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Expeditionsreise Nordperu


Berge, Wüsten, Amazonasgebiet, Großstädte und viel Natur und Kultur - die komplette Vielfalt des südamerikanischen Kontinentes wird Ihnen in einer einzigen Reise geboten. Viele der Gebiete, die wir bereisen werden, sind touristisch noch kaum erschlossen. Wir stoßen auf die Spuren der großen Kulturen der Inka, der Mochica, der Wolkenkrieger, der Chavin u. a., die uns mit ihren Pyramiden, Grabanlagen, Städten und hohem kunsthandwerklichen Geschick ins Staunen versetzen. Das alles vor der Kulisse einer einzigartigen Landschaft, die uns jeden Tag aufs Neue überrascht. Beim Überqueren der majestätischen Anden haben wir immer spektakuläre Auf- und Abfahrten bis auf fast 5.000 m Höhe (ohne jedoch hoch übernachten zu müssen).

  • Wolkenkrieger Chachapoya
  • Chan Chan, einst größte Stadt Südamerikas
  • Cajamarca, Schicksalsstadt der Inka
  • Cordillera Blanca
  • Chavin und andere alte Kulturen Perus
  • Spektakuläre Andenüberquerungen
  • Amazonas mit Bootsfahrt und Wanderung
  •  

>> Blogbeitrag zur Reise

Tagesprogramm der Rundreise


1. Tag: Flug nach Guayaquil

Linienflug nach Guayaquil in Ecuador. Der Treffpunkt und die Abflugzeit werden Ihnen 6 bis 8 Wochen vor Reisebeginn bekannt gegeben.

2. Tag: Guayaquil

In Guayaquil unternehmen wir eine  Besichtigungstour durch die Stadt. Anschließend Fahrt zum Hotel und Übernachtung.

3. Tag: Guayaquil - Pasaje

Wir fahren durch die Küstenebene Ecuadors mit ausgedehnten Bananen- und Kakaoplantagen sowie Zuckerrohrfeldern. Am Nachmittag erreichen wir die höher gelegene Stadt Pasaje.

4. Tag: Pasaje - Mancora

Nachdem wir die großen Bananenplantagen hinter uns gelassen haben, erreichen wir Peru. Schon bald nach der Grenze beginnt die südamerikanischen Küstenwüste. Innerhalb weniger Kilometer ändert sich die Landschaft komplett. Wir fahren direkt am Pazifik entlang und passieren kleine Fischerorte und lange einsame Strände. In der für Wassersport berühmten Region um Mancora verbringen wir die erste peruanische Nacht am Pazifik.

5. Tag: Mancora - Lambayeque

Wir durchqueren die Wüste und passieren die Großstädte Sullana und Piura. Die Wüste gestaltet sich recht unterschiedlich. Flache Ebenen wechseln mit bergigen Regionen. In der Sechurawüste erreichen wir den breitesten Teil der Küstenwüste. In den Flussoasen entstanden vor Jahrtausenden die ersten Hochkulturen Perus.

6. Tag: Lambayeque - Olmos

Heute beschäftigen wir uns mit den großartigen Kulturen der Chimu und der Mochica. Zuerst fahren wir nach Lambayeque. Hier liegen die unvorstellbaren Schätze der Grabanlage von Sipan im schönsten Museum Perus. 1987 wurde die unversehrte Grabkammer des Herrschers von Sipan in der Nähe in einer Pyramide entdeckt. Wenn auch nicht so berühmt, gilt der Fund von Sipan als wichtigster Grabfund seit der legendären Entdeckung Tutanchamuns 1922 in Ägypten. Nach langjähriger Restauration können wir hier einmalige Schmuckstücke der Mochica sehen. Sie gelten u. a. als die Meister der Metallurgie unter den Altamerikanern. An die filigranen Arbeiten aus dem 3. Jahrhundert kommen weder die vorangegangen, noch die nachfolgenden Hochkulturen heran. Anschließend fahren wir nach Tacume. Wir besuchen den gleichnamigen Pyramidenkomplex mit 26 Pyramiden aus dem 9. – 13. Jahrhundert. Sie bilden den größten Pyramidenkomplex Perus. Heute hat man von hier den schönsten Rundblick über die Anlagen: Rundgang inklusive Besuch des kleinen Museums. Fahrt in die kleine Stadt Olmos am Rande der Wüste.

