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Expeditionsreise Südäthiopien I 2016


Der Süden von Äthiopien ist wenig erforschtes und auch wenig entwickeltes Gebiet. Auf relativ kleinem Raum leben in einer von Savannen und Akazienwäldern geprägten Landschaft etwa 40 verschiedene Volksstämme nach alten Traditionen - eine kulturelle Vielfalt von unglaublicher Dichte! Wir haben auf dieser Expeditionsreise Gelegenheit, einige dieser Ethnien kennenzulernen. Besonders interessant und auch bekannt sind dabei die Mursi („Tellerlippenfrauen“) und die Hammar. Die Seenkette entlang des Grabenbruchs, die Flussschluchten, die Vulkane, Tafelberge und das Omo-Delta sind herausragende landschaftliche Besonderheiten.

  • Hauptstadt Addis Abeba
  • Seenlandschaft entlang des Afrikanischen Grabenbruchs
  • Begegnungen mit vielen kleinen Ethnien mit für uns fremden Traditionen und Schönheitsidealen
  • Stämme der Mursi, Hammar, Karo, Borena, Konso, Dorze u.a.

Tagesprogramm der Rundreise


1. Tag: Flug nach Addis Abeba

Wir fliegen mit einer planmäßigen Linienmaschine nach Addis Abeba in Äthiopien. Der Treffpunkt und die Abflugzeit werden Ihnen 6 bis 8 Wochen vor Reisebeginn bekannt gegeben.

2. Tag: Addis Abeba - Awasa

Nach der Ankunft in Addis Abeba führt die Fahrt in südlicher Richtung entlang des Afrikanischen Grabenbruchs (Rift Valley) an mehreren Seen vorbei durch das Gebiet der Oromo. Anschließend führt die Fahrt durch trockenes und flaches Hochland mit Staatsfarmen und neuen Landarbeitersiedlungen nach Awasa.

3. Tag: Awasa - Arba Minch

Am frühen Morgen besuchen wir den Fischmarkt von Awasa. Anschließend führt die Fahrt durch eine ursprüngliche Landschaft mit malerischen Rundhütten, die aus Holz und Lehm gebaut sind. Über Sodo erreichen wir den größten See Südäthiopiens, den Abayasee. Tagesziel ist Arba Minch, Stadt der „Vierzig Quellen“. Arba Minch liegt am Fuß der Bergkette, die den Namen Himmelsbrücke trägt und den Abayasee vom Chamosee trennt.

4. Tag: Arba Minch

Am Vormittag begeben wir uns zum farbenfrohen Marktflecken Chencha im Gebiet der Dorze. Dieser Volksstamm ist bekannt für seine Webkunst. Die farbenprächtigen Tücher, die auf den Märkten und am Straßenrand angeboten werden, sind herrliche Souvenirs. Am Nachmittag besteht die Möglichkeit zur Teilnahme an einer interessanten Bootsfahrt auf dem Chamosee im Gebiet des Nechisar-Nationalparks. Krokodile, Nilpferde und eine Vielzahl von Wasservögeln können auf der Bootstour beobachtet werden.

5. Tag: Arba Minch - Konso

Die Fahrt führt entlang des Chamosees in die gebirgige Region der Konso. Die Konso sind für ihren Totenkult und ihre terrassierten Hirsefelder bekannt. Die Dörfer der Konso sind sehr dicht bebaut und mit hohen und massiven Steinwällen umzäunt. Früher dienten diese u. a. zur Abwehr von Feinden oder auch wilden Tieren wie Hyänen und Löwen. Die wenigen Eingänge sind rund um die Uhr von den Männern bewacht worden. Wir besuchen ein Konsodorf. Anschließend führt uns ein Spaziergang zum König der Konso, wo wir die bekannten hölzernen Grabfiguren bewundern können.

6. Tag: Konso - Turmi

Die heutige Fahrt führt durch das Tsemay- und Bena-Gebiet über Weyto nach Turmi. In den weiten Graslandschaften begegnen uns immer wieder verschiedene Völker im Einzugsgebiet des Flusses Turmi. Wir durchfahren die Gebiete der Samei und der Arbore und besuchen ein typisches Dorf der Arbore.

