste bezeichnet. Den Franzosen wurde hier bis 1906 die Fischerei erlaubt. Vor der Entdeckung dieses Teiles der Welt durch europäische Fischer haben bereits andere Menschen diesen Raum besiedelt. So wurde 1967 bei Port aux Choix ein Grab gefunden, in dem über 1.000 Indianer vor ca. 4.000 Jahren beerdigt worden sind. Sie gehören zur Gruppe der maritim archaischen Indianer, die dieses Gebiet vor 5.500 bis 3.200 Jahren besiedelt haben. Port aux Choix ist zur national bedeutsamen historischen Stätte erklärt worden. Ein neues Besucherzentrum lädt uns ein, mehr über die verschiedenen Kulturen dieses Raumes zu erfahren.

19. Tag: Hawkes Bay - St. Anthony

Am Vormittag fahren wir nach St. Anthony, wo wir den Sitz der Grenfellstiftung besichtigen. Der Arzt Dr. Wilfried Grenfell ist 1892 nach St. Anthony gekommen und hat ein System zur medizinischen Versorgung der Bevölkerung dieses Raumes und Südlabradors ausgebaut. Nach der Mittagspause besuchen wir die Wikinger um Leif Eriksson. In L´Anse aux Meadows hat nach den alten Nordland Sagas, Leif Eriksson, der Sohn Ivars des Roten mit weiteren 35 Mann den nordamerikanischen Kontinent betreten, ca. 500 Jahre bevor Kolumbus in der Karibik gelandet ist. Sie waren mit einem kleinen, offen Drachenboot von den Südküsten Grönlands gekommen. In den Jahren 1961 bis 1968 sind die norwegischen Forscher Helge und Anne Stine Ingstad auf überwachsene Grundmauern von Häusern aus der Zeit um 1000 n. Chr. gestoßen. 1978 ist das Reservat zu einem der ersten Denkmäler Kanadas auf der UNESCO-Liste des Weltkulturerbes geworden. Wir informieren uns zunächst im Besucherzenrum und wandern danach in 1000 Jahre Vergangenheit, hin zur Ausgrabungsstätte und zu den rekonstruierten Winterunterkünften. Die Wikinger waren harte, zähe Burschen, die nur wenig zum Überleben gebraucht haben. Einiges haben sie von Grönland mitgebracht, anderes ist vor Ort hergestellt worden. So fand man hier auch Reste einer Schmiede. Obwohl die Wikinger Jahre lang immer wieder Fahrten nach Kanada unternommen haben, ist keine dauerhafte Siedlung errichtet worden.

20. Tag und 21. Tag: St. Anthony - Port Hope Simpson

In St. Barbe schiffen wir uns zu einer 90minütigen Überfahrt nach Labrador ein. Nach unserer Ankunft Fotostopp in Point Amour am höchsten Leuchtturm (33 m) der kanadischen Atlantikprovinzen. Wir folgen weiter der Straße 510, die erst seit 2003 existiert, und deren Bau es erst möglich gemacht hat, diese Reise mit dem Rotel-Bus durchzuführen. Im Besucherzentrum von Red Bay zeugen die baskischen Walfängerboote von der frühen Nutzung des Meeres durch die Europäer. Die Basken waren die ersten Besucher aus der alten Welt. Sie haben den Ort genutzt, um ihre Walfänge gleich hier zu Öl zu verarbeiten. In Europa sind damit vorwiegend Lampen betrieben worden. Weiterfahrt nach Port Hope Simpson. Der kleine Ort ist in den 1930er Jahren als holzindustrieller Standort entstanden. Heute lebt dieser Ort zusätzlich vom Fischfang und einem sich allmählich entwickelnden Tourismus.