7. Tag: Olmos - Chachapoyas

Nun fahren wir das erste Mal richtig in die Anden hinein. Über mehrere Pässe mit abenteuerlichen Ausblicken erreichen wir zuerst die heißen Tiefebenen des Departamentos Amazonas. Hier überqueren wir auch den Rio Maranon, einen der längsten Zuflüsse des Amazonas. Nach Bagua führt die Strecke wieder bergauf. Wir erreichen Chachapoyas, eine gemütliche, koloniale Kleinstadt zwischen Anden und Amazonas.

8. Tag: Ausflug zur Festung Kuelap

Heute besuchen wir die aus dem 12. Jahrhundert stammende Ruinenanlage von Kuelap, eine der wichtigsten und bekanntesten Sehenswürdigkeiten in Nordperu, die einst von den „Wolkenkriegern“ als letzte Zuflucht vor den Inka genutzt worden ist. Wir fahren mit einem einheimischen Bus zur Seilbahnstation und gelangen mit der erst kürzlich eröffneten einzigen Seilbahn Perus auf spektakuläre Weise zum Eingangsbereich der Ausgrabungsstätte. Obwohl diese wahrscheinlich ursprünglich nicht als Festung, sondern als sakrale Anlage errichtet wurde, eignete sie sich bei der Belagerung durch die Inka perfekt zur Verteidigung. Die Anlage thront hoch oben auf einem Berggipfel und wurde erst 1843 wiederentdeckt. Der Ausblick auf die umliegende Landschaft ist überwältigend. Nun kann man auch den Begriff „Wolkenkrieger“ besser verstehen. Die Anlage wird seit einiger Zeit restauriert und weiter erforscht. In mehrere Stadtviertel eingeteilt, sind heute noch ca. 400 steinerne Rundhäuser erhalten, die von einer hohen, schützenden Mauer umgeben sind. Die Eingänge sind so eng gebaut, dass mit wenigen Soldaten ein ganzes Heer aufgehalten werden konnte. Die Chachapoya wurden von den Inka besiegt. Trotzdem konnten sie sich in der Folgezeit einen gewissen Autonomiestatus bewahren. Die Rückfahrt bringt uns über eine unasphaltierte Höhenstraße zurück nach Chachapoyas.

9. Tag: Chachapoyas - Cocachimba

Die Route führt durch das Tal des Rio Utcubamba nach Cocachimba. Eine Wanderung bringt uns durch den Regenwald zum dritthöchsten Wasserfall der Erde. Der Goctawasserfall ist noch unbekannt und wurde erst zu Beginn unseres Jahrtausends mit 771 m vermessen. Wir übernachten mitten im Dorf.

10. Tag: Cocachimba - Cutervo

Durch die Schluchten des Utcubamba Flusses fahren wir wieder hinunter zum Rio Maranon. Im Cahmayatal geht es nach Süden, an der Westseite des Nationalpark Cutervo zur Kleinstadt Cutervo. Evtl. Übernachtung in freier Natur.

11. Tag: Cutervo - Cajamarca

Über die Städte Chota und Bambamarca fahren wir durch das alte Silberminenzentrum der Inka, Hualgayoc, und kommen in das große Tal von Cajamarca. Wir übernachten bei einer Hacienda.