7. Tag: Ausflug nach Murle am Omo-Fluss

Bei diesem Ausflug besuchen wir ein typisches Dorf der Hammar und der Karo. Das Volk der Hammar besteht aus Viehzüchtern, die durch weite Gebiete des südlichen Flusses Omo ziehen und zu den zahlenmäßig größten Ethnien dieser Region gehören. Sie fallen durch ihre komplizierten Haarfrisuren auf, wobei die Haare mit Lehm und Butter eingerieben und mit Farben und Federn verziert werden. In der Nähe von Murle begegnen wir dem Stamm der Karo, dessen Angehörige für ihre kunstvollen Körperbemalungen berühmt sind. Murle liegt über dem Omo-Fluss und bietet einen schönen Ausblick in die Umgebung.

8. Tag: Turmi - Jinka

Über Key Afer, der Hauptstadt der halbnomadischen Ethnie der Bena, fahren wir heute weiter nach Jinka. Jinka ist der Ausgangspunkt für die Expeditionen ins Land der Mursi, und liegt am Rand des Omo- und Mago-Nationalparks. Auf verschiedenen Märkten erleben wir buntes Markttreiben einer ethnografischen Vielfalt.

9. Tag: Mago-Nationalpark

Durch eine sehr dicht bewachsene Dornbuschsavanne unternehmen wir mit einheimischen Fahrzeugen eine Fahrt durch den Mago-Nationalpark. Mit etwas Glück sehen wir Kudus, Kronenducker, Paviane, Büffel u.a. Hier lebt auch der Volksstamm der Mursi, deren Frauen wegen ihres einmaligen und außergewöhnlichen Schmucks weltweit bekannt sind. Besonders sticht dabei der Unterlippenteller ins Auge, den die Mursi-Frauen tragen („Tellerlippenfrauen“). Am Nachmittag besuchen wir ein Dorf der Aari, wo uns das Töpfern, Schmieden und das Backen des Fladenbrots Inschera gezeigt wird.

10. Tag: Jinka - Konso - Yabello

Eine sehr steile Lehmpiste bringt uns zum kleinen, aber sehr schönen Völkerkundemuseum (wetterabhängig). Wir haben einen herrlichen Blick auf Jinka und das umliegende Tal. Anschließend Rückfahrt nach Konso, dem Verwaltungszentrum des gleichnamigen Gebietes. Die Konso leben als sesshafte Feldbauern und haben ihre Felder terrassenförmig mit steinernen Ringmauern umgeben. Anschließend fahren wir nach Yabello.

11. Tag: Yabello - Yirga Chefe

Das Landschaftsbild wird von einer Wüstensavanne geprägt. Wir fahren Richtung Dubuluk. In Dubuluk besuchen wir den „singenden Brunnen“. Hier schöpfen die Borena-Männer das Wasser. Sie stehen auf Stufen und singen, damit sie den Takt zum Weiterreichen der Eimer einhalten. Das Volk der Borena, Rinder- und Kamelzüchter sind hier seit fast 1000 Jahren zu Hause. Weiter führt die Fahrt nach Yirga Chefe.

12. Tag: Yirga Chefe - Rift Valley - Ziwaysee

Die Fahrt führt vorbei an Kaffeeplantagen und einer üppigen Vegetation. In Dila besichtigen wir die Grabstelen von Tut-Fella (wetterabhängig). Über Shasheme fahren wir durch das Rift-Valley zum bekannten Vogelparadies am Ziwaysee.

13. Tag: Ziwaysee - Addis Abeba

Am Vormittag haben wir einen Aufenthalt am Ziwaysee. Hier leben Pelikane, Marabus, Schreiseeadler und viele andere exotische Vögel. Anschließend fahren wir wieder nach Addis Abeba.

14. Tag: Addis Abeba - Rückflug

Aufenthalt und Stadtrundfahrt durch die äthiopische Hauptstadt: Nationalmuseum, Ethnologisches Museum, Dreifaltigkeitskirche „Haile Selassie“, Churchill-Road, Sankt Georgs-Krönungs-Kathedrale u.a. Ein Höhepunkt in Addis Abeba ist der Mercato - Afrikas größter Markt (am Sonntag findet dieser Markt nicht statt). Anschließend Transfer zum Flughafen und Rückflug.

15. Tag: Rückflug

 

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