22. Tag: Port Hope Simpson - Happy Valley-Goose Bay

Ein neuer Straßenabschnitt des Trans-Labrador-Highways (TLH) zwischen der Südküste Labradors ist im Herbst 2009 fertiggestellt worden und erlaubt uns, die Fahrt ohne umständliche Fährverbindung nach Happy Valley-Goose Bay fortzusetzen. Die Fahrt durch die Wildnis führt uns nach Happy Valley- Goose Bay. Happy Valley-Goose Bay ist 1961 gegründet worden und zählt heute ca. 9.000 Einwohner. Der Flughafen war jedoch bereits im 2. Weltkrieg ein Drehkreuz für die alliierten Luftflotten. Die Stadt ist im Wandel begriffen, seit die NATO - auch die deutsche Luftwaffe - ihre Tiefflugübungen in dem Gebiet eingestellt hat. In der Nachbarschaft liegt die Gemeinde North West River. Ein kleines Museum informiert u. a. über die Entwicklung des Raumes, die Rolle der Trapper sowie die Hudson´s Bay Company.

23. Tag: Happy Valley-Goose Bay - Churchill Falls

Weiter führt uns der TLH durch die Wildnis von Labrador. Nach 290 km erreichen wir Churchill Falls. Wenn die Möglichkeit besteht, besichtigen wir das größte unterirdische Wasserkraftwerk der Erde. Der 300 m in die Tiefe stürzende Churchill River hat den Ort zum idealen Platz gemacht, um ein Kraftwerk zu realisieren. Die Anlage ist zwischen 1969 und 1970 gebaut worden. Heute werden ca. 5.500 Megawatt Elektrizität erzeugt. Die Stadt hat sich um das Kraftwerk entwickelt.

24. Tag: Churchill Falls - Labrador City

Labrador City und Wabush, die beiden Städte liegen nur 5 km auseinander, bilden das Zentrum von Labrador West. Die Städte sind 1961 und 1967 wegen der reichen Erzfunde, die bis in die heutige Zeit abgebaut werden, gegründet worden. Falls die Möglichkeit besteht, wollen wir die Mine, die mit zum Bedeutendsten in Kanada gehört, besichtigen.

25. Tag und 26. Tag: Labrador City - Les Bergeronnes

Weiter geht es durch die einsame Landschaft der Labrador-Halbinsel. Bei dieser Fahrt durch die endlosen Räume der Wildnis wird uns klar, wie klein der Einzelne in dieser ungezähmten Natur ist. Wir erreichen wieder die Zivilisation in Baie-Comeau, einem ehemaligem kleinen Fischerort, das sich zu einer Versorgungsstadt entwickelt hat. Dank der Holzindustrie und des Fährhafens wächst der Ort stetig. Anschließend führt uns die Küstenstraße 138 entlang des landschaftlich reizvollen Nordufers des großen St. Lorenz Stromes, in Richtung Les Bergeronnes.

27. Tag: Les Bergeronnes - Quebec City

Wir haben einen Aufenthalt und Freizeit im nahegelegenen Tadoussac, der alten Pelzhändler-Siedlung am Saguenay-Fjord. Hier besteht die Möglichkeit zur Teilnahme an einer Walbeobachtungsfahrt. Die Fahrt führt uns weiter entlang der Laurentinischen Berge durch die Region des Charlevoix nach Sainte-Anne-de-Beaupré mit der gleichnamigen Kathedrale. Bereits 1658 hat sich hier eine kleine Holzkapelle „Zur guten heiligen Anna“ befunden. Sie ist von Siedlern errichtet worden, die aus dem Westen Frankreichs gekommen sind, wo man die Heilige verehrt. Nach mehreren Bränden und Neubauten präsentiert sich heute die 1926 wieder aufgebaute Basilika im neoromanischen Stil in beeindruckender Größe. In unmittelbarer Nachbarschaft von Québec City befinden sich die Wasserfälle von Montmorency. Hier stürzen die Wassermassen 83 m in die Tiefe. Nach einer kurzen Besichtigung erschließt uns ein kleiner Spaziergang die Schönheit dieses Naturschauspiels.

28. Tag und 29. Tag: Quebec-City - Montréal - Rückflug

Die Fahrt führt durch den Südosten der Provinz Québec zurück nach Montréal. Transfer zum Flughafen und Rückflug.

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