12. Tag: Cajamarca

Heute Vormittag machen wir einen Ausflug zu den Frailes de Cumbemayo. Nach der Anfahrt unternehmen wir eine Wanderung (ca. 2 Std., leicht). Neben der herrlichen Landschaft mit Felsformationen, die an überdimensionale Mönche erinnern, gibt es auf 3.500 m Höhe einen gut erhaltenen Wasserkanal aus altperuanischer Zeit zu bestaunen, die Wasserversorgung für Cajamarca. Der Bau soll 200 Jahre gedauert haben. Nach der Mittagspause unternehmen wir einen Stadtrundgang durch die Altstadt von Cajamarca. Aus der Inkazeit besuchen wir das sogenannte Lösegeldzimmer, jenen Raum mit alten Inkamauern, den Atahualpa bis über Kopfhöhe mit Gold füllen ließ, um seine Freiheit wieder zu erlangen. Wir besuchen den Inkathron auf einer Anhöhe mit Blick auf die gesamte Stadt. Die meisten Bauten der Inka mussten den Gebäuden der Spanier weichen. Heute dominiert der gut erhaltene spanische Kolonialstil das Stadtbild. Wir besuchen die Franziskanerkirche am Hauptplatz und die Belen-Kirche mit Museum.

13. Tag: Cajamarca - Trujillo

Wir verlassen die Anden und wenden uns wieder der Wüste zu. Fahrt durch Hochlandfelder, Kakteen- und Reisanbaugebiete. Entlang dem Rio Jequetepeque und vorbei am Tembladerastausee erreichen wir Trujillo, die wichtigste Stadt im Norden Perus. Übernachtet wird nahe Trujillo, direkt an der Küste, in einem Fischerdorf.

14. Tag: Trujillo

Trujillo ist nach dem Geburtsort Francisco Pizarros in Spanien benannt und hat im Zentrum einen schönen kolonialen Hauptplatz. Wir besichtigen Huaca de la Luna und Huaca del Sol, die Mond- und Sonnenpyramide aus der Mochicakultur. Die Sonnenpyramide gilt als größter Lehmziegelbau Amerikas mit einer ursprünglichen Höhe von ca. 40 m und einem Grundriss von 340 x 220 m. An der Mondpyramide, die etwas kleiner ist, gehen die Ausgrabungen seit Jahren gut voran und immer wieder werden neue Stufen mit Wandreliefs freigelegt. Anschließend besuchen wir die Lehmziegelstadt Chan Chan, einst größte Stadt Altamerikas während der Zeit der Chimukultur. In ihr sollen bis zu 100.000 Menschen gelebt haben. Komplett aus luftgetrockneten Lehmziegeln erbaut, liegt sie unweit des Meeres. Wir werden u. a. den restaurierten Tschudipalast besichtigen. 

15. Tag: Trujillo - Huaraz

Unser heutiges Ziel ist die Cordillera Blanca. Zunächst durchfahren wir noch einmal einen Abschnitt der großen Küstenwüste, die sich entlang des Pazifiks erstreckt, von Nordperu bis nach Zentralchile. Leben ist hier nur in den Flussoasen möglich. Bei der Stadt Santa verlassen wir die Panamericana und fahren den Rio Santa flussaufwärts und kommen durch den Canon del Pato. Rund um das 200 km lange Hochtal Callejon de Huaylas türmen sich 50 Gipfel mit über 5.500 m Höhe. Der höchste Berg des Landes, der Huascaran mit 6.768 m, befindet sich ebenfalls hier. An der Westseite der Cordillera Blanca fahren wir über die Orte Caraz und Yungay nach Huaraz.

16. Tag: Ausflug nach Chavin

Heute geht es hoch hinaus. Umgeben von eisigen Berggipfeln erreichen wir auf ca. 4.000 m ü. d. M. die Lagune Querococha. Bei einem Cocatee können wir das Panorama genießen. Anschließend führt die Fahrt weiter ins 3.200 m hoch gelegene Dorf Chavin. Hier liegen die imposanten Ruinen von de Huantar. Sie gehören zu den wichtigsten des Landes. Bereits um 1000 v. Chr. wurde mit dem Bau begonnen. Der kulturelle und religiöse Einfluss dieser Kultur hat sich im Lauf der Jahrhunderte über das ganze Land verbreitet. Zu Recht kann behauptet werden, dass hier eine der wichtigsten Wurzeln Altperus liegt. Die sogenannten Nagelköpfe und auch die Stelen sind wichtige Zeugnisse der Steinmetzkunst jener Zeit. Doch am meisten beeindrucken die großen und langen unterirdischen Gänge, die aus riesigen Steinblöcken zusammengefügt sind.

17. Tag: Huaraz - La Union

Über den Yanashallapass führt die Fahrt zum höchsten Punkt unserer Reise (4.730 m). Hinter einem Bergminengebiet wird die Straße wieder zur Piste und es geht bergab Richtung La Union. Bei gutem Wetter haben wir einen herrlichen Blick auf die Cordillera Huayhuash.

18. Tag: La Union - Huanuco

Eine abenteuerliche Fahrt führt uns in die Anden Richtung Huanuco. Vorbei an tiefen Schluchten und kleinen Bergdörfern erreichen wir Huanuco.

19. Tag: Huanuco - Tingo Maria Nationalpark

Heutiges Ziel ist die Kleinstadt Tingo Maria. Mit Motorradtaxis unternehmen wir einen Ausflug zur „Höhle der Eulen“ (Cheva de las Lechuzas) im Tingo Maria Nationalpark. Diese Tropfsteinhöhle, malerisch im Urwald, unweit eines Flusses gelegen, ist Wohn- und Nistplatz für etwa 10.000 Vögel, deren Geschrei beim Eintreten eine gespenstische Atmosphäre verbreitet. Neben einer kleineren Papageienart und Fledermäusen wohnen hier ganz besondere Vögel: die nachtaktiven, Früchte fressenden Fettschwalme.

20. Tag: Tingo Maria Nationalpark - Pucallpa

Um nach Pucallpa zu kommen, legen wir nun eine der schönsten Strecken der Reise zurück. Noch einmal stellen sich uns die diesmal urwaldüberwucherten Anden in den Weg. Wir durchfahren eine herrliche grüne Landschaft um die Padre Abad genannte Gegend mit dem Brautschleierwasserfall und der Teufelsdusche. Wir erreichen Pucallpa, das Tor zum Amazonas, am Ufer des riesigen Rio Ucayali gelegen, einem der wichtigsten und längsten Quellflüsse des Amazonas.

21. Tag: Pucallpa

Wir unternehmen einen ganztägigen Ausflug auf einem motorisierten Kanu-Langboot, um den Urwald zu erkunden. Wir fahren auf der Yarinacocha-Lagune, einst ein Nebenarm des Ucayali, zu einem kleinen Dorf der Shipibo-Indianer, die trotz der Nähe zur Stadt noch viele alte Traditionen beibehalten haben. Nachdem wir dort einiges über das Leben dieses Indianerstammes erfahren haben, fahren wir ein Stück weiter in ein Schutzgebiet, in dem wir eine Wanderung durch den Urwald machen. Mit etwas Glück können wir dort die legendäre Anakonda, aber auch Affen und andere Tiere beobachten. Wir erfahren viel Wissenswertes über die üppige Flora.

22. Tag und 23. Tag: Pucallpa - Lima - Rückflug

Frühmorgens Flug von Pucallpa nach Lima. In Lima, Hauptstadt von Peru, haben wir einen Aufenthalt mit Stadtrundfahrt und Rundgang zu den bedeutendsten Sehenswürdigkeiten der kolonialen Altstadt, seit 1991 Weltkulturerbe: Plaza de Armas mit dem Präsidenten-Palast und der Kathedrale mit dem Glassarkophag Pizzaros, Plaza San Martin, Iglesia San Pedro, moderner Stadtteil Miraflores, Besuch des berühmten Goldmuseums, Freizeit und Shopping in der Hauptgeschäftsstraße. Anschließend Transfer zum Flughafen und Rückflug.